Wintersemester 2012/2013

Lehrangebote vergangener Semester

Übersichtsplan

Vorlesung Proseminar Hauptseminar Oberseminar Übung


Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
8.00 Münch
Fom und Analyse
07.114.050
Münch
Historische Satzlehre I
07.114.060
Beer
Repertoirekunde
07.114.030
   
9.00
10.00 Beer
Musikgeschichte III (1600-1750)
07.114.150 bzw. 07.114.155
Pietschmann
Musik im Bild – Bilder in der Musik
07.114.220
Pietschmann
Fragestellungen und Methoden der Musikwissenschaft
07.114.020
Beer
Musikkritik im 18. Jahrhundert
07.114.600
Hindrichs
Rap in Deutschland
07.114.1020
Over
Einführung in die Musikwissenschaft B
07.114.010
Gräf
MIDI und Notation
07.114.200
11.00
12.00 Beer
Quellen zur Musikgeschichte des 17. Jahrhunderts
07.114.160 bzw. 07.114.165
Pietschmann
Musik im Bild – Bilder in der Musik
07.114.220
Kramer
Methoden der Musikwissenschaft (Vertiefung)
07.114.310
Kolb
Einführung in die Musikwissenschaft A
07.114.010
Gräf
Sound-Design
07.114.200
13.00
14.00 Münch
Historische Satzlehre III
07.114.090
Münch
Musikalische Analyse im historischen Kontext
07.114.560
zur Nieden
Oberseminar BA und Staatsexamen
07.114.310
Gräf
Musiktheorie vor 1600
07.114.080 bzw. 07.114.140
Boschung
Operneinführungen gestalten
07.114.240

– Blockveranstaltung –
15.00
16.00 Gammert
Riemann und seine "Schüler". Zum Problem der Diskursivität in der Musiktheorie
07.114.540
Niedermüller
Versuch einer Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts
07.114.550
Banholzer
Form und musikalischer Satz
07.114.040
Kolb
Musik-Konzepte des
(Spät-)Mittelalters

07.114.080. bzw. 07.114.140
17.00
18.00 Krause
Richard Wagner und der Übergang zur Moderne
07.114.630 (zugleich Ü 07.114.520)
Kramer
Goethe und die Musik
07.114.160 bzw. 07.114.164
    Beer/Pietschmann
Kolloquium Master & Promotion
07.114.800
19.00

Zudem wird eine Blockveranstaltung von Frau Prof. Dr. Ursula Kramer angeboten:

Ü 07.114.250: "Realisierung eines Ausstellungskonzepts zum Thema Richard-Wagner-Rezeption in Darmstadt"
Termine: 1., 2., 4. und 5. Oktober, jeweils von 10.00-12.30 und von 13.30-16.00 Uhr
Ort: Räume der Theatersammlung in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (ehemaliges Hoftheater, Karolinenplatz)
Die Anmeldung zu diesem Kurs via JoGuStine ist nur vom 22.8.2012 (13.00 Uhr) bis zum 11.9.2012 (13.00 Uhr) möglich!!!

Achtung: Wegen unvorhersehbarer organisationtechnischer Schwierigkeiten findet diese Veranstaltung NICHT Anfang Oktober 2012 statt - ein genauer Ersatztermin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Vorlesungen

Musikgeschichte III (1600-1750), A. Beer
2-std., Mo 10:15-11:45

Die Vorlesung schließt sich chronologisch an diejenige des Sommersemesters an, umfasst also den Zeitraum ab der musikgeschichtlich besonders ereignisreichen Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Es geht hierbei um die wesentlichen Stationen der mitteleuropäischen Musikgeschichte, um Zusammenhänge, Namen, Gattungen, Institutionen und auch um übergreifende kultur- und geistesgeschichtliche Bezüge, von denen man wenigstens einmal etwas gehört haben muss. Daneben soll die Vorlesung (das ist ganz wichtig!) zu selbständiger Vertiefung anregen, zumal in den etwa 14 Sitzungen wirklich nur ein Überblick gegeben werden kann. Offiziell angemeldete Gasthörerinnen und Gasthörer sind willkommen. Nach oben

