Wintersemester 2007/2008

Übersichtsplan

Vorlesung - Proseminar - Hauptseminar - Oberseminar - Übung

Einführungsveranstaltung für StudienanfängerInnen, Fach- und Hochschulortwechsler:
Mittwoch, 17. Oktober 2007, 14-15, P 01/153 Hörsaal des Musikwissenschaftliches Instituts

 

Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
8.00

 

Beethoven und die Bearbeitungen seiner Werke Musikgeschichte im Überblick IV     Antonio Vivaldi und das Musikleben in Venedig im 18. Jahrhundert
9.00

 

10.00

 

Georg Philipp Telemann Blasorchester in Afrika Proseminar zur Vorlesung (ausgewählte Aspekte der Musikgeschichte des 19. bis 20. Jahrhunderts) Einführung in die moderne afrikanische Musik "The great gig in the sky". Zum Phänomen "Progressive Rock" Akustik und Instrumentenkunde Einführung in die Musikwissenschaft
11.00

 

12.00

 

Von Monteverdi bis Nono: Geschichte der italienischen Oper Formenlehre:
Sonaten-Formen
Einführung in die Musikquantik England als Musiknation Audio-Program-
mierung
 
13.00

 

Harmonielehre I (Kurs B)
14.00

 

14.00-14.45
Harmonielehre III
"Schenkerian Analysis": Konzepte und Methoden Oberseminar Algorith-
mische Komposition
Einführung in die Musik-
wissenschaft
 
15.00 14.45-15.30
Harmonielehre I (Kurs A)
16.00

 

15.30-16.15
Formenlehre:
Elementare und Lied-Formen
Notationskunde II 16.00-19.00
Generalbass I und Partiturspiel I
Lied-
vertonungen von Reichardt bis Schönberg
Gitarrenmusik in Deutschland um 1800  
17.00

 

16.45-17.30
Gehörbildung II
18.00 17.30-18.15
Kontrapunkt I
18.00-19.30
Praxisfelder der Musikwissenschaft:
Musik im Rundfunk

 

Vorlesungen

Von Monteverdi bis Nono: Geschichte der italienischen Oper, U. Kramer
2-std., Mo 12-14, Beginn: 29. Oktober 2007

Die Vorlesung versteht sich als Überblicksveranstaltung, die einen Bogen vom frühen 17. bis zum 20. Jahrhundert spannen will. Dabei geht es zunächst um den Entstehungskontext der Gattung in Norditalien, sodann werden die wesentlichen Entwicklungsstränge durch die einzelnen Perioden nachvollzogen. Neben den Werken in ihrer musikalischen und literarischen Dimension sollen auch Phänomene wie die Verortung der Gattung (höfisch – öffentlich) und ihre Bedeutung als internationales Phänomen, das zeitweise ganz Europa dominierte, erörtert werden. Ab dem 19. Jahrhundert wird zunehmend auch die Frage der Relation zu den Ausprägungen von Oper in den anderen Ländern relevant [ECTS: 3]

Musikgeschichte im Überblick IV, A. Beer
2-std., Di 8-10, Beginn: 30. Oktober 2007

Die Vorlesung schließt sich chronologisch an diejenige des Sommersemesters an, umfasst also den Zeitraum von der Zeit Beethovens bis hin zur Gegenwart. Es geht um die wesentlichen Stationen der mitteleuropäischen Musikgeschichte, um Zusammenhänge, Namen, Gattungen, Institutionen und auch um übergreifende kulturgeschichtliche Bezüge, von denen man wenigstens einmal etwas gehört haben muss. Daneben soll die Vorlesung zu selbständiger Vertiefung anregen, zumal in den etwa 14 Sitzungen wirklich nur ein Überblick gegeben werden kann. Der Besuch des sich anschließenden Proseminars zum gleichen Thema wird empfohlen und vor allem denjenigen Studierenden nahegelegt, die sich über die Vorlesung prüfen lassen wollen. Offiziell angemeldete GasthörerInnen sind willkommen. [ECTS: 3]


Proseminare

Georg Philipp Telemann, A. Beer
2-std., Mo 10-12, Beginn: 22. Oktober 2007

Telemann zählt zu den ausgesprochen späten und zudem überraschendsten Entdeckungen der Musikgeschichtsschreibung. Sein Gesamtschaffen ist hinsichtlich der Quantität und der Vielfalt kaum überschaubar; zudem gibt es keine musikalische und gesellschaftliche Entwicklung, die sich nicht unmittelbar in seinem Werk niedergeschlagen hätte. Telemann repräsentiert seine Zeit wie kaum ein anderer, und deshalb ist die Betrachtung seiner Person und seines Schaffens sehr geeignet, um Musikgeschichte einmal "personalisiert" zu vermitteln. Geplant ist eine eintägige Exkursion zu den Telemann-Quellen in die Frankfurter Stadt- und Universitätsbibliothek. [ECTS: 5]

Proseminar zur Vorlesung (ausgewählte Aspekte der Musikgeschichte des 19. bis 20. Jahrhunderts), A. Beer
2-std., Di 10-12, Beginn: 30. Oktober 2007

Ziel des Proseminars ist die Vertiefung ausgewählter, in der Überblicksvorlesung (siehe dort!) nur zu streifender Aspekte mit Hilfe des Referats. Voraussetzung zur Teilnahme ist der Besuch der Vorlesung. [ECTS: 5]

"Schenkerian Analysis": Konzepte und Methoden., C. Hust
2-std., Di 14-16, Beginn: 23. Oktober 2007

Voraussetzungen:
Sichere Kenntnis der allgemeinen Musiklehre, gutes Englisch. Teilnahmevoraussetzung ist darüber hinaus die Lektüre des folgenden Artikels bis zur ersten Sitzung: William Drabkin, Heinrich Schenker, in: The Cambridge History of Western Music Theory, hrsg. von Thomas Christensen, Cambridge u. a.: Cambridge University Press 2002, S. 812–843 (IB: Dc 140).

Inhalt:
Die Analysemethode nach Heinrich Schenker ist in der angloamerikanisch dominierten Musiktheorie das Standardmodell für die Beschreibung tonaler Musik. Das Seminar vermittelt Grundlagen für eine kritische Auseinandersetzung mit musiktheoretischen Modellen. Erstens verschaffen wir uns einen Einblick in die Arbeitsweise der "Schenkerian Analysis", so dass wir einfache Analysegrafiken lesen und verstehen können. Zweitens untersuchen wir die epistemologischen Hintergründe von Schenkers Modell. All dies geschieht vor allem an Sinfonie-Repertoire aus dem 18. Jahrhundert, so dass auch Schenkers Verhältnis zur Musiktheorie dieser Zeit angesprochen wird. [ECTS: 5]

Literatur:

Allen Cadwallader und David Gagné, Analysis of Tonal Music: A Schenkerian Approach, New York u. a.: Oxford University Press 1998 (IB: Dc 24.5).

 

Mattew Brown, Explaining Tonality: Schenkerian Theory and Beyond, Rochester u. a.: University of Rochester Press 2005 (in der UB bestellt).

Einführung in die moderne afrikanische Musik, W. Bender
2-std., Mi 10-12, Raum 00 618 (Kleiner Übungsraum) im Bereich der Ethnologie, Forum 6, EG, Beginn: 24. Oktober 2007

Ziel dieses Seminars ist es, einen Überblick zu den Stilen, Künstlern, Texten und zur Geschichte moderner afrikanische Musik zu bekommen.
Dazu werden Referate einzeln, oder in Gruppen im Seminar vorgetragen. Es wird mit Schallplatten, Tonkassetten, CDs und Videofilmen gearbeitet. Für einen Schein ist die schriftliche Fassung des Referats Voraussetzung. [ECTS: 5]

Literatur:

Wolfgang Bender, Sweet Mother: Moderne afrikanische Musik, Wuppertal: Hammer 2000.

 

Populäre Musik in Afrika, hrsg. v. Veit Erlmann, Berlin: Museum für Völkerkunde 1991.

 

Graeme Ewens, Africa O-ye! A Celebration of African Music, London: Guiness 1991.

 

Gerhard Kubik, Ostafrika, Leipzig: Deutscher Verlag für Musik 1982 (=Musikgeschichte in Bildern I/10).

 

Gerhard Kubik, Zum Verstehen afrikanischer Musik: Ausgewählte Aspekte, Leipzig: Reclam 1988.

 

(Musiques) du Monde, 2002, Cahiers d'Etudes Africaines, No. 168.

 

Playing with Identities in Contemporary Music in Africa, hrsg. v. Mai Palmberg, Uppsala: Nordiska Afrikainstitutet 2002.

 

Nago Seck und Sylvie Clerfeuille, Les Musiciens du Beat Africain, in: Les Compacts, Paris: Bordas 1993.

Eine umfassende Literaturliste wird im Seminar zur Verfügung gestellt. In der Bibliothek des Instituts für Ethnologie und Afrikastudien steht ein Semesterapparat bereit.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 beschränkt. Für Musikwissenschaftler stehen davon 5 Plätze zur Verfügung. Einschreibelisten werden in den Semesterferien im IEAS ausgehängt.

"The great gig in the sky". Zum Phänomen "Progressive Rock", P. Niedermüller
2-std., Mi 10-12, Beginn: 24. Oktober 2007

Popmusik wird gerade von ihren Kritikern gerne als einheitliches Massenphänomen stilisiert, zeigt sich bei näherer Betrachtung aber als extrem heterogener Gegenstand. Die geradezu unüberschaubare Menge der Genres erfüllt dabei eine zentrale soziale Funktion (ein Punk-Fan zieht aus der Musik der Dead Kennedys oder der Ärzte ebenso Power, wie aus seiner Verachtung etwa gegen Justin Timberlake). Daß sich diese Genres dabei keineswegs auf ein überschaubares Bündel einfacher Merkmale zurückführen lassen, zeigt vielleicht kein Beispiel deutlicher als der sogenannte "Progressive Rock". Schon die Vielfalt der keineswegs immer "progressiven" musikalischen Einflüsse, derer er sich bedient, deutet dies an. Diese reichen vom (Pseudo)-Mittelalter, über die sogenannte "klassische" Musik zur elektronischen Avantgarde, man orientiert sich aber ebenso an Jazz, Country, Heavy Metal etc. Das Seminar beschäftigt sich somit mit der Frage, wie ein dieses musikalische Stilgemenge – nebst möglichen außermusikalischen Konstituenten (Lyrics, Artwork, Performance u. s.w.), wissenschaftlich adäquat aufgearbeitet werden kann. Ein qualifizierender Schein setzt voraus: regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit, mündliches Referat, schriftliche Hausarbeit. Für dieses Seminar ist eine persönliche Anmeldung (!) beim Seminarleiter (ab August 2007) erforderlich. Ebenso werden exzellente Kenntnisse der englischen Sprache und die propädeutische Lektüre der unten angeführten Literatur erwartet. [ECTS: 5]

Literatur:

Edward Macan, Rocking the classics. English progressive rock and the counterculture, New York und Oxford 1997.

