Ü. Kontrapunkt in der Vokalpolyphonie des 15. und 16. Jahrhunderts

Dozent:innen: Amon Sokolski
Kurzname: Ü.Hist.Satzlehre1
Kurs-Nr.: 07.114.060
Kurstyp: Übung

Voraussetzungen / Organisatorisches

Die aktive Teilnahme ist an die Erstellung kleinerer Kompositionsversuche, die vorbereitende Lektüre einiger kürzerer Texte sowie die Mitgestaltung der Sitzungen gebunden.

Zusätzlich umfasst die Studienleistung das Verfassen von Übungsaufgaben, deren Umfang und Inhalt während des Sitzungsverlaufs festgelegt werden.

Empfohlene Literatur

Thomas Daniel: Kontrapunkt. Eine Satzlehre zur Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts, zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Köln 2002.

Inhalt

Kontrapunktische Satzübungen nach Vorbildern aus der Vokalpolyphonie des 15. und 16. Jahrhunderts gehören gewissermaßen zum ‚Kanon‘ der musikwissenschaftlichen Lehre; und sie werden nicht selten gemieden, weil der Weg zu angemessenen Stilkopien häufig trocken, mühsam und überbordend regelgeleitet zu sein scheint.

Im vorliegenden Kurs will ich mit Euch das Gegenteil beweisen: Wir werden uns nicht nur an schriftliche Kompositionsversuche wagen, sondern uns auch mit den historischen Hintergründen ausgewählter Kompositionen beschäftigen und Versuche unternehmen, das Repertoire gesanglich sowie instrumental selbst darzustellen.

Klausel- und Kadenzbildung, die Gestaltung und Textierung von Melodieverläufen sowie der Umgang mit zwei- bis hin zu vielstimmigen Satzbildern bieten dabei nur einige wichtige Aspekte, die durch die Beschäftigung mit dem Repertoire erschlossen werden können und gleichzeitig weit darüber hinaus bedeutsam sind.
 

Zusätzliche Informationen

Die Übung findet im Josquin-Raum der Hochschule für Musik statt.