Wintersemester 2008/2009

Übersichtsplan

Vorlesung - Proseminar - Hauptseminar - Oberseminar - Übung

 

 

Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
8.00

 

Musik in Berlin während der Weimarer Republik Musikgeschichte im Überblick II (15. bis 17. Jahrhundert) Formenlehre: Sonaten-Formen    
9.00

 

Harmonielehre I
10.00

 

Deutsche Instrumentalmusik im 17. Jahrhundert Proseminar zur Vorlesung (ausgewählte Aspekte der Musikgeschichte des 15.-17. Jahrhunderts) "The song remains the same?" - Cover-Versionen in der Popmusik Einführung in die Musikwissenschaft (Kurs A) Sylvius Leopold Weiss
11.00

 

12.00

 

Mozarts da-Ponte-Opern Methoden der Musikwissenschaft an den Beispielen von Hans Pfitzner und Britney Spears erläutert Computer-Musik Einführung in die Musikwissenschaft (Kurs B) Mathematische Musiktheorie Form und musikalischer Satz sowie Grundlagen musikalischer Formenlehre
13.00

 

14.00

 

14.00-14.45
Kontrapunkt III
Die Sinfonie um 1800 Oberseminar Algorithmische Komposition "A bit of the old Ludwig van" - Präexistente Musik als Filmmusik Italienisch für Musikwissenschaftler
15.00 14.45-15.30
Harmonielehre III
16.00

 

15.30-16.15
Formenlehre:
Elementare und Lied-Formen
Kompositorische Wechselwirkungen zwischen Zeichensystem und Musik: von der Gedächtnisstütze bis zur exakten Determination 16.00-19.00
Generalbass I und Partiturspiel I
Filmmusik
17.00

 

16.45-17.30
Gehörbildung II
18.00 17.30-18.15
Instrumentation
Hugo Riemann und Guido Adler: Historische Musikwissenschaft um 1900  
19.00      

 

Vorlesungen

Musikgeschichte im Überblick II, A. Beer
2-std., Di 8-10

Die Vorlesung umfasst den Zeitraum von etwa 1400 bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts. Es geht hierbei um die wesentlichen Stationen der mitteleuropäischen Musikgeschichte, um Zusammenhänge, Namen, Gattungen, Institutionen und auch um übergreifende kulturgeschichtliche Bezüge, von denen man wenigstens einmal etwas gehört haben muss. Daneben soll die Vorlesung zu selbständiger Vertiefung anregen, zumal in den etwa 14 Sitzungen wirklich nur ein Überblick gegeben werden kann. Der Besuch des sich anschließenden Proseminars zum gleichen Thema wird empfohlen und vor allem denjenigen Studierenden nahegelegt, die sich über die Vorlesung prüfen lassen wollen. Offiziell angemeldete GasthörerInnen sind willkommen. [ECTS: 3]

Die Sinfonie um 1800, C. Hust
2-std., Di 14-16

Johann Adam Hiller schrieb 1792, die Sinfonie sei mittlerweile "so bekannt und gewöhnlich, daß darüber mehr zu sagen unnöthig ist." Trotzdem wird die Vorlesung einige Aspekte der Sinfoniegeschichte zur Sprache bringen und möchte so Teile jener "verlorenen Selbstverständlichkeiten" rekonstruieren. Dabei geht es um die Zeit, in der die Sinfonie vorerst unwiderruflich zur Spitze der Gattungshierarchie der Instrumentalmusik erklärt wurde. Das macht einen mehrdimensionalen Ansatz nötig: Wir werden uns einerseits mit der Kompositionsgeschichte befassen, andererseits mit der ästhetischen Diskussion , aber auch mit Fragen des sozialen, kulturellen und politischen Gattungsrenommees und -bildes, Aufführungsstatistiken, mit der charakteristischen Sinfonie und der Diskussion um den semantischen Gehalt der Instrumentalmusik usw. Dabei wird sich herausstellen, dass verschiedene europäische Zentren der Sinfonik nebeneinander bestanden und dadurch unterschiedliche Konzeptionen der Gattung in einen Dialog traten. [ECTS: 3]


Proseminare

Deutsche Instrumentalmusik im 17. Jahrhundert, A. Beer
2-std., Mo 10-12

Das Proseminar soll einen Überblick vermitteln über die unterschiedlichen Formen und Gattungen der Instrumentalmusik jenes Zeitraums und zudem dazu beitragen, die Namen der (vielfach im Vergleich zu denen späterer Epochen weniger bekannten) Komponisten geläufig werden zu lassen, wobei selbstverständlich die Rahmenbedingungen für das Entstehen musikalischer Werke ebenfalls zu berücksichtigen sind. [ECTS: 5]

Proseminar zur Vorlesung (ausgewählte Aspekte der Musikgeschichte des 15.-17. Jahrhunderts), A. Beer
2-std., Di 10-12

Ziel des Proseminars ist die Vertiefung ausgewählter, in der Überblicksvorlesung (siehe dort!) nur zu streifender Aspekte mit Hilfe des Referats. Voraussetzung zur Teilnahme ist der Besuch der Vorlesung. [ECTS: 5]

Methoden der Musikwissenschaft an den Beispielen von Hans Pfitzner und Britney Spears erläutert, D.P. Balestrini
2-std., Di 12-14