Musik im Bild – Bilder in der Musik, K. Pietschmann
2-std., Di 10:15-11:45

Bildquellen kommt in der Musikhistoriographie eine zentrale Bedeutung zu. Sie dokumentieren reale oder idealisierte Musiziersituationen und kommentieren in illustrierten Handschriften oder Drucken die Musiknotate auf einer zusätzlichen medialen Ebene. Traditionell befasst sich die Musikikonographie mit diesen Darstellungen, allerdings bieten sich auch andere emthodische Zugänge an. So befasst sich Vorlesung auch mit den mitunter komplexen Wechselbeziehungen von Bild und Musik, die sich immer wieder zu intermedialen Konfigurationen verdichten, etwa dann, wenn Musiknotate zu Bildbestandteilen werden oder sich Musik an Bildern orientiert – Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" sind nur eines von zahlreichen Experimenten dieser Art. In einem großen Längsschnitt vom antiken Griechenland bis zur klassischen Moderne (mit Exkursen bis in die Gegenwart) wird primär ein Überblick über die Hauptstränge der Musikikonographie angestrebt, jedoch zugleich jene grenzauslotenden Phänomene innerhalb beider Künste exemplarisch thematisiert. Nach oben

Versuch einer Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts, P. Niedermüller
2-std., Di. 16:15-17:45

Die Musikgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts stellt sich als eine komplexe Verflechtung disparater Phänomene dar. Auf der einen Seite herrscht eine Parallelität und Synchronizität von einem vor allem aus dem neunzehnten Jahrhundert ererbten "klassischen" Kanon und seiner steten Neuinterpretation, einer vor allem als Spezialistenkultur etablierten musikalischen Avantgarde, sowie mannigfaltigen Unterhaltungs- und Pop-Phänomenen. Auf der anderen Seite stellt sich die ohnehin berechtigte Frage, ob die Rede von einer musikalischen Nationalgeschichte überhaupt gerechtfertigt ist, in Zeiten der Globalisierung in neuer und verschärfter Weise.

Die Vorlesung stellt sich die Aufgabe, diese Pluralität in ihren Zusammenhängen und Unterschieden angemessen darzustellen. Nach oben

Proseminare

Quellen zur Musikgeschichte des 17. Jahrhunderts, A. Beer
2-std., Mo 12:15-13:45

In Verbindung mit der Musikgeschichtsvorlesung soll das Proseminar Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die nicht auf die Anhäufung bloßen Lehrbuchwissens abzielen. Der direkte Umgang mit Quellen der Zeit – seien es Lehrbücher oder sonstige theoretische Werke, literarische und ikonographische Zeugnisse, Inventare, Notendrucke und Handschriften – soll eine Vorstellung vermitteln von gesellschaftlichen Umgangsformen, kultureller Kommunikation und von den unterschiedlichen Facetten eines Weltbilds, in das musikalische und künstlerische Aktivitäten eingebunden waren. Daneben ist auch die Vermittlung des für das Verständnis historischer Vorgänge notwendigen Handwerkszeugs angestrebt – vom Verständnis einer „altertümlichen“ Sprache über paläographische Grundlagen bis hin zur Nutzung moderner Referenzwerke.Nach oben

Musik im Bild – Bilder in der Musik, K. Pietschmann
2-std., Di 12:15-13:45

Das Proseminar vertieft Einzelaspekte der Vorlesung. Einen besonderen Schwerpunkt werden Musiknotate in Bildern sowie die Bildlichkeit von musikalischer Notation in der frühen Neuzeit darstellen. Nach oben

Goethe und die Musik, U. Kramer
2-std., Di 18:15-19:45

Goethes Verbindungen und Beziehungen zur Musik sind vielfältigster Art. Von früher Jugend an mit Musik in Verbindung gekommen, hat er Libretti für das zeitgenössische musikalische Theater geschrieben und schließlich in Weimar als Intendant gewirkt; er hat Volkslieder gesammelt und eine Tonlehre verfasst. Aber vor allem wurden seine Gedichte immer wieder vertont, und seine Faust reizte gleich mehrere Komponisten zur kreativen Auseinandersetzung.
Das Seminar möchte anhand der verschiedenen Facetten von Goethes musikalischen Aktivitäten einerseits einen Einblick in die Lebens- und Schaffenszeit des Dichters geben und seine Werke vor den damaligen spezifischen Produktionsbedingungen diskutieren, zum anderen aber auch das gewichtige Phänomen der Rezeption von Goetheschen Texten in der Musikgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts thematisieren.