 

Progressive rock reconsidered, hrsg. von Kevin Holm-Hudson, New York und London 2002.

 

Understanding Rock. Essays in Musical Analysis, hrsg. von John Covach und Graeme M. Boone, New York und Oxford 1997.

Einführung in die Musikquantik, A. Gräf
2-std., Mi 12-14, Beginn: 24. Oktober 2007

Im Proseminar lernen wir an Hand des noch unveröffentlichten Textes "Musiquantik" des Komponisten Clarence Barlow grundlegende Konzepte kennen, die für den Einsatz des Computers in musikalischen Anwendungen wichtig sind. Dabei geht es zum Beispiel um die mathematisch präzise Beschreibung von Skalen und Rhythmen, die Frage der Konsonanz und Dissonanz von Intervallen, die Darstellung von Musik im Computer und weitere informationstechnische, musiktheoretische und psychoakustische Begriffe, die zum Handwerkszeug zeitgenössischer Komponisten und Computer-Musiker gehören. [ECTS: 5]

Akustik und Instrumentenkunde, T. Untucht
2-std., Do 10-12, Beginn: 25. Oktober 2007

Musik ist täglicher Bestandteil unseres Lebens. Welche physikalischen Phänomene das Schallereignis Musik hervorrufen, hinterfragen wir als an Musik Interessierte allerdings nur selten. Das Proseminar macht es sich daher zur Aufgabe, die in diesem Zusammenhang relevanten physikalischen Erscheinungen zu beleuchten und zu erklären. Vermittelt werden zunächst Grundlagen der Lehre vom Schall. Darauf aufbauend sollen Phänomene der Raumakustik, Prinzipien der Schallaufzeichnung sowie der Bau und die Funktionsweise ausgewählter Musikinstrumente dargestellt werden. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Voraussetzungen für einen qualifizierten Schein: Regelmäßige Seminarteilnahme, Referat, Hausarbeit.
Bei Interesse tragen Sie sich bitte in die ab August aushängende Teilnehmerliste ein. Die endgültige Vergabe von Referaten erfolgt in der ersten Sitzung. [ECTS: 5]

Literatur:

Wolfgang Auhagen und Roland Eberlein, Akustik, in: MGG2 (1994), Sachteil Bd. 1, Sp. 366 – 421.

 

Michael Dickreiter, Handbuch der Tonstudiotechnik, hrsg. von der Schule für Rundfunktechnik, 6. verbesserte Auflage, 2 Bde., München u.a.: Saur 1997.

 

Wilhelm Stauder, Einführung in die Akustik (= Taschenbücher zur Musikwissenschaft 22), Wilhelmshaven: Heinrichshofen 1976.

Antonio Vivaldi und das Musikleben in Venedig im 18. Jahrhundert, B. Over
2-std., Fr 08-10

[ECTS: 5]


Hauptseminare

Beethoven und die Bearbeitungen seiner Werke, A. Beer
2-std., Mo 08-10, Beginn: 22. Oktober 2007

Bekanntlich hat Beethoven sich wiederholt gegen ein (von ihm nicht autorisiertes) "Übersetzen" seiner Werke ausgesprochen; dass allerdings die zahlreichen Arrangements in unterschiedlichsten Besetzungen sehr zu seiner Popularität beitrugen, wird ihm dagegen kaum entgangen sein. Bis heute haftet dem Phänomen der Bearbeitung ein negativer Beigeschmack an, doch darf man nicht unterschätzen, dass diese Technik zu den wesentlichsten "Transportformen" musikalischer Inhalte überhaupt zählt. Im Seminar sollen mit dem exemplarischen Blick auf Beethoven ausgewählte Beispiele hinsichtlich ihrer musikalischen Substanz und ihrer Wirkungsgeschichte betrachtet werden. Geplant ist eine eintägige Exkursion ins Bonner Beethoven-Haus. [ECTS: 5]

Blasorchester in Afrika, W. Bender
2-std., Mo 10-12, Raum 00 618 (Kleiner Übungsraum) im Bereich der Ethnologie, Forum 6, EG, Beginn: 29. Oktober 2007

Überall auf dem afrikanischen Kontinent spielen Blasorchester. Sie sind Teil der heutigen afrikanischen musikalischen Praxis.
Mit der Präsenz der europäischen Händler und Handelsstationen rund um Afrika und den damit verbundenen Forts erfahren die dort lebenden Menschen den Klang der Signaltrompeten und Blasorchester. Über die Sahara kommen Blasinstrumente aus Asien mit Völkerwanderungen nach Westafrika. Außerdem gibt es vielerorts innerhalb Afrikas alte Blasinstrumente-Traditionen.
In diesem Hauptseminar werden wir uns die Musiken anhören und untersuchen, die entstehen, wenn die unterschiedlichen Blasmusiktraditionen einander begegnen. [ECTS: 6]

Scheinerwerb: Aktive Mitarbeit, Kurzreferate und Hausarbeit

Literatur:

Wolfgang Bender, Sweet Mother. Moderne afrikanische Musik, Wuppertal: Hammer 2000.