Zielgruppen: Diese Lehrveranstaltung richtet sich an Studentinnen und Studenten, die sich einen Überblick über methodische Zugänge im wissenschaftlichen Umgang mit Musik im weitesten Sinne erarbeiten möchten. Im Magisterstudiengang handelt es sich um ein Proseminar, in dem ein Schein im Bereich der historischen Musikwissenschaft erarbeitet werden kann. Im Bachelor-Studiengang gilt diese Lehrveranstaltung als Methodikseminar für Modul 1.
Leitfrage und Arbeitsweise: Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Wie. Wie kann man Musik erforschen? Drei Arten intellektueller Mitarbeit werden von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erwartet.
1. Wir werden „tertiäre“ Forschung (d.h. Forschung über Forschung) zu unserer Fragestellung lesen und diskutieren. 2. Wir werden Beispiele für bestimmte Forschungsansätze (also Forschungsliteratur im engeren Sinne) näher anschauen. 3. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in Form von Referaten und Hausarbeiten Beispiele für die Umsetzung einzelner Methoden besprechen und ausprobieren. Die Aneignung von „Basiswissen“ über Hans Pfitzner und Britney Spears wird lediglich eine Nebenrolle in der Lehrveranstaltung spielen.
Sinn: Sowohl im Magisterstudiengang als auch im neuen B.A./M.A.-System müssen Studierende Methoden und Zugänge zur Untersuchung von bestimmten Sachverhalten, Fragen, Problemen usw. selbst auswählen, entwickeln und sachbezogen rechtfertigen. Die Seminare und Themen, die man im Studium aussucht, ergeben sich häufig aufgrund persönlicher Interessen und anderer Rahmenbedingungen. Aber wie genau man mit einem bestimmten Thema oder einer bestimmten Frage umgeht - wie man das Thema letztlich „anpackt“ - bleibt häufig eine quälende Frage im Laufe einer Lehrveranstaltung. Durch ein geschärftes Bewusstsein für die Existenz methodischer Möglichkeiten und Traditionen im eigenen Fach (und in verwandten Fächern) sollten Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Lehrveranstaltung später bei der eigenständigen Lösung von anspruchsvollen musikwissenschaftlichen Fragestellungen auf konkretere und (hoffentlich) zahlreichere Ideen kommen können, wie sie das eigene Denken und Argumentieren sachgerecht durchführen und präsentieren können.
Anmeldung: Die Kursanmeldung (mit verbindlicher Vergabe von Referats- und Hausarbeitsthemen) findet am Montag, den 15. September, ab 9:30 Uhr am Musikwissenschaftlichen Institut statt. Anmeldungen werden auch danach am Institut angenommen, sofern noch nicht alle Plätze und Themen vergeben sind.[ECTS: 5]

Hugo Riemann und Guido Adler: Historische Musikwissenschaft um 1900, T. Hindrichs
2-std., Di 18-20

Nachdem Hugo Riemann und Guido Adler um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ihre jeweiligen Rufe auf Professuren erhielten (Riemann in Leipzig, Adler in Wien), avancierten beide zu wesentlichen Protagonisten des (jetzt endlich auch) akademisch institutionalisierten Fachs Musikwissenschaft. So sehr beiden gleichermaßen daran gelegen war, die wissenschaftstheoretischen Grundlagen und methodischen Voraussetzungen musikwissenschaftlichen Arbeitens zu reflektieren und zu systematisieren, so unterschiedlich stellen sich insbesondere ihre jeweiligen Konzepte zu Zweck und Aufgabe von Musikgeschichtsschreibung dar. Während Riemann durch eine primär musikphilologische Herangehensweise „formal logische Gesetze” der Musik ergründete, suchte Adler vor allem mit Hilfe von Stilvergleichen eine „Logik der Tatsachen”, denen er (notwendigerweise) eine „Folgerichtigkeit” im musikhistorischen Ablauf unterstellen musste.
Wenngleich in jüngerer Zeit neue – und zum Teil entscheidend andere – geschichtstheoretische Wissenschaftskonstruktionen sukzessive auch in der Musikwissenschaft Einzug halten, so sind die musikhistorischen Richtungsweisungen von Riemann und Adler noch immer wirksam und bestimmen auch das heutige Verständnis von historischer Musikwissenschaft nach wie vor mit. Gegenstand dieses Seminars soll dementsprechend einerseits die wissenschaftstheoretische Reflektion dessen sein, wie historische Musikwissenschaft aktuell überhaupt zu bestimmen sei, andererseits kann dies freilich nur auf Grundlage einer Selbstvergewisserung der musikhistorisch-methodischen Tradition des Fachs geschehen, die zu einem wesentlichen Teil an eben jenen historischen Konzepten Hugo Riemanns und Guido Adlers anzuknüpfen ist. [ECTS: 5]

Literatur:

Guido Adler, Methode der Musikgeschichte, Leipzig: Breitkopf & Härtel 1919.

 

Hugo Riemann, Grundriß der Musikwissenschaft, Leipzig: Quelle & Meyer ²1914.

 

Hugo Riemann (1849–191): Musikwissenschaftler mit Universalanspruch, hrsg. v. Tatjana Böhme-Mehner und Klaus Mehner, Köln, Weimar, Wien: Böhlau 2001 [darin insbesondere die Aufsätze von Barbara Boisits (S. 17–29) und Jirí Fukac (S. 59–68)].

 

Per Kjetil Farstad, German Galant Lute Music in the 18th Century, Göteborg: Göteborg University 2000 (= Skrifter från Institutionen för Musikvetenskap, Göteborgs Universitet; 58).

 

Thomas S. Kuhn, Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2001 (= Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 25).

 

Mary Fulbrook, Historical Theory, London, New York: Routledge 2002.

 

Richard Taruskin, Introduction: The History of What?, in ders., The Oxford History of Western Music, Band 1, Oxford usw.: OxfordUP 2005, S. XXI-XXXIII.

 

Gary Tomlinson: Monumental Musicology, Rezension zu Richard Taruskins History, in: Journal of the Royal Musical Association 132/2 (2007), S. 349-374.

"The song remains the same?" - Cover-Versionen in der Popmusik, P. Niedermüller
2-std., Mi 10-12, Beginn am 22. Oktober 2008

Cover-Versionen, d. h. die Neuaufnahme oder -darbietung eines bereits vorhandenen Songs durch einen anderen Interpreten, nehmen in Popmusik eine bedeutende Stellung ein, wie ihr nicht übersehbares Vorhandensein belegt. Das Phänomen ist dabei keineswegs auf die kommerzielle Strategie beschränkt, ein erfolgreiches Vorbild simpel zu kopieren oder gar im noch platteren eingängigeren Gewand zu präsentieren. Oft leitet die Ehrbezeigung vor einem Vorbild die Musiker, oder Songs werden in einen anderen Stil überführt oder musikalisch anderweitig überformt.
Coverversionen bieten sich also zu einer stilübergreifenden Einführung in die Erforschung der Popmusik an. Vor allem können an ihnen bedeutsame Züge des Selbstverständnis von Popmusik gezeigt werden: So werden in Coverversionen bewußt Traditionen entworfen, sie spiegeln also das historische Dimension der Popmusik. Auch kann an ihnen der "Werkbegriff" der Pop- und Rockmusik studiert werden, da sie zeigen in wie weit die musikalische Struktur eines Songs verändert werden kann, ohne daß dieser seine Identität verliert.
Gegenstand jedes Kurzreferats ist der Vergleich zweier Versionen eines Songs. Eine entsprechende Liste mit Themen hängt am schwarzen Brett aus. Wenn Sie eines der Themen übernehmen möchten, kommen Sie bitte in die Sprechstunde (Mi 14-16 Uhr, 01 175). Neben den formalen gelten folgende inhaltliche Teilnahmevoraussetzungen: ausgezeichnete Kenntnisse der englischen Sprache und ein souverän gebildetes Gehör (es existiert kein Notenmaterial!). [ECTS: 5]

Literatur:

Marc Pendzich, Von der Coverversion zum Hit-Recycling. Historische, ökonomische und rechtliche Aspekte eines zentralen Phänomens der Pop- und Rockmusik (= Populäre Musik und Jazz in der Forschung 11), Münster u. a. ²2008.

Computer-Musik, A. Gräf
2-std., Mi 12-14

Die Multimedia-Technik hält heute durch digitales Radio und Fernsehen und das Internet Einzug in viele Lebensbereiche. Wenig bekannt ist jedoch, dass der Grundstein der modernen Kommunikations- und Signalverabeitungs-Techniken bereits in den 1950ern z.B. in den Forschungslaboratorien von AT&T und MIT gelegt wurde und dass dabei die Computer-Musik eine wichtige Rolle gespielt hat. Damals enstanden bereits die ersten Digital/Analog-Wandler, mit denen sich Zahlenreihen in hörbare Klänge verwandeln lassen (heute als Soundkarten bezeichnet, seinerzeit waren diese allerdings so groß wie Kühlschränke!), die ersten algorithmischen Kompositions-Programme und symbolischen Darstellungen von Musik im Computer, und auch wesentliche Grundkonzepte der digitalen Signalverarbeitung, die bis heute ihre Gültigkeit behalten haben. Im Proseminar untersuchen wir die Bedeutung dieser Ansätze für die Computer-Musik-Technik im Speziellen als auch die Multimedia-Technik im Allgemeinen. [ECTS: 5]

Sylvius Leopold Weiss, T. Hindrichs
2-std., Fr 10-12

Seiner spielerischen Virtuosität wie auch seiner kompositorischen Fähigkeiten wegen gilt der Dresdner Hoflautenist Sylvius Leopold Weiss (1686–1750) gleichsam als ‚Zenit’ in der Geschichte der Lautenmusik, ein Urteil, das sich bereits in der zeitgen&puml;ssischen Rezeption des „vielleicht größten Lautenisten, der jemals gelebt hat” (Johann Mattheson, 1727) widerspiegelt. In seinen Werken – größtenteils Suiten – synthetisiert Weiss italienische und französische Stilelemente zu einer eigenen Musiksprache: Während besonders die Präludien in einer französischen Tradition zu verorten sind, folgen die konsequent organisierte Harmonik und eine ausgesprochen kantable Melodiebildung italienischen Vorbildern.
In diesem Seminar soll zunächst das soziale und kulturelle Umfeld von Sylvius Leopold Weiss am Dresdner Hof genauer aufgearbeitet werden, vor allem aber sollen Weiss’ Kompositionen einer detaillierten Untersuchung unterzogen und in einen übergeordneten musikhistorischen Kontext eingebettet werden. Allerdings hat Weiss zu seinen Lebzeiten, mit einer Ausnahme, keine seiner Kompositionen in Druck gegeben, denn, wie er 1741 in einem Brief schrieb, „so lange mann eine Sache allein hat, so ist Sie immer schön und neü, ich meines Ortes werde es auch so halten” – aus diesem Grund soll im Seminar auch eine kurze Einführung in die entsprechenden Notationsformen (Tabulaturen) gegeben werden. [ECTS: 5]

Literatur:

Josef Klima, Sylvius Leopold Weiss, 1686–1750: Kompositionen für die Laute, Quellen und Themenverzeichnis, Wien: Wiener Lautenarchiv 1975.

 

Douglas Ailton Smith, Sylvius Leopold Weiss: Master Lutenist of the German Baroque, in: Early Music 8 (1980), S. 47–58.

 

Ulrike Neu, Harmonik und Affektgestaltung in den Lautenkompositionen von Sylvius Leopold Weiß, Frankfurt am Main usw.: Peter Lang 1995 (= Europäische Hochschulschriften 36/141).

 

Per Kjetil Farstad, German Galant Lute Music in the 18th Century, Göteborg: Göteborg University 2000 (= Skrifter från Institutionen för Musikvetenskap, Göteborgs Universitet; 58).

 

Sylvius Leopold Weiss, Sämtliche Werke für Laute in Tabulatur und Übertragung, Bd. 1-4 (enthält die Mss. aus GB-Lbl) hrsg. von D. A. Smith, Frankfurt am Main: Peters 1983-1990; Bd. 5-8 (enthält die Mss. aus D-Dl), hrsg. von Tim Crawford, Kassel usw.: Bärenreiter 2002ff. [bisher: Bd. 5 und 6, 2002]).

 

Sylvius Leopold Weiss, Intavolatura di liuto, bearbeitet für Gitarre von Ruggero Chiesa, Mailand: Ricordi 1976.

 

Willi Apel, Die Notation der polyphonen Musik 900-1600, Leipzig: Breitkopf & Härtel 1962 [hierin Kapitel IV, S. 60-92].


Hauptseminare

Musik in Berlin während der Weimarer Republik, A. Beer
2-std., Mo 08-10, Beginn am 27: Oktober 2008

Das vielfältige, zum einen von langen Traditionen, zum anderen vom „Zeitgeist“ geprägte Musikleben der Metropole Berlin soll mit Hilfe von Referaten aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden, wobei die Rolle der einzelnen tragenden Institutionen ebenso zur Sprache kommen wird wie das Wirken prägender Persönlichkeiten - dies jeweils vor dem Hintergrund der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen. Ziel des Seminars ist überdies, zu selbständigen, wissenschaftlich tragfähigen Fragestellungen zu gelangen. [ECTS: 5]

Mozarts da-Ponte-Opern, U. Kramer
2-std., Mo. 12-14, Beginn am 20 Oktober 2008

Mit seinen drei in Wien geschriebenen Musiktheaterwerken Le Nozze di Figaro (1786), Don Giovanni (1787) und Cosi fan tutte (1790) nach Texten des italienischen Librettisten Lorenzo da Ponte hat Mozart den gewichtigsten Beitrag auf dem Gebiet des Dramma giocoso bzw. der Opera buffa, der heiteren bis komischen Oper, geleistet.
Im Zentrum des Seminars steht die eingehende Beschäftigung mit den Werken selbst, ihrer spezifischen Dramaturgie ebenso wie ihren individuellen musikalischen Lösungen, mit denen Mozart sein zeitgenössisches (Wiener) Umfeld weit hinter sich ließ.
Indem wir der sehr unterschiedlichen Gestalt dieser drei Opern im Einzelnen nachgehen, ergibt sich zugleich die Chance, Licht auf wesentliche zeit- wie kulturgeschichtliche Phänomene des späten 18. Jahrhunderts zwischen Politik und privaten Amouren zu werfen.
Für die Theaterwissenschaftler und den interessierten Studierenden ist die (reichhaltige) Möglichkeit gegeben, aktuelle Inszenierungen der Werke in individuellen oder vergleichenden Aufführungsanalysen zu diskutieren. In Einzefällen ist der Erwerb eines systematischen Scheines möglich. Dafür bitte vorab mit mir in Verbindung setzen (über kramer@uni-mainz.de). [ECTS: 5]

Mathematische Musiktheorie, A. Gräf
2-std., Do 12-14, in den Räumen der Musikinformatik, Pfeifferweg 12

In diesem Seminar untersuchen wir die Frage, wieviel Mathematik in der Musik steckt. Nicht umsonst galt die Musik in der Antike als mathematische Disziplin. Mathematische Konzepte und Verfahren finden sich in der Theorie der musikalischen Stimmungen und Temperaturen, in Skalen und Rhythmen, in den aleatorischen Kompositionsverfahren des Barock bis hin zur zeitgenössischen Musik, in den musiktheoretischen Betrachtungen von Euler und Helmholtz, in der Psychoakustik, und natürlich auch in modernen musiktheoretischen und kompositorischen Ansätzen (z.B. Barlow, Mazzola, Tenney, Xenakis), die sich die formale, mathematisch exakte Beschreibung musikalischer Elemente und Strukturen zum Ziel gesetzt haben. [ECTS: 5]

"A bit of the old Ludwig van" - Präexistente Musik als Filmmusik, P. Niedermüller
2-std., Do 14-16, Beginn am 23. Oktober 2008

Das Medium Spielfilm ist weiten Bereichen nach klaren Normen organisiert, die vor allem die ‚Traumfabrik' Hollywood hervorgebracht hat. Dies gilt auch für die Musik, die von jeher integraler Bestandteil eines Films ist. Hollywood hat hier die große Originalmusik für Orchester und ihre typischen Funktionen geprägt. Präexistente Musik scheint entweder aus Kostengründen als "Stock-music" verwendet worden zu sein oder als triviale Konnotation (der Braut-Chor aus Richard Wagners Lohengrin kennzeichnet grob geschätzt jede zweite Filmhochzeit). Somit scheint Stanley Kubrick geradezu ‚revolutionär' vorgegangen zu sein, als er sich für seinen Film 2001 - A space odyssey komplett mit vorhandener Musik von Johann Strauß bis György Ligeti unterlegte, da sicherlich keines der genannten Motive verfolgte. Eine komplette Partitur zum Film war schon aufgenommen, auch verweist die Musik kaum auf Naheliegendes in der Zukunftsfiktion des Films.
Allerdings hat die Verwendung präexistenter Musik als bewusst gesetztes Zeichen der filmischen Komposition eine Tradition, die über Kubrick hinausreicht. Das Verfahren findet sich bei Luchino Visconti etwa ebenso wie bei Quentin Tarantino. Gegenstand des Seminars ist eine eingehendere Analyse dieser Tradition. Ausgehend von Analysen von Bild und Musik soll die semiotische Tiefendimension und die ästhetische Zielsetzung diskutiert werden. Eine Liste mit Themen für Referate hängt am schwarzen Brett des Institutes aus. Wenn Sie eines der Themen übernehmen möchten, kommen Sie bitte in die Sprechstunde (Mi 14-16 Uhr, 01 175). Beachten Sie bei der Wahl ihres Referates bitte, daß alle Filme anhand der originalen Tonspur besprochen werden sollen. Weiterhin werden grundlegende Vorkenntnisse in der Analyse von Filmmusik erwartet.
Im Anschluß an das Hauptseminar wird eine Übung angeboten, in der die Diskussion fortgesetzt werden kann und weitere Beispiele präsentiert werden.

Literatur:

Julia Heimerdinger, Neue Musik im Spielfilm, Saarbrücken 2007.

 

Jessica Merten, Semantische Beschriftung im Film durch "autonome" Musik. Eine funktionale Analyse ausgewählter Themen, Osnabrück 2001.

 

Phil Powrie und Robynn Stilwell (Hrsgg.), Changing tunes. The use of pre-existing music in film, Aldershot 2006.

 

Stephan Sperl, Die Semantisierung der Musik im filmischen Werk von Stanley Kubrick, Würzburg 2006.

Geschichte der Streichinstrumente im 15. und 16. Jahrhundert, C. Hust
2-std., Blockseminar

Termine: 22. November, 13. Dezember und 10. Januar, jeweils 9 bis 17 Uhr

Das Seminar befasst sich mit der Vielfalt der Streichinstrumente in der Frühen Neuzeit. Insbesondere werden wir uns mit der Entwicklung der "Viola da braccio"-Familie (mit Violine, Viola und Violoncello) beschäftigen, aber auch die Gambenfamilie (und einige Exoten) werden thematisiert. Dabei geht es um ein breites Themenspektrum: beispielsweise um die Vorgeschichte der Streichinstrumente, die Interpretation ikonografischer Quellen, Grundzüge des Instrumentenbaus, zeitgenössische und moderne Klassifizierungen, das soziale Prestige der Instrumente, die Differenzierung von Musik für Streichinstrumente usw. Ziel soll es sein, durch die Summe dieser Ansätze den Umriss einer Kulturgeschichte der Streichinstrumente zu erarbeiten.

Nach Absprache sind in dieser Veranstaltung auch Proseminar-Scheine zu erwerben. Anmeldung bitte per E-Mail bis Ende Oktober bei christoph.hust@gmx.de; die Themenliste ist voraussichtlich ab September fertig.


Oberseminar

Besprechung von Examensarbeiten, A. Beer, J. Blume (FB 25), U. Kramer, L. Striegel (FB 25), R. Wiesend
2-std., Mi 14-16

Einzelne Themen und Termine bitte dem Aushang im Institut entnehmen.


Übungen

Kontrapunkt III, St. Münch
1-std., Mo 14.00-14.45, Beginn am 20.10.2008

Basierend auf den in den Kursen I und II erworbenen Fertigkeiten im kontrapunktischen Satz werden in Kurs III eigene drei- und vierstimmige Sätze nach Form- und Satz-Modellen des 16.-18. Jahrhunderts (vokal und instrumental: Liedsatz; Motette; Kanon; Invention; Fuge etc.) angefertigt. (Die Lehrveranstaltung richtet sich an Hauptfach-Studierende Musikwissenschaft.)
Teilnahme nur nach erfolgreichem Besuch der Kurse Kontrapunkt I + II (Ausnahmen nach Rücksprache möglich). Zum Erwerb des qualifizierten Scheins führen regelmäßig erbrachte Hausaufgaben während des Semesters und der erfolgreiche Abschluss der Klausur in der letzten Semesterwoche. [ECTS: 1]

Literatur:

Dietrich Manicke, Der polyphone Satz. Teil II: Drei- und Mehrstimmigkeit, Köln: Gerig 1979.

 

Diether de la Motte, Kontrapunkt, Kassel/München: dtv 1981.

 

Thomas Daniel, Kontrapunkt, Köln: Dohr 1997.

Harmonielehre III, St. Münch
1-std., Mo 14.45-15.30, Beginn am 20.10.2008

Modulation (diatonisch, chromatisch, enharmonisch u.a.); alterierte Akkorde; satzübergreifende harmonische Abläufe (formbildende Funktion der Harmonik); Analyse ausgewählter Beispiele.
Teilnahme nur nach erfolgreichem Besuch des Kurses Harmonielehre II (Ausnahmen nach Rücksprache möglich). Zum Erwerb des qualifizierten Scheins führen regelmäßig erbrachte Hausaufgaben während des Semesters und der erfolgreiche Abschluss der Klausur in der letzten Semesterwoche. [ECTS: 1]

Literatur:

Thomas Krämer, Harmonielehre im Selbststudium, Wiesbaden: Breitkopf und Härtel 1991.

 

Thomas Krämer, Lehrbuch der harmonischen Analyse, Wiesbaden: Breitkopf und Härtel 1997.

 

Der musikalische Satz. Ein Handbuch zum Lehren und Lernen, hrsg. v. Walter Salmen und Norbert J. Schneider, Innsbruck: Helbling 1987.

 

Dieter de la Motte, Harmonielehre, München u. Kassel: dtv 1976.

 

Doris Gelelr, Modulationslehre, Wiesbaden: Breitkopf und Härtel 2002.

Formenlehre: Elementare und Lied-Formen, St. Münch
1-std., Mo 15.30-16.15, Beginn am 20.10.2008

"Elementare Formenlehre" vermittelt den eigenständigen Umgang mit Grundbegriffen der Formanalyse (z.B. Motiv, Phrase, Satz, Periode, Thema usw.); vorgestellt und an Einzelbeispielen geübt wird das Erkennen des Zusammenspiels von motivischen, harmonischen und rhythmischen Details, der Taktgruppenbildung und musikalischen Interpunktion. Danach wenden wir das Gelernte auf Literaturbeispiele größeren Umfangs an (vornehmlich in Lied- und Rondoformen). Parallel zu den musiktheoretisch-analytischen Übungen kommen Aspekte der Form- und Theoriegeschichte im 18., 19. und 20. Jahrhundert zur Sprache.
Die Teilnahme an der sich insbesondere an Studienanfänger richtenden Übung setzt zwingend die in der Studienordnung geforderten Grundkenntnisse ("in Harmonielehre, Lesen und Schreiben in den gängigen Schlüsseln, sicheres Wissen und Erkennen der Intervalle, Spielen eines akkordfähigen Instrumentes") voraus. Zum Erwerb des qualifizierten Scheins führen regelmäßig erbrachte Hausaufgaben während des Semesters und der erfolgreiche Abschluss der Klausur in der letzten Semesterwoche. [ECTS: 2]

Literatur:

Clemens Kühn, Formenlehre der Musik, Kassel, München: dtv, 1987.

 

Diether de la Motte, Melodie. Ein Lese- und Arbeitsbuch, München und Kassel: dtv/Bärenreiter 1993.

Gehörbildung II, St. Münch
1-std., Mo 16.45-17.30, Beginn am 20.10.2008

Fortsetzung der Übungen aus Gehörbildung I in den Bereichen Rhythmus, Intervalle simultan/sukzessiv im nicht-tonalen Kontext, Akkordhören (Funktionenhören, Akkordaufbau, Akkordverbindungen), tonales (Stufen-)Hören mit chromatischen Zwischenstufen.
Teilnahme nur nach erfolgreichem Besuch des Kurses Gehörbildung I (Ausnahmen nach Rücksprache möglich). Zum Erwerb des qualifizierten Scheins führen regelmäßige Mitarbeit und der erfolgreiche Abschluss der Klausur in der letzten Semesterwoche. [ECTS: 1]

Literatur:

Clemens Kühn, Gehörbildung im Selbststudium, Kassel, München: dtv 1983.

 

Wolfram Breuer, Gehörbildung: für Unterricht und Selbststudium; Arbeitsheft – Literaturbeispiele – Cassetten , Stuttgart: Metzler 1990.

 

Roland Mackamul, Lehrbuch der Gehörbildung, Band 1: Elementare Gehörbildung, Kassel: Bärenreiter 1969.

Instrumentation, St. Münch
1-std., Mo 17.30-18.15, Beginn am 20.10.2008

Die Lehrveranstaltung "Instrumentation" strebt an, theoretische Kenntnisse und Fertigkeiten des Orchestersatzes mit hörpraktischer Erfahrung zu verbinden. Die Teilnehmer wenden Gelerntes in eigenen Sätzen und Arrangements selbst an und erhalten die Gelegenheit, ihre Sätze auch selbst zu spielen und zu hören. Hierzu dienen die im Anschluss an die Lehrveranstaltung ab ca. Mitte November beginnenden Proben im Projekt "Muwi-Ensemble". Aus den dort gemachten Spiel- und Hörerfahrungen resultieren wiederum Änderungen, Verbesserungen, Weiterentwicklungen. Was am Ende dieses Prozesses zum "spielbaren" Stück geworden ist, könnte am Ende des Semesters in einem Programm für ein Konzert landen, das wir zum Semesterabschluss im Februar 2009 an unserem Institut gemeinsam spielen.
Als Vorlagen zum Instrumentieren eignen sich Klavierkompositionen oder geringstimmig besetzte kammermusikalische Stücke; es können sich hierfür auch - sofern gewünscht und vorhanden - eigene komponierte Stücke der Teilnehmer anbieten. In Frage Kommendes wird im Rahmen der Lehrveranstaltung vorgestellt und besprochen. Die Möglichkeiten sind erfahrungsgemäß nahezu unbegrenzt.
Zum Erwerb des Scheines der Lehrveranstaltung "Instrumentation" führen die regelmäßige Teilnahme und das regelmäßige Erbringen von Hausaufgaben im Rahmen der Lehrveranstaltung (17.30 - 18.15 Uhr) sowie die Abgabe einer nach vorheriger Vereinbarung erarbeiteten Instrumentationsaufgabe. Die Spielproben des "Muwi-Ensembles" dagegen (18.15 - 20.00 Uhr ab ca. Mitte November) sind ein sinnvolles ergänzendes Angebot zur freiwilligen Teilnahme und richten sich naturgemäß an Teilnehmer mit einem ensemblefähigen Instrument. Diese Proben stehen ausdrücklich auch Studierenden unseres Instituts offen, die Gelegenheit zum Musizieren in einem Ensemble suchen, aber nicht zugleich auch die Lehrveranstaltung besuchen wollen. Diese zweite Zielgruppe bitte ich zu einer kurzen Vorbesprechung am Mo., 20.10.2008, 17.30 Uhr, in den Musiksaal oder zur Rücksprache mit mir über musiktheorie.muench@freenet.de; die eigentlichen Proben beginnen ca. Mitte November, wenn erste spielfähige Sätze der Teilnehmer der Instrumentations-Lehrveranstaltung vorliegen.
Ich hoffe, dass es gelingt, ein Ensemble mit möglichst breit gefächerter Besetzung auf die Beine zu stellen und ein stilistisch wie musikalisch buntes Programm für das geplante Abschluss-Konzert zu erarbeiten, das ausschließlich aus Bearbeitungen der Studierenden bestehen wird.
Zuletzt noch ein interner Hinweis: Aus Anlass der aktuellen Umstellung der Studiengänge im Fach Musikwissenschaft und der Tatsache, dass nicht absehbar ist, inwieweit Lehrveranstaltungen "alten" Zuschnitts für Magister-Studiengänge künftig stattfinden werden, empfehle ich allen Studierenden, die die Lehrveranstaltung "Instrumentation" zu belegen haben, die Teilnahme daran in diesem Semester.[ECTS: 1]

Literatur:

Hermann Erpf, Lehrbuch der Instrumentation und Instrumentenkunde, Mainz: Schott, 1959.

 

Winfried Pape, Instrumentenhandbuch Streich-, Zupf-, Blas- und Schlaginstrumente in Tabellenform, Köln: Gerig, 1971.

 

Ertugal Sevsay, Handbuch der Instrumentationspraxis, Kassel: Bärenreiter, 2005.

 

Peter Jost, Instrumentation. Geschichte und Wandel des Orchesterklangs (= Bärenreiter-Studienbücher Musik Bd. 13), Kassel: Bärenreiter, 2004.

Kompositorische Wechselwirkungen zwischen Zeichensystem und Musik: von der Gedächtnisstütze bis zur exakten Determination, D. Philippi
2-std., Di 16.00-18.00, Beginn am 21. Oktober 2008

Viele kompositorische Richtungen des 20. Jahrhunderts zeigen verstärkt eine enge Wechselwirkung zwischen der Ausarbeitung einer Idee und ihrer Verschriftlichung. In der Übung soll anhand ausgewählter Werke von Olivier Messiaen, György Ligeti und Mauricio Kagel aufgezeigt werden, aus welch unterschiedlichen Komponenten Musik bestehen kann und inwieweit die Notierung einerseits Fixierung und andererseits Anregung für weiteres kompositorisches Gestalten ist.

Die Anmeldung erfolgt in der ersten Stunde [ECTS: 2]

Formenlehre: Sonaten-Formen, St. Münch
1-std., Mi 8.30-9.15, Beginn am 22.10.2008

An ausgewählten Beispielen wird die geschichtliche Entwicklung der "Sonate" seit ihren Ursprüngen nachgezeichnet und das spezifisch Neue der Gattung herausgearbeitet. Neben der analytischen Arbeit am konkreten Notentext geht es ebenso um die Geschichte der Gattung Sonate in den Erklärungsmodellen der Musikgeschichte und Musiktheorie. Die Teilnahme setzt zwingend die in der Studienordnung geforderten Grundkenntnisse ("in Harmonielehre, Lesen und Schreiben in den gängigen Schlüsseln, sicheres Wissen und Erkennen der Intervalle, Spielen eines akkordfähigen Instrumentes") voraus. Zum Erwerb des qualifizierten Scheins führen regelmäßige Mitarbeit und der erfolgreiche Abschluss der Klausur in der letzten Semesterwoche. [ECTS: 2]

Literatur:

Clemens Kühn, Formenlehre der Musik, Kassel, München: dtv/Bärenreiter, 1987.

 

Charles Rosen, Sonata Forms, London: Norton, 1988.

 

Charles Rosen, Der klassische Stil. Haydn — Mozart — Beethoven, München und Kassel: dtv/Bärenreiter, 1983, insbes. S. 30-44 und S. 109-120.

 

Thomas Schmidt-Beste, Die Sonate. Geschichte, Formen, Ästhetik (= Bärenreiter Studienbücher Musik, Bd. 5), Kassel: Bärenreiter 2006.

 

Die Sonate: Formen instrumentaler Ensemblemusik (= Handbuch der musikalischen Gattungen, Band 5), hrsg. v. Claus Bockmaier und Siegfried Mauser, Laaber: Laaber 2005.

Harmonielehre I, St. Münch
2-std., Mi 9.15.-10.00, Beginn am 22.10.2008

Übungen zur Praxis des vierstimmigen Satzes (vornehmlich vokal): Harmonisierung einfacher Lied- und Choral-Melodien im Kernbereich der Haupt- und wichtigsten Nebenfunktionen; Stimmführungsregeln, Kadenzfloskeln und Schlussbildung; Klangschärfungen durch charakteristische Dissonanzen; Nebennoten.
Die Teilnahme setzt zwingend die in der Studienordnung geforderten Grundkenntnisse ("in Harmonielehre, das sichere Lesen und Schreiben in den gängigen Schlüsseln, das Erkennen der Intervalle sowie das Spielen eines akkordfähigen Instrumentes") voraus. Zum Erwerb des qualifizierten Scheins führen regelmäßig erbrachte Hausaufgaben und der erfolgreiche Abschluss der Klausur in der letzten Semesterwoche. [ECTS: 2]

Literatur:

Thomas Krämer, Harmonielehre im Selbststudium, Wiesbaden: Breitkopf und Härtel 1991.

 

Der musikalische Satz. Ein Handbuch zum Lehren und Lernen, hrsg. v. Walter Salmen und Norbert J. Schneider, Innsbruck: Helbling 1987, S. 87, S. 19-39 u. 143-185.

Generalbass I, J. Banholzer
1-std.

In diesem Kurs soll ein Überblick über den Akkordvorrat sowie die Beherrschung der grundlegenden Akkordverbindungen im deutschen Generalbass der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erworben werden. Die Ausarbeitung eines korrekten vierstimmigen Satzes wird anhand schriftlicher Aussetzungen und am Klavier geübt. Grundlegende klaviertechnische Fähigkeiten, wie sie die Studienordnung vorsieht, sind dafür zwingende Voraussetzung. [ECTS: 1]

Literatur:

Jesper Boje Christensen und Jörg-Andreas Bötticher, Generalbaß in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart - Allgemeine Enzyklopädie der Musik, begründet von Friedrich Blume, zweite neubearbeitete Ausgabe, hrsg. v. Ludwig Finscher, Sachteil, Bd. 3, Kassel, Stuttgart: Bärenreiter, Metzler 2000, Sp. 1194-1256.

Partiturspiel I, J. Banholzer
1-std.

Dieser Kurs beschäftigt sich mit zwei elementaren Problemen, deren Beherrschung das Spiel größerer Partituren erst ermöglicht: erstens mit dem Lesen der sogenannten alten Schlüssel, zweitens mit der Fähigkeit, drei und mehr Systeme zu überblicken. (Die Beschäftigung mit transponieren Instrumenten bleibt dem Kurs Partiturspiel II vorbehalten.) Die in der Studienordnung verlangten klaviertechnischen Fähigkeiten werden vorausgesetzt. [ECTS: 1]

Einführung in die Musikwissenschaft (Kurs A) [BA Musikwissenschaft: Modul 1; BA Schulmusik: Modul 5], P. Niedermüller
2-std., Do 10-12

Neben musikalischen Kenntnissen und Fähigkeiten und einem ausgeprägten Interesse für alle musikalischen Repertoires und die Musikgeschichte, setzt das Studium der Musikwissenschaft auch den selbstverständlichen Umgang mit spezifischen wissenschaftlichen Techniken und Arbeitsweisen voraus. Ziel der Übung ist es, hier die Grundlagen für ein erfolgreiches Grundstudium zu schaffen (der erfolgreiche Besuch ist Voraussetzung für die Teilnahme an einem Proseminar). Inhalte sind eine Einführung in die wichtigsten Hilfsmittel und Methoden des Fachs, Anleitung zur Arbeit in der Bibliothek und zur Recherche, sowie die Form einer schriftlichen wissenschaftlichen Arbeit. Daneben wird ein exemplarischer Einblick in einige Bereiche der Musikgeschichte gegeben. Grundlagen eines erfolgreichen Scheinerwerbs sind: regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit, Anfertigen einer Bibliographie zu einem gestellten Thema und das Bestehen der Abschlußklausur. [ECTS: 5]

Literatur:

Hans-Heinrich Eggebrecht, Musik im Abendland. Prozesse und Stationen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, München und Zürich 1991.

 

Joseph Kerman, Musicology (= Fontana Masterguides), London 1985, auch als: Joseph Kerman, Contemplating music. Challenges to musicology, Cambridge/Mass. 1985.

 

Nicole Schwindt-Gross, Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel. Techniken. Aufgaben (= Bärenreiter Studienbücher Musik 1), 4. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Kassel u. a. 1992.

Einführung in die Musikwissenschaft (Kurs B) [BA Musikwissenschaft: Modul 1; BA Schulmusik: Modul 5], U. Kramer
2-std., Do 12-14

Neben musikalischen Kenntnissen und Fähigkeiten und einem ausgeprägten Interesse für alle musikalischen Repertoires und die Musikgeschichte, setzt das Studium der Musikwissenschaft auch den selbstverständlichen Umgang mit spezifischen wissenschaftlichen Techniken und Arbeitsweisen voraus. Ziel der Übung ist es, hier die Grundlagen für ein erfolgreiches Grundstudium zu schaffen (der erfolgreiche Besuch ist Voraussetzung für die Teilnahme an einem Proseminar). Inhalte sind eine Einführung in die wichtigsten Hilfsmittel und Methoden des Fachs, Anleitung zur Arbeit in der Bibliothek und zur Recherche, sowie die Form einer schriftlichen wissenschaftlichen Arbeit. Daneben wird ein exemplarischer Einblick in einige Bereiche der Musikgeschichte gegeben. Grundlagen eines erfolgreichen Scheinerwerbs sind: regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit, Anfertigen einer Bibliographie zu einem gestellten Thema und das Bestehen der Abschlußklausur. [ECTS: 5]

Literatur:

Hans-Heinrich Eggebrecht, Musik im Abendland. Prozesse und Stationen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, München und Zürich 1991.

 

Joseph Kerman, Musicology (= Fontana Masterguides), London 1985, auch als: Joseph Kerman, Contemplating music. Challenges to musicology, Cambridge/Mass. 1985.

 

Nicole Schwindt-Gross, Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel. Techniken. Aufgaben (= Bärenreiter Studienbücher Musik 1), 4. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Kassel u. a. 1992.

Algorithmische Komposition, A. Gräf
2-std., Do 14-16 in den Räumen der Musikinformatik, Pfeifferweg 12

Algorithmische Kompositionstechniken gehören heute zum Handwerkszeug vieler zeitgenössischer Komponisten, und werden auch in der Unterhaltungsmusik auf vielfältige Weise eingesetzt. Gängige Techniken sind z.B. die Aleatorik (zufällige Auswahl aus vorhandenem musikalischem Material), das “Sequencing” (Kombination von kurzen melodischen Motiven und Audio-Schnipseln in Schleifen und sequentiellen Abläufen), und die Anwendung musiktheoretischer Konzepte wie z.B. von Kontrapunkt- und Harmonizitäts-Theorie. In der Übung lernen wir an Hand praktischer Beispiele, wie man solche Verfahren mit gängigen, frei verfügbaren Software-Werkzeugen (z.B. Miller Puckettes grafischer Computer-Musik-Software “Pure Data”) programmiert und “live” über geeignete MIDI-Instrumente und -Controller steuert. [ECTS: 3]

Filmmusik, P. Niedermüller
2-std., Do 16-18

Die Übung verfolgt ein doppeltes Ziel. Auf der einen Seite versteht sie sich als lockere Fortsetzung des Hauptseminars "A bit of the old Ludwig van" (Do 14-16 Uhr), in der die dort diskutierten Filmmusiken über den methodischen Rahmen dessen untersucht werden können und die auch die Möglichkeit birgt, ausführlichere Beispiele vorzuführen. Weiterhin soll sie auch Studierenden im Grundstudium offen stehen und diesen einen ersten Einblick die Erforschung von Filmmusik ermöglichen. Thematisch wird sich die Übung am Curriculum des Hauptseminars orientieren, muß aber nicht auf dieses beschränkt bleiben. [ECTS: 5]

Form und musikalischer Satz sowie Grundlagen musikalischer Formenlehre, C. Hust
2-std., Fr 12-14

für BA-Studierende des 1. Semesters;

Bitte beachte Sie, dass diese Veranstaltung nicht von Magister-Studierenden als "Formenlehre" besucht werden kann!

Das Basismodul zur europäischen Musiklehre macht Sie mit den inhaltlichen und methodischen Grundlagen der Musiktheorie vertraut; Sie werden am Ende zu einfachen Musikstücken analytisch fundierte Aussagen zur Form machen können. Da jedoch "Form" ein komplexes Phänomen ist, das sich aus dem Zusammenspiel elementarer Faktoren ergibt, werden wir zunächst Grundlagen von Stimmführung und Akkordik erarbeiten sowie wichtige Begriffe und Modelle der Musiktheorie (Stufen, Funktionen, Schichten) kennenlernen. Dabei werden wir nur fundamentale Konzepte diskutieren, deren historisch und interpretativ differenzierte Anwendung den späteren Modulen zur historischen Musiktheorie vorbehalten bleibt.

Solide Kenntnisse der Allgemeinen Musiklehre sind zum Bestehen unabdingbar und können in der Kürze der Zeit nicht wiederholt werden. Wenn Sie sich dort unsicher sind, empfiehlt sich zum Selbststudium das Buch von Christoph Hempel, "Neue Allgemeine Musiklehre", Mainz 1997. [ECTS: 3]

Italienisch für Musikwissenschaftler , A. Krüger
4-std., Fr 14-18

Die Übung Italienisch für Musikwissenschaftler richtet sich im Rahmen des Moduls 3 (Sprachkompetenz) an diejenigen Studierenden des B.A. MuWi-Kernfach, die das Latinum über ihr Abiturzeugnis nachweisen können.
Vorausgesetzt werden keine bzw. geringe Vorkenntnisse der italienischen Sprache.
Im Verlauf des Semesters sollen zunächst Grundkenntnisse der grammatikalischen Strukturen und des Wortschatzes vermittelt werden, später rücken dann nach Möglichkeit vor allem musikwissenschaftlich interessante Texte und Themen in den Vordergrund.
Teil II der Übung folgt im kommenden Sommersemester.
Sofern Sie an dieser Übung teilnehmen möchten, schaffen Sie sich bitte so schnell wie möglich folgende Lehrbücher an:
Daniela Piotti, Giulia Sanvognani: "UniversItalia - Corso di Italiano", Ismaning: Hueber 2006 (ISBN: 3190053782)
Elena Carrara: "UniversItalia - Corso di Italiano. Eserciziario", Ismaning: Hueber 2006 (ISBN: 3190253781) [ECTS: 6]

Exkursionen