Lehrveranstaltungen im SS 99

Vorlesungen

Musikgeschichte im Überblick I (Antike und Mittelalter), N. N.
2-std., Do 11-13

Leider keine genauen Inhalte bekannt.

Felix Mendelssohn Bartholdy, A. Beer
2-std., Di 11-13

Der Name des Komponisten gehört zwar unstreitig zu den bekanntesten überhaupt, doch scheint es, daß die Kenntnis seines reichen und vielfältigen Schaffens sowie der allgemeinen Rahmenbedingungen, denen der Mensch und Musiker Mendelssohn unterworfen war, ziemlich dürftig sind. Ein Überblick über sein Leben und Schaffen, seine Ziele und Tätigkeiten, seinen Einfluß auf seine Zeitgenossen scheint also angebracht zu sein. Einen besonderen Schwerpunkt soll auch die Rezeption des jüdischen Komponisten bis in die jüngere Vergangenheit bilden.


Proseminare

Mozarts Klavierkonzerte, N. N.
2-std., Mi 11-13

Leider keine genauen Inhalte bekannt.

Paläographie und Quellenkunde, A. Beer
2-std., Di 9-11

Die Erfahrung lehrt, daß die musikgeschichtlich relevanten Quellen zunehmend über den Umweg der sogenannten Sekundärliteratur wahrgenommen werden. Die Fähigkeit des Lesens alter Handschriften geht immer mehr verloren, und wer sich wirklich einmal intensiv und selbstverantwortlich mit musikgeschichtlichen Fragestellungen auseinandersetzt (was spätestens bei den Abschlußarbeiten geschehen könnte), sieht sich oftmals vorher nicht realisierten Schwierigkeiten gegenüber. Das Proseminar versucht, Abhilfe zu schaffen: Wesentliche Quellen (etwa Musikerbriefe und Zeitschriften) werden vorgestellt, und vor allem soll eine Vertrautheit mit alten Handschriften erzielt werden, was (wie die Erfahrung ebenfalls lehrt) in einem Semester recht gut zu bewerkstelligen ist.
Im Laufe des Semesters wird eine eintägige Exkursion in das Archiv des Musikhauses André in Offenbach stattfinden.

Zum Problem sprachlicher Vermittlung von Musik. Praxisfelder der Musikwissenschaft: Konzertdramaturgie, U. Kramer / R. Seiberts
2-std., Di 14-16

Im kommenden Sommersemester möchten wir eine Veranstaltung anbieten, in der das Schreiben von Einführungstexten zu musikalischen Werken im Mittelpunkt stehen soll ("Konzertdramaturgie"). Im Gegensatz zu früheren Jahren handelt es sich diesmal nicht um eine Übung, sondern ein Proseminar, mit dem ein qualifizierter Schein erworben werden kann. Da wir verstärkt methodologische Fragen behandeln möchten, werden wir an den Anfang die Beschäftigung mit verschiedenen Beispieltexten zu ausgewählten Werken stellen (Programmhefttexte, Artikel aus Konzertführern oder CD-Booklets), bevor wir in einem nächsten Schritt eigene Lösungen zu exemplarisch vorgegebenen Konzertprogrammen entwickeln werden. Für den Scheinerwerb sollen die Seminarteilnehmer eigenständig verschiedene Varianten von unterschiedlichen in der Praxis vorkommenden Textgattungen (Presseankündigung, Theaterzeitungstext bis hin zum umfassenden Programmheft) verfassen.
Da eine Zusammenarbeit zwischen dem Musikwissenschaftlichen Institut und dem Rheingau Musik Festival besteht, werden wir eine Auswahl divergierender Konzerttypen (Kammermusik, Sinfoniekonzert, Liederabend...) aus dem diesjährigen Programm des Rheingau Musik Festivals treffen, die den Ausgangspunkt für das Verfassen eigener Texte bildet. Besonders gelungene Ergebnisse sollen dem Rheingau Musik Festival zur Übernahme für den Druck angeboten werden – dies hat zur Folge, daß die Texte bis Ende Juni fertiggestellt sein müssen.
Für unsere Planung bitten wir alle Interessierten, sich bis zum 29. Januar verbindlich in die Liste am Schwarzen Brett einzutragen.