Literatur:
Wilhelm Bode, Die Tonkunst in Goethes Leben. 2 Bände, Berlin 1912
Tina Hartmann, Goethes Musiktheater. Tübingen 2004
Gabriele Busch-Salmen (Hg.), Musik und Tanz in den Bühnenwerken. Stuttgart 2008 (Goethe Handbuch Supplemente Band 1) Nach oben

Rap in Deutschland, T. Hindrichs
2-std., Do 10:15-11:45

Weitere Informationen werden ergänzt. Nach oben

Hauptseminare

Musikkritik im 18. Jahrhundert, A. Beer
2-std., Mi 10:15-11:45

Die Konfrontation einer im stetigen Zuwachs befindlichen musikinteressierten und -ausübenden Öffentlichkeit mit einem in noch größerem Umfang anwachsenden Strom neuer Musikalien und auch theoretischer Werke führte im Verlauf des 18. Jahrhunderts zu unterschiedlichen Formen der Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen, und dies insbesondere im Nord- und Mitteldeutschen Raum. Die unterschiedlichen Kriterien und bisweilen widerstreitenden Positionen vor dem Hintergrund einer sich ausbreitenden und ausdifferenzierenden Medienlandschaft sollen anhand ausgewählter Beispiele erkannt, diskutiert und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das musikalische Denken und der sich formenden musikalischen Ästehtik erarbeitet werden. Nach oben

Richard Wagner und der Übergang zur Moderne, Andreas Krause
2-std., Mo 18:15-19:45

Wirkungsgeschichtlich ist wohl kein Komponist des 19. Jahrhunderts mit Richard Wagner vergleichbar. Und dies weit über den engeren Horizont der Musik hinaus, wo bereits die von der musikalischen Moderne im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts gesetzte Bruchlinie vor allem durch die Auseinandersetzung mit dessen Tonsprache stimuliert wurde. Aber auch Jugendstil und Symbolismus, die über die Kunstrichtung hinaus eher als Lebenshaltung einer ganzen Generation betrachtet werden müssen, sind bis hin zum Kreis um Stefan George ohne die Rezeption von Tristan und Parsifal undenkbar. Das Problematische dieses Einflusses wurde indes mehrfach formuliert, früh durch Nietzsche etwa, später – indem es dessen Emigration provozierte – durch Thomas Mann in seiner legendären Rede über „Leiden und Größe Richard Wagners“, gehalten 1933 kurz vor dem Weg in die Katastrophe des Dritten Reiches, das zu seiner Legitimation den für Wagners Werk zentralen Begriff der 'Erlösung' politisch pervertierte.
In der Veranstaltung, die eine Verbindung von Hauptseminar und Übung darstellt, soll dieses Spektrum an ausgewählten Beispielen gemeinsam erarbeitet und vertieft werden. Nach oben

Oberseminar

Kolloquium Master & Promotion, A. Beer und K. Pietschmann
2-std., Fr 18:15-19:45 Nach oben

Oberseminar BA und Staatsexamen, G. zur Nieden
2-std., Mi 14:15-15:45 Nach oben

Übungen

Form und Analyse, St. Münch
2-std., Mo 8:30-10:00

Theorien tonaler Musik und handwerkliche Praxis (Generalbass, Fundamentalbass, Harmonielehre, Formenlehre); Analysemethoden und musiktheoretische Konzepte (exemplarische Einblicke), einfache Höranalyse mit gehörbildenden Übungen.
Profunde Kenntnisse der Allgemeinen Musiklehre werden vorausgesetzt. Nach oben

Historische Satzlehre I, St. Münch
2-std., Di 08:30-10:00

Alte Tonarten (Kirchentonarten etc.), Analysen, Stilkopien, Techniken der mittelalterlichen Mehrstimmigkeit; dabei Einblicke in die Notation der mittelalterlichen Ein- und Mehrstimmigkeit.
Profunde Kenntnisse der Allgemeinen Musiklehre werden dringend vorausgesetzt. Nach oben

Repertoirekunde, A. Beer
2-std., Mi 08:15-09:45

Die Übung soll Grundkenntnisse und Orientierungshilfen vermitteln im Blick auf die vokalen und instrumentalen Gattungen bzw. Besetzungsformen, die sich seit dem Mittelalter entwickelten. Hierbei werden speziell auch Wege zur eigenständigen Erschließung aufgezeigt, eine Erweiterung der Hörerfahrung und Sicherheit im Umgang mit Grundlagenliteratur und im terminologischen Bereich angestrebt. Die Erarbeitung der einzelnen thematischen Schwerpunkte erfolgt in Form von (Gruppen-)Referaten über die wissenschaftlichen Referenz- und Nachschlagewerke sowie Kurzprotokollen über das von Sitzung zu Sitzung selbst anzueignende Repertoire. In der ersten Sitzung wird die Aufgabenverteilung erfolgen. Nach oben

Fragestellungen und Methoden der Musikwissenschaft, K. Pietschmann
2-std., Mi 10:15-11:45

Das Proseminar führt exemplarisch in zentrale Fragestellungen und Methoden des Faches Musikwissenschaft ein. In enger inhaltlicher Kopplung an die Übung Repertoirekunde werden folgende Themenbereiche in den Blick zu nehmen sein: Quellenkunde und Editionstechnik, Biographik, Rezeptionsforschung, kulturanthropologische Ansätze, Interpretationsforschung sowie sozioökonomische Aspekte des Musiklebens. Nach oben

Einführung in die Musikwissenschaft B, B. Over
2-std., Fr 10:15-11:45

Was ist, was will, kann und soll Musikwissenschaft? Diesen gar nicht so banalen (und historisch ganz unterschiedlich beantworteten) Fragen auf den Grund zu gehen, ist das Anliegen der Veranstaltung, die in dieser Hinsicht am Beginn des Studiums eine erste Orientierung über Aufgaben, Arbeitsweisen und Interessen des Faches bieten möchte. Einerseits sollen dabei Geschichte und Systematik der Disziplin vorgestellt sowie die Vielfalt an Methoden und Forschungsansätzen diskutiert werden, ehe im zweiten (Haupt-)Teil des Kurses Aspekte der musikalischen Überlieferung (vom Autograph bis zur Kritischen Gesamtausgabe), der Rezeption und des Schreibens über Musik (von historischen Darstellungen bis hin zu aktueller Tagespresse, dem Programmhefttext und CD-Booklet, von populärer Publizistik bis hin zu Forschungsliteratur) ins Blickfeld rücken.
Zugleich geht es in dieser Übung aber auch darum, ganz konkret das wissenschaftliche "Handwerkszeug" zu erlernen und anhand exemplarischer Beispiele aktiv und praktisch zu erproben: Die wichtigsten Recherchemöglichkeiten und -strategien, die Arbeit mit verschiedenen musikbezogenen Quellen und der Umgang mit gedruckten bzw. elektronisch zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Hilfsmitteln wie Lexika, Enzyklopädien und Verzeichnissen stehen ebenso auf dem Programm wie die Techniken des Zitierens, das korrekte Anlegen von Bibliographien, das Entwickeln eines spezifischen Problembewusstseins und musikhistorischer Fragestellungen und das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten. Nach oben

MIDI und Notation, A. Gräf
2-std., Fr 10:15-11:45, Pfeifferweg 12

In der Übung beschäftigen wir uns mit der Verarbeitung verschiedener symbolischer Musik-Repräsentationen im Computer. Beispiele dafür sind der standardisierte MIDI-Code (Musical Instrument Digital Interface) sowie die verschiedenen für musikalische Notation verwendeten Datenformate, z.B. MusicXML und Lilypond. Es wird eine Einführung in die theoretischen Grundlagen ergeben, wonach wir uns mit Arbeiten am PC die entsprechenden Konzepte und Techniken auch an praktischen Beispielen erarbeiten. Nach oben

Methoden der Musikwissenschaft (Vertiefung), U. Kramer
2-std., Mi 12:15-13:45

Das Fach Musikwissenschaft spielt aufgrund seines spezifischen Gegenstandes (Musik) eine Sonderrolle unter den historischen Disziplinen; dennoch wird sie seit einigen Jahren zu Recht verstärkt in einen umfassenderen Verbund der sie begleitenden und tangierenden historisch-kulturwissenschaftlichen Fächer einbezogen. Damit geht auch eine Erweiterung der Methoden und Fragestellungen im Umgang mit den musikalisch/musikwissenschaftlichen Inhalten einher. Die Veranstaltung wird exemplarisch für verschiedene Epochen und Gattungen diese Verlagerungen von Perspektiven nachvollziehen; sie will damit dazu beitragen, den im Bachelor-Studium angeeigneten Methoden-Fundus in Richtung auf interdisziplinäre Perspektiven zu erweitern. Nach oben

Einführung in die Musikwissenschaft A, F. Kolb
2-std., Do 12:15-13:45

Was ist, was will, kann und soll Musikwissenschaft? Diesen gar nicht so banalen (und historisch ganz unterschiedlich beantworteten) Fragen auf den Grund zu gehen, ist das Anliegen der Veranstaltung, die in dieser Hinsicht am Beginn des Studiums eine erste Orientierung über Aufgaben, Arbeitsweisen und Interessen des Faches bieten möchte. Einerseits sollen dabei Geschichte und Systematik der Disziplin vorgestellt sowie die Vielfalt an Methoden und Forschungsansätzen diskutiert werden, ehe im zweiten (Haupt-)Teil des Kurses Aspekte der musikalischen Überlieferung (vom Autograph bis zur Kritischen Gesamtausgabe), der Rezeption und des Schreibens über Musik (von historischen Darstellungen bis hin zu aktueller Tagespresse, dem Programmhefttext und CD-Booklet, von populärer Publizistik bis hin zu Forschungsliteratur) ins Blickfeld rücken.
Zugleich geht es in dieser Übung aber auch darum, ganz konkret das wissenschaftliche "Handwerkszeug" zu erlernen und anhand exemplarischer Beispiele aktiv und praktisch zu erproben: Die wichtigsten Recherchemöglichkeiten und -strategien, die Arbeit mit verschiedenen musikbezogenen Quellen und der Umgang mit gedruckten bzw. elektronisch zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Hilfsmitteln wie Lexika, Enzyklopädien und Verzeichnissen stehen ebenso auf dem Programm wie die Techniken des Zitierens, das korrekte Anlegen von Bibliographien, das Entwickeln eines spezifischen Problembewusstseins und musikhistorischer Fragestellungen und das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten. Nach oben

Sound-Design, A. Gräf
2-std., Fr 12:15-13:45, Pfeifferweg 12

Thema der Übung ist die Erstellung musikalischer Klänge und spezieller Klangeffekte mit den Methoden der digitalen Klangsynthese. Hierzu lernen wir die freie (Open-Source) Software "Pure Data" (http://puredata.info/) kennen, und beschäftigen uns mit gängigen Verfahren, um verschiedene Arten von Klängen mit dem Computer zu synthetisieren und zu verändern. Nach oben

Einführung in die Musikwissenschaft, F. Kolb
2-std., Do. 12:15-13:45

Was ist, was will, kann und soll Musikwissenschaft? Diesen gar nicht so banalen (und historisch ganz unterschiedlich beantworteten) Fragen auf den Grund zu gehen, ist das Anliegen der Veranstaltung, die in dieser Hinsicht am Beginn des Studiums eine erste Orientierung über Aufgaben, Arbeitsweisen und Interessen des Faches bieten möchte. Einerseits sollen dabei Geschichte und Systematik der Disziplin vorgestellt und diskutiert werden, ehe Aspekte der musikalischen Überlieferung (vom Autograph bis zur Kritischen Gesamtausgabe), der Rezeption und des Schreibens über Musik ins Blickfeld rücken.
Insbesondere geht es in dieser Übung aber auch darum, ganz konkret das wissenschaftliche ›Handwerkszeug‹ zu erlernen und anhand exemplarischer Beispiele aktiv und praktisch zu erproben: Die wichtigsten Recherchemöglichkeiten und -strategien, die Arbeit mit verschiedenen musikbezogenen Quellen und der Umgang mit gedruckten bzw. elektronisch zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Hilfsmitteln wie Lexika, Enzyklopädien und Verzeichnissen stehen ebenso auf dem Programm wie die Techniken des Zitierens, das korrekte Anlegen von Bibliographien, das Entwickeln eines spezifischen Problembewusstseins und musikhistorischer Fragestellungen sowie das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten. Nach oben

Historische Satzlehre III, St. Münch
2-std., Mo. 14:15-15:45

Analyse und Stilkopie zur Musik des 17. und 18. Jahrhunderts: Generalbasslehre als Kompositionslehre, Vokalkomposition und Rhetorik, durmolltonale Harmonik, Instrumentalsatz der »Klassik«; dabei Einblicke in das musiktheoretische Schrifttum des 18. Jahrhunderts. Nach oben

Musikalische Analyse im historischen Kontext, St. Münch
2-std., Di 14:15-15:45

Die Lehrveranstaltung verdeutlicht an einigen repräsentativen Beispielen den (erkenntnistheoretisch banalen und zugleich immer wieder verfänglichen) Sachverhalt, dass Ergebnisse einer musikanalytischen bzw. musiktheoretischen Betrachtung von musikalischen Kunstwerken entscheidend abhängig sind von der methodischen Herangehensweise und dem Erkenntnishorizont des Betrachters, d.h. von geschichtlichen Determinanten. Als in Frage kommende Arbeitsgebiete stehen vorschlagsweise die Musik und Musiktheorie der Renaissance, der Musikalischen Klassik, des 19. und 20. Jahrhunderts im Raum. Interessant könnten in diesem Zusammenhang auch verschiedene historisch überlieferte Dispute und Auseinandersetzungen um einzelne Komponisten und ihr Werk bzw. deren Stil sein, bei denen durch die Betrachtung aus speziellen Perspektiven bestimmte ästhetische Urteile resultierten. Nach oben

Musiktheorie vor 1600, A. Gräf
2-std., Do 14:15-15:45

Thema der Übung sind die musiktheoretischen Ansätze von Pythagoras, Euklid, Aristoxenos, Ptolemäus und anderen antiken Musiktheoretikern. Schwerpunkt ist dabei eine systematische Analyse, bei der die zugrundliegenden mathematischen Gesetzmäßigkeiten dieser Ansätze untersucht und deren Auswirkungen auf die abendländische Musik betrachtet werden. Insbesondere beschä ftigen wir uns mit den resultierenden Stimmungen, Skalen und Modi in der Musik. Nach oben

Operneinführungen gestalten, M. Boschung
4-std., Fr 14:15-17:45

In Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Wiesbaden und den Dramaturgen Karin Dietrich und Stephan Steinmetz werden wir Einblicke in die Arbeit eines Dramaturgen und speziell ins Themenfeld "Einführugen in Musiktheaterveranstaltungen" erhalten. Nach einer thematischen Einarbeitungsphase werden wir im Staatstheater Proben zu Donizettis Lucia di Lammermoor besuchen und mit Dramaturg und Regisseurin Fragen der Inszenierung diskutieren. Danach sollen durch die Studierenden im Kurs Werkeinführungen erstellt werden, die dann an den jeweiligen Aufführungsabenden im Foyer des Theaters dem Publikum vorgestellt werden. Nach oben

Riemann und seine "Schüler". Zum Problem der Diskursivität in der Musiktheorie, J. Gammert
2-std., Mo 16:15-17:45

Einen wichtigen Aspekt im Aufbaumodul Master Musikwissenschaft stellt die Reflexion von Methoden dar. In der Übung zur Musiktheorie als Kulturwissenschaft wird in diesem Semester die Rezeption des Werkes Hugo Riemanns im Fokus stehen.
Die Ideen und Konzepte Hugo Riemanns spielen und spielten seit Ende des 19./ Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem im deutschsprachigen Raum – aber auch in anderen europäischen Ländern – eine wesentliche Rolle für die Musiktheorie und die musikalische Analyse. Dabei wurden die durchaus vielfältigen Ansätze Musik zu beschreiben oder zu denken im Umfeld und vor allem in der "Nachfolge" Riemanns unterschiedlich aufgenommen und weitergeführt. Dieser Geschichte zwischen Inspiration,Transformation und Usurpation soll an einigen ausgewählten Beispielen nachgegangen werden (unter anderem Sigfrid Karg-Elert und Hermann Grabner). Im Vordergrund werden Fragen nach den Bedingtheiten des musiktheoretischen Diskurses der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stehen. Nach oben

Form und musikalischer Satz, J. Banholzer
2-std., Mi 16:15-17:45

Weitere Informationen werden ergänzt. Nach oben

Musik-Konzepte des (Spät-)Mittelalters, F. Kolb
2-std., Do 16:15-17:45

In dieser Übung wollen wir uns den vielfältigen Facetten und Manifestationen des Musikverständnisses im (Spät-)Mittelalter, insbesondere dem 13., 14. und anbrechenden 15. Jahrhundert, nähern. Gegenstand wird hierzu neben der Lektüre musiktheoretischer Texte im engeren Sinne auch das Konsultieren von theologischen und philosophischen, belletristischen und dokumentarischen Schriften sowie von ikonographischen Quellen sein. Nicht zuletzt sind freilich auch signifikante Beispiele komponierter Musik zu berücksichtigen, in denen sich ihrerseits spezielle Musik-Konzepte manifestieren. Auch die Frage nach Überlieferungsformen mittelalterlicher Musik ist zu stellen. Nach oben