 

Wolfgang Bender, "Ein Klang liegt über der Stadt. Musik im Freetown der achtziger Jahre", in: Der Hund ist für die Hyäne eine Kolanuss. Zeitgenössische Kunst und Kultur aus Afrika, Jahresring 49, Jahrbuch für moderne Kunst, hrsg. von Clara Himmelheber, Marjorie Jongbloed und Marcel Odenbach, Köln: Oktagon 2002, S. 193-200.

 

Rob Boonzajer Flaes, Brass Unbound. Secret Children of the Colonial Brass Band, Amsterdam: Royal Tropical Institute 2002.

 

Alfons M. Dauer, Tradition Afrikanischer Blasorchester und Entstehung des Jazz, Graz: Akad. Druck- u. Verlagsanstalt 1985.

 

Gerhard Kubik, Musikgeschichte in Bildern: Ostafrika, Leipzig: 1982.

 

Gerhard Kubik, Musikgeschichte in Bildern: Westafrika, Leipzig: 1989.

 

T. O. Ranger, Dance and Society in Eastern Africa 1890-1970: The Beni Ngoma, London: Heinemann 1975.

 

Jan Szurmant 2005, Die Trompete im Highlife: Ihre musikalische Funktion und soziale Bedeutung, Mainz, MA Institut für Ethnologie und Afrikastudien, unveröff.

 

E. Tarr, Die Trompete: ihre Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart, Bern: Hallwag Verlag 1978.

Video:

Brass Unbound, Documentary Film 1993.

Tonträger:

African Journey. A Search for the Roots of the Blues, Vol. 1 & 2, 2 LPs, 12", 33 rpm, London: Sonet Records 1974, SNTF 666/667.

England als Musiknation, U. Kramer
2-std., Do. 12-14, Beginn: 25. Oktober 2007

Seit dem Mittelalter hat England immer wieder eine entscheidende Rolle in der europäischen Musikgeschichte gespielt, es hat eigene Traditionen und Kompositionsstile hervorgebracht, die gelegentlich auch wichtige Impulse für die Entwicklung im kontinentaleuropäischen Raum gaben. Das Seminar wird einen Längsschnitt durch die musikalische Geschichte dieses Landes geben, beginnend bei den mittelalterlichen Klöstern bis hin zur Avantgarde des späten 20. Jahrhunderts. Dabei wird es neben Werkbetrachtungen auch um institutions- und sozialgeschichtliche Fragen gehen.
Voraussetzung für den Erwerb eines qualifizierten Scheins (historisch, im Einzelfall auch systematisch möglich): Referat und schriftliche Hausarbeit [ECTS: 5]

Algorithmische Komposition, A. Gräf
2-std., Do 14-16, in den Räumen der Musikinformatik, Pfeifferweg 12, Beginn: 25. Oktober 2007

Algorithmische Ansätze spielen in der zeitgenössischen Musik eine große Rolle, z.B. bei der Verwendung zufallsgesteuerter Methoden (Aleatorik). Der Computer erleichtert heute den Einsatz aufwändiger Verfahren bei der Erzeugung musikalischen Materials und musikalischer Strukturen und Prozesse. Thema des Seminars sind die dafür relevanten mathematischen Grundlagen und deren musikalische Anwendungen. Es besteht auch die Möglichkeit zur praktischen Erprobung von algorithmischer Kompositions-Software im MIDI-Labor der Musikinformatik. [ECTS: 5]

Liedvertonungen von Reichardt bis Schönberg, R. Wiesend
2-std., Blockseminar, Beginn: 25. Oktober 2007

Das Singen von Dichtung ist eine in vielen Kulturen verbreitete Praxis. Im 19. Jahrhundert erfährt die Liedvertonung im deutschen Raum eine auffällige Blüte, für die die Namen Schubert und Schumann, Brahms und Wolf, Mahler, Strauss und Pfitzner stehen mögen. Das Seminar wird sich unter anderem mit Fragen der Komposition, des Wort-Ton-Verhältnisses und der gesellschaftlichen Einbindung befassen. Dabei werden auch die Ränder zur Sprache kommen, wie die Liedproduktion im späten 18. Jahrhundert (etwa von Reichardt) und im frühen 20. Jh. (z.B. bei Schönberg), behandelt werden auch Sonderformen wie das Orchesterlied usw. [ECTS: 5]

Termine:
Do. 25.10.07, 16:15-18:30
Do. 29.11.07, 16:15-18:30
Fr. 30.11.07, 12:15-17:00
Do. 17.01.08, 16:15-18.30
Fr. 18.01.08, 12:15-17:00

Literatur:

Peter Jost, Artikel "Lied" in MGG2, Sachteil.

 

Handbuch der musikalischen Gattungen, Bd.8 (vor allem Teil 2).


Oberseminar

Besprechung von Examensarbeiten, A. Beer, J. Blume (FB 25), U. Kramer, L. Striegel (FB 25), R. Wiesend
2-std., Mi 14-16

Einzelne Themen und Termine bitte dem Aushang im Institut entnehmen.


Übungen

Harmonielehre III, St. Münch
1-std., Mo 14.00-14.45, Beginn: 22. Oktober 2007

Die Teilnahme setzt zwingend den erfolgreich abgeschlossenen Besuch der Übung "Harmonielehre II" voraus; begründete Ausnahmen sind nur nach persönlicher Absprache mit dem Dozenten möglich.
Der Erwerb des qualifizierten Scheines ergibt sich aus regelmäßig erbrachten Hausaufgaben und dem erfolgreichen Abschluss einer Klausur.

Inhalt:
Modulation (diatonisch, chromatisch, enharmonisch u.a.); alterierte Akkorde; satzübergreifende harmonische Abläufe (formbildende Funktion der Harmonik); Analyse ausgewählter Beispiele. [ECTS: 1]

Literatur:

Thomas Krämer, Harmonielehre im Selbststudium, Wiesbaden: Breitkopf und Härtel 1991.

 

Thomas Krämer, Lehrbuch der harmonischen Analyse, Wiesbaden: Breitkopf und Härtel 1997.

 

Der musikalische Satz. Ein Handbuch zum Lehren und Lernen, hrsg. v. Walter Salmen und Norbert J. Schneider, Innsbruck: Helbling 1987.

 

Dieter de la Motte, Harmonielehre, München u. Kassel: dtv 1976.

 

Doris Gelelr, Modulationslehre, Wiesbaden: Breitkopf und Härtel 2002.

Harmonielehre I, St. Münch
2-std., Kurs A: Mo 14.45-15.30, Kurs B: Di 13.00.-13.45

Die Teilnahme setzt zwingend die in der Studienordnung geforderten Grundkenntnisse (in Harmonielehre, das sichere Lesen und Schreiben in den gängigen Schlüsseln, das Erkennen der Intervalle sowie das Spielen eines akkordfähigen Instrumentes) voraus. Zum Erwerb des qualifizierten Scheines führen regelmäßig nachgewiesene Hausaufgaben und eine bestandene Klausur.

Inhalt:
Übungen zur Praxis des vierstimmigen (Vokal-)Satzes: Harmonisierung einfacher Lied- und Choral-Melodien im Kernbereich der Haupt- und wichtigsten Nebenfunktionen unter Einbeziehung von Umkehrungsformen, charakteristischen Dissonanzen und Nebennoten.
[ECTS: 2]

Literatur:

Thomas Krämer, Harmonielehre im Selbststudium, Wiesbaden: Breitkopf und Härtel 1991.

 

Der musikalische Satz. Ein Handbuch zum Lehren und Lernen, hrsg. v. Walter Salmen und Norbert J. Schneider, Innsbruck: Helbling 1987, S. 87, S. 19-39 u. 143-185.

Formenlehre: Elementare und Lied-Formen, St. Münch
1-std., Mo 15.30-16.15, Beginn: 22. Oktober 2007

Die Teilnahme an der sich insbesondere an Studienanfänger richtenden Übung setzt zwingend die in der Studienordnung geforderten Grundkenntnisse (in Harmonielehre, Lesen und Schreiben in den gängigen Schlüsseln, sicheres Wissen und Erkennen der Intervalle, Spielen eines akkordfähigen Instrumentes) voraus. Der Erwerb des qualifizierten Scheines ergibt sich aus regelmäßigen Hausaufgaben während des Semesters und einer bestandenen Klausur.

Inhalt:
Formenlehre auf der Ebene der Grundformen musikalischen Gestaltens (Motiv, Phrase, Satz, Periode, Thema usw.). Vorgestellt und geübt wird das Zusammenspiel von Motivik, Harmonik, Rhythmik, Taktgruppenbildung und musikalischer Interpunktion in vier-, acht- und sechzehntaktigen "Sätzen" (exemplarisch: die Formtheorien des 18. Jahrhunderts, z.B. H. Chr. Koch). Größere, zusammengesetzte Formen (Lied- und Rondoformen). Parallel zu den musiktheoretisch-analytischen Übungen kommen Aspekte der Form- und Theoriegeschichte im 18., 19. und 20. Jahrhundert zur Sprache. [ECTS: 2]

Literatur:

Clemens Kühn, Formenlehre der Musik, Kassel, München: dtv, 1987 u.ö..

 

Diether de la Motte, Melodie. Ein Lese- und Arbeitsbuch, München und Kassel: dtv/Bärenreiter 1993.

Gehörbildung II, St. Münch
1-std., Mo 16.45-17.30, Beginn: 22. Oktober 2007

Die Teilnahme setzt zwingend den erfolgreich abgeschlossenen Besuch der Übung "Gehörbildung I" voraus; begründete Ausnahmen sind nur nach persönlicher Absprache mit dem Dozenten möglich. Abschluss der Veranstaltung mit Klausur.

Inhalt:
Fortsetzung der Übungen aus Gehörbildung I in den Bereichen Rhythmus, Intervalle simultan/sukzessiv im nicht-tonalen Kontext, Akkordhören (Funktionenhören, Akkordaufbau, Akkordverbindungen), tonales (Stufen-)Hören mit chromatischen Zwischenstufen. [ECTS: 1]

Literatur:

Clemens Kühn, Gehörbildung im Selbststudium, Kassel, München: dtv 1983 u.ö.

 

Wolfram Breuer, Gehörbildung: für Unterricht und Selbststudium; Arbeitsheft – Literaturbeispiele – Cassetten (in der Instituts-Bibliothek verfügbar), Stuttgart: Metzler 1990.

 

Roland Mackamul, Lehrbuch der Gehörbildung, Band 1: Elementare Gehörbildung, Kassel: Bärenreiter 1969.

 

Ulrich Kaiser, Gehörbildung. Satzlehre – Improvisation – Höranalyse, (=Bärenreiter Studienbücher Musik, 10/11) 2 Bde. (jeweils mit CD), Kassel u.a.: Bärenreiter 1998.

Kontrapunkt I, St. Münch
1-std., Mo 17.30-18.15, Beginn: 22. Oktober 2007

Die Teilnahme setzt zwingend die in der Studienordnung geforderten Grundkenntnisse in Harmonielehre, Lesen und Schreiben in den gängigen Schlüsseln, sicheres Wissen und Erkennen der Intervalle sowie Spielen eines akkordfähigen Instrumentes voraus. Erwerb des Leistungsnachweises durch mehrere kleinere Hausarbeiten und Abschlussklausur. Die Übung vermittelt und trainiert die klanglichen und rhythmischen Grundgegebenheiten von Melodiebau und zweistimmiger vokaler Konstruktion nach dem Stilvorbild des 16. Jahrhunderts ("Klassische Vokalpolyphonie", "Palestrina-Stil"). – Laut Studienordnung richtet sich die Übung an Studierende im Hauptfach. [ECTS: 2]

Literatur:

Dietrich Manicke, Der polyphone Satz, Bd. 1: Grundlagen und Zweistimmigkeit, Köln: Gerig 1965.

Formenlehre: Sonaten-Formen, St. Münch
1-std., Di 12.00-12.45, Beginn: 23. Oktober 2007

Die Teilnahme setzt zwingend die in der Studienordnung geforderten Grundkenntnisse (in Harmonielehre, das sichere Lesen und Schreiben in den gängigen Schlüsseln, das Erkennen der Intervalle sowie das Spielen eines akkordfähigen Instrumentes) voraus. Zum Erwerb des qualifizierten Scheines führen regelmäßig nachgewiesene Hausaufgaben und eine bestandene Klausur in der letzten Semesterwoche.
An ausgewählten Beispielen wird die historische Entwicklung der Sonatenform nachgezeichnet und das historisch Neue der Gattung herausgearbeitet. Daneben wird die Entstehung der "Sonate" als Gattung in der Geschichte der Formenlehre unter Einbeziehung bedeutender Form-Theoretiker behandelt. [ECTS: 2]

Literatur:

Clemens Kühn, Formenlehre der Musik, Kassel, München: dtv, 1987.

 

Charles Rosen, Sonata Forms, New York und London: Norton, 1988.

 

Charles Rosen, Der klassische Stil. Haydn — Mozart — Beethoven, München und Kassel: dtv, 1983, insbes. S. 30-44 und S. 109-120.

 

Klaus Döge, Die Sonate. Geschichte, Formen, Analysen (= Bärenreiter Studienbücher Musik, Bd. 5), Kassel: Bärenreiter (i.V.).

Notationskunde II, D. Philippi
2-std., Di 16.00-18.00, Beginn: 23. Oktober 2007

Die in diesem Semester angebotene Notationskunde II behandelt zwei Bereiche: 1. Tabulaturen und 2. Notationsformen des 20. Jahrhunderts. Tabulaturen sind Aufzeichnungssysteme für Instrumentalmusik, die ca. vom 14. bis ins 18. Jahrhundert verwendet wurden. Neben verschiedenen Methoden der Notierung (Noten, Buchstaben, Ziffern, jeweils in verschiedenen Kombinationen) begegnen abhängig vom Instrument diverse Darstellungsvarianten. In der Übung sollen ausgewählte Beispiele in Abhängigkeit ihres musikhistorischen Kontextes aufgezeigt und transkribiert werden. Die Neuerungen der Musik des 20. Jahrhunderts forderten mehrfach ein Überdenken des gültigen Notationssystems heraus. Insbesondere die experimentellen Richtungen lösten sich dabei von jeglichen Regeln, so dass Grafiken, Zufallsentwürfe etc. nebeneinander existieren. Die Wechselwirkung zwischen Schriftlichkeit und musikalischem Denken ist anhand solcher Beispiele gut nachvollziehbar. Im Rahmen der Übung soll ein Überblick über die wichtigsten Arten der schriftlichen Fixierung von neuer Musik gegeben werden, um hiernach die Probleme des Konventions-Verlustes mit bedenken zu können. [ECTS: 2]

Literatur:

Willi Apel, Die Notation der polyphonen Musik 900-1600, Leipzig 1962.

 

Erhard Karkoschka, Das Schriftbild der neuen Musik, Celle 1966.

 

Karl Schnürl, 2000 Jahre europäische Musikschriften. Eine Einführung in die Notationskunde, Wien 2000.

Praxisfelder der Musikwissenschaft: Musik im Rundfunk, U. Kramer
2-std., Di 18.00-19.30, Beginn: 23. Oktober 2007

Die Veranstaltung setzt die in den letzten Semestern begonnene Reihe fort, die anhand ausgewählter Gebiete Einblicke in spätere Berufsfelder als MusikwissenschaftlerIn vermitteln will und dabei auch Gelegenheit zu ersten Arbeitsproben gibt. In enger Zusammenarbeit mit dem SWR und dem Bayerischen Rundfunk sollen die wesentlichen Sendeformate im Bereich der sog. "Klassischen Musik" kennen gelernt und exemplarisch bereits in Übungen selbst erprobt werden. Ein Schwerpunkt der Seminarreihe wird dabei auch auf dem Gebiet des Interpretationsvergleichs liegen, der zu besonders kritischem und bewussten Hören anregen will. Vorträge bzw. Gesprächsrunden mit RedakteurInnen und MitarbeiterInnen der genannten Rundfunkanstalten runden diese Übung ab. [ECTS: 2]

Generalbass I, J. Banholzer
1-std., Beginn: 31. Oktober 2007

In diesem Kurs soll ein Überblick über den Akkordvorrat sowie die Beherrschung der grundlegenden Akkordverbindungen im deutschen Generalbass der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erworben werden. Die Ausarbeitung eines korrekten vierstimmigen Satzes wird anhand schriftlicher Aussetzungen und am Klavier geübt. Grundlegende klaviertechnische Fähigkeiten, wie sie die Studienordnung vorsieht, sind dafür zwingende Voraussetzung. [ECTS: 1]

Literatur:

Jesper Boje Christensen und Jörg-Andreas Bötticher, Generalbaß in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart - Allgemeine Enzyklopädie der Musik, begründet von Friedrich Blume, zweite neubearbeitete Ausgabe, hrsg. v. Ludwig Finscher, Sachteil, Bd. 3, Kassel, Stuttgart: Bärenreiter, Metzler 2000, Sp. 1194-1256.

Partiturspiel I, J. Banholzer
1-std., Beginn: 31. Oktober 2007

Dieser Kurs beschäftigt sich mit zwei elementaren Problemen, deren Beherrschung das Spiel größerer Partituren erst ermöglicht: erstens mit dem Lesen der sogenannten alten Schlüssel, zweitens mit der Fähigkeit, drei und mehr Systeme zu überblicken. (Die Beschäftigung mit transponieren Instrumenten bleibt dem Kurs Partiturspiel II vorbehalten.) Die in der Studienordnung verlangten klaviertechnischen Fähigkeiten werden vorausgesetzt. [ECTS: 1]

Audio-Programmierung, A. Gräf
2-std., in den Räumen der Musikinformatik, Pfeifferweg 12, Beginn: 25. Oktober 2007

Digitale Signalverarbeitungstechniken für musikalische Klänge gehören zum Standard-Repertoire der Computer-Musik. Die Übung gibt mittels praktischer Arbeiten am PC einen Einblick in moderne Software-Werkzeuge zur Erstellung eigener Klangverarbeitungsprogramme. Dabei geben wir insbesondere eine Einführung in Miller Puckettes grafische Computer-Musik-Software "Pure Data" und Yann Orlareys funktionale Audio-Programmiersprache "Faust" und zeigen, wie mit deren Hilfe einfache Klangerzeugungsmodule und digitale Effekte programmiert werden können. [ECTS: 3]

Einführung in die Musikwissenschaft, P. Niedermüller
2-std., Do 14-16, Beginn: 25. Oktober 2007

Neben musikalischen Kenntnissen und Fähigkeiten und einem ausgeprägten Interesse für alle musikalischen Repertoires und die Musikgeschichte, setzt das Studium der Musikwissenschaft auch den selbstverständlichen Umgang mit spezifischen wissenschaftlichen Techniken und Arbeitsweisen voraus. Ziel der Übung ist es, hier die Grundlagen für ein erfolgreiches Grundstudium zu schaffen (der erfolgreiche Besuch ist Voraussetzung für die Teilnahme an einem Proseminar). Inhalte sind eine Einführung in die wichtigsten Hilfsmittel und Methoden des Fachs, Anleitung zur Arbeit in der Bibliothek und zur Recherche, sowie die Form einer schriftlichen wissenschaftlichen Arbeit. Daneben wird ein exemplarischer Einblick in einige Bereiche der Musikgeschichte gegeben. Grundlagen eines erfolgreichen Scheinerwerbs sind: regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit, Anfertigen einer Bibliographie zu einem gestellten Thema und das Bestehen der Abschlußklausur. [ECTS: 5]

Literatur:

Hans-Heinrich Eggebrecht, Musik im Abendland. Prozesse und Stationen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, München und Zürich 1991.

 

Joseph Kerman, Musicology (= Fontana Masterguides), London 1985, auch als: Joseph Kerman, Contemplating music. Challenges to musicology, Cambridge/Mass. 1985.

 

Nicole Schwindt-Gross, Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel. Techniken. Aufgaben (= Bärenreiter Studienbücher Musik 1), 4. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Kassel u. a. 1992.

Gitarrenmusik in Deutschland um 1800, T. Hindrichs
Do 16-19, Beginn: 08. November 2007

In der einschlägigen Forschungsliteratur wird die "Geburt der klassischen Gitarre" in Deutschland in aller Regel mit Mauro Giulianis Ankunft in Wien 1806 datiert, ein Zeitpunkt, der als Ausgangspunkt einer wahren ´Guitarromanie´ während des ersten Drittels des 19. Jahrhunderts gewertet wird, die unmittelbar nach 1806 ´ausgebrochen´ sei. Dass diese ´Manie´ tatsächlich aus dem Nichts heraus entstand, darf allerdings guten Gewissens bezweifelt werden: In Heinrich Christoph Kochs Musikalischem Lexikon von 1802 zum Beispiel findet sich ein eigener Eintrag zu "Guitarre", in dem es heißt: "Bey uns hat sie sich seit einiger Zeit zum Lieblingsinstrumente der Damen zu erheben gewußt", und Leopold Carl Reinicke schrieb im Februar 1802 an das Bureau de Musique in Leipzig, dass "kein Instrument unter den Liebhabern und Liebahberin[n]en häufiger Mode ist als die spanische Guitarre".
In dieser Übung sollen ´repräsentative´ Beispiele des zeitgenössischen Repertoires an Gitarrenmusik um 1800 – das Spektrum reicht dabei von einfachen Tanzsätzen bis zu recht virtuosen Variationen und Sonaten – nicht allein theoretisch, sondern vor allem auch praktisch erarbeitet werden. Selbstverständlich richtet sich diese Übung nicht ausschließlich an Gitarristen, sondern grundsätzlich an alle, die daran interessiert sind, ´verschüttete´ Musikgeschichte wieder freizulegen. [ECTS: 2]

Zu den Terminen des Blockseminars von Prof. Wiesend (25.10.07, 29.11.07 und 17.01.08) findet die Übung nicht statt!

Einführung in die Musikwissenschaft, T. Hindrichs
Fr 10-12, Beginn: 26. Oktober 2007

Die Teilnahme an dieser Übung ist für Studienanfänger verpflichtend. Zunächst soll der Umgang mit Nachschlagewerken, Bibliographien, Handbüchern, Katalogen, Gesamt- und Denkmalausgaben, deren Kenntnis für ein erfolgreiches Studium unentbehrlich ist, geübt werden. Weiterhin sollen Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens – in erster Linie für das Anfertigen von Referaten und Hausarbeiten – vermittelt werden; dazu gehören vor allem Fragen des Sammelns von Informationen (Recherche), des Aufbereitens von Informationen (Konzeption, Gliederung, Quellenkritik) und des Vermittelns von Informationen (sprachliche und formale Präsentation von Referat und Hausarbeit). Schließlich soll das gewählte Studienfach Musikwissenschaft hinsichtlich seiner historischen Entwicklung, seiner einzelnen Gegenstandsbereiche und Arbeitsfelder sowie seiner Einordnung in einen übergeordneten Zusammenhang von Geistes- bzw. Kulturwissenschaften betrachtet werden.
Anforderungen für den Erwerb eines Leistungsnachweises: Regelmäßige und aktive Teilnahme, Erledigung von Übungsaufgaben, Klausur. [ECTS: 5]

Literatur:

Nicole Schwindt-Gross, Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel - Techniken - Aufgaben (= Bärenreiter Studienbücher Musik 1), Kassel usw.: Bärenreiter 1999.

 

Alastair Williams, Constructing Musicology, Burlington/VT: Ashgate 2001.

 

The Cultural Study of Music - A Critical Introduction, hrsg. v. Martin Clayton, Trevor Herbert und Richard Middleton, New York, London: Routledge 2003.

Bitte beachten Sie, dass alle Titel in der Institutsbibliothek vorhanden sind, so dass Sie sich diese Bücher nicht unbedingt kaufen müssen.

Norddeutsche Claviermusik um Carl Philipp Emanuel Bach, C. Hust, K. Germer
Blockveranstaltung

Für ein Konzert mit Fantasien und Sonaten aus dem Umkreis von Carl Philipp Emanuel Bach soll in dieser sporadisch stattfindenden Übung die musikwissenschaftliche Begleitung erarbeitet werden. Das kann sich auf Aufführungspraktisches beziehen (geplant ist, die Stücke auf Nachbauten historischer Instrumente zu spielen), auf eine Moderation der Konzerte und auf Beiträge zu einem Programmheft. Dabei werden Sie einige Grundzüge der geschichtlichen, kompositionstheoretischen und ästhetischen Hintergründe dieser Musik kennen lernen und sie praktisch anwenden können. Wer Interesse am Mitmachen hat, soll sich bitte möglichst bald bei Herrn Hust vom Musikwissenschaftlichen Institut oder/und Frau Germer von der Musikhochschule wenden, um die Einzelheiten zu besprechen.

Exkursionen

Bonn: Beethovenhaus, eintägig, A. Beer

Die Exkursion wird im Rahmen des Hauptseminars "Beethoven und die Bearbeitungen seiner Werke" durchgeführt. Einzelne Interessierte, die nicht am Seminar teilnehmen, jedoch die Exkursion gerne begleiten möchten, wenden sich bitte an den Dozenten.

Frankfurt: Stadt- und Universitätsbibliothek, eintägig, A. Beer

Geplant ist eine eintägige Exkursion zu den Telemann-Quellen in die Frankfurter Stadt- und Universitätsbibliothek im Rahmen des Proseminars "Georg Philipp Telemann". Interessenten, die nicht am Seminar teilnehmen, wenden sich bitte an den Dozenten.