Sonata da camera - musique de chambre - Kammer-Stil. Galanter Stil in der Kammermusik des 18. Jahrhunderts, Dr. D. Philippi
2-std., Do 16-18

Die musikästhetische Bewertung der Kammermusik als einer im Vergleich zur Opern- oder Kirchenmusik differenzierteren Kunstform basiert auf der im 18. Jahrhundert allgemein gültigen Unterscheidung zwischen Kirchen-, Theater- und Kammerstil. Im Urteil der Zeitgenossen bildet die kompositorisch und spieltechnisch weitreichende Nuanciertheit ein wesentliches Merkmal des Kammerstils, wobei eine ausdrückliche Beschränkung auf solistische Besetzungen und eine Aufführung im privaten Rahmen nicht vorgenommen wird. Daneben weist jedoch die Zuordnung zum galanten Sitl, der eher kulturhistorisch als kompositionsstilistisch abgrenzbar ist, auf den aristrokratischen oder gehobenen bürgerlichen Personenkreis und Kontext der für Kenner und Liebhaber bestimmten Musik hin.
Neben der Vergegenwärtigung der genannten soziokulturellen Zusammenhänge wird zu Anfang des Proseminars eine Berücksichtigung der kompositionsgeschichtlichen Herkunft wichtiger musikalischer Formen, wie Triosonate, Divertimento oder Concertino, stehen. Hierauf aufbauend sollen dann beispielhafte Werke von Komponisten wie Carl Philipp Emanuel Bach, Joseph Bodin de Boismortier, Johann Joachim Quantz oder Georg Christoph Wagenseil näher betrachtet werden.

Das Singspiel im 18. Jahrhundert, D. Schnell
2-std, Mi 9-11

Die heute noch bekanntesten Singspiele dürften wohl Mozarts "Entführung aus dem Serail" und "Die Zauberflöte" sein. Bis zu dem Zeitpunkt ihrer Entstehung hatte allerdings eine längere Entwicklung in kulturhistorischer, soziologischer und musikalischer Hinsicht stattgefunden. Diese wie auch natürlich die Auseinandersetzung mit dem Begriff "Singspiel" und ein Einblick in das 19. Jahrhundert werden Inhalt des Seminarts sein.
Ein Aushang mit den Referatsthemen erfolgt Anfang März am Schwarzen Brett.


Hauptseminare

Musik und Rhetorik, N.N.
2-std., Di 16-18

Leider keine genauen Inhalte bekannt.

Richard Strauss, A. Beer
2-std., Mo 11-13

Ziel des Seminars ist es, einen möglichst umfassenden Überblick über das Gesamtschaffen des Komponisten zu erarbeiten. Die soll nicht nur im Blick auf die von ihm bevorzugten Gattungen und seinen Personalstil geschehen, sondern auch unter Berücksichtigung der musikgeschichtlichen Strömungen, die gerade während seiner Lebenszeit zahlreich waren, zu Kontroversen führten und noch heute Schwierigkeiten hinsichtlich ihrer historischen Bewertung hervorrufen. Angesichts der zur Zeit besonders regen Diskussion über die unser Fach betreffenden Vorgänge während der NS-Zeit soll die Aufmerksamkeit auch besonders auf die Rolle jenes Komponisten gerichtet werden bzw. darauf, welche Auswirkungen das totalitäre Regime auf das Musikleben insgesamt hatte.
Zur Vorbereitung wird die Lektüre einer der gängigen Strauss-Monographien empfohlen sowie der Versuch, sich einen Überblick über das Gesamtwerk zu erarbeiten.

Zum Komischen in der Musik, Prof. Dr. H. Kupper
2-std., Do 13-15

Ziel: Wir wollen kennenlernen, welche Möglichkeiten es gibt, mit musikalischen Mitteln die Zuhörer zu erheitern, zu belustigen oder gar zum Lachen zu bringen, und erklären können, was das Komische bestimmter Werke ausmacht.
Inhalt: Nach einem grundsätzlichen Exkurs über das Komische und einem historischen Rückblick auf den Stellenwert des Musikalisch-Komischen wollen wir zeigen, wie sich die Musikalische Komik äußern kann. Das Komische in entsprechenden Werken verschiedener Stilrichtungen und Gattungen soll herausgearbeitet und vorgestellt werden (z.B. Mozart: Das Dorfsextett; Hindemith: Ouvertüre zum Fliegenden Holländer; Lehrndorfer: Die heitere Orgel; ...).
Die Referatsthemen werden rechtzeitig vor Beginn des SS am Schwarzen Brett veröffentlicht.
Als Einstieg ist allen interessierten Teilnehmern die Lektüre von Michael Stille: "Möglichkeiten des Komischen in der Musik" empfohlen.

Beethovenrezeption im 19. und 20. Jahrhundert, N. N., Chr.-H. Mahling, E. Rotermund, J. Zimmermann
2-std., Fr 11-13

Leider keine genauen Inhalte bekannt.


Oberseminare

Doktorandenkolloquium. Besprechung von Magister- und Promotionsarbeiten, Chr.-H. Mahling, A. Beer, J. Blume, U. Kramer, M. Schuler
2-std., Mi 15-17

Hier werden Arbeiten und Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert, die zum Abschluß als Magister oder Promotion führen sollen. Außerdem wird über die Forschungsergebnisse abgeschlossener Arbeiten berichtet.

Doktorandenkolloquium, F. W. Riedel, 2-std.
Di 18-20, 14-tgl.

Leider keine genauen Inhalte bekannt.


Übungen

Einführung in die Musikwissenschaft, K. Pfarr
2-std., Fr 9-11

Die Übung wendet sich insbesondere an Studienanfänger. Wir werden uns mit folgenden Themen beschäftigen:

  • Überblick zum Fach Musikwissenschaft: Entwicklung, Gegenstandsbereiche, Arbeitsfelder und -methoden
  • Kennenlernen wichtiger Hilfsmittel, u.a. Nachschlagewerke, Bibliographien; Handbücher, Thematische Kataloge, Gesamt- und Denkmalausgaben
  • Umgang mit Bibliothekskatalogen
  • Technik des wissenschaftlichen Arbeitens: Recherche, Zitieren, Anlage einer schriftlichen musikwissenschaftlichen Hausarbeit

Anforderungen für einen qualifizierten Schein:

  • Klausur
  • Übungsaufgaben

Literatur:

  • Herbert Bruhn, Helmut Rösing (Hrsg.), Musikwissenschaft. Ein Grundkurs, Hamburg 1998.
  • Konrad Küster, Studium: Musikwissenschaft, (= UTB für Wissenschaft; Uni-Taschenbücher 1905), München 1996.
  • Heinz Lanzke, Wo finde ich Informationen über Musik, Noten, Tonträger, Musikliteratur. 2 Bde., Berlin 1990-1996.
  • Kurt Oehl und Kristina Pfarr, Musikliteratur im Überblick. Eine Anleitung zum Nachschlagen. Darmstadt 1988.
  • Nicole Schwindt-Gross, Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel – Techniken – Aufgaben (= Bärenreiter Studienbücher Musik 1), Kassel usw. 1992.

Generalbaß II, B. Zosel
1-std., Mo 8 s.t.-8.45 Kurs A
1-std., Mo 9.30-10.15 Kurs B

Leider keine genauen Inhalte bekannt.

Partiturspiel II, B. Zosel
1-std., Mo 8.45-9.30 Kurs A
1-std., Mo 10.15-11.00 Kurs B

Leider keine genauen Inhalte bekannt.

Gehörbildung I, St. Münch
1-std., Mo 13 s.t. - 13.45

Training des erkennenden Hörens musikalisch relevanter Ordnungszusammenhänge folgender musikalischer Parameter: Rhythmus; Intervalle simultan/sukzessiv im nicht-tonalen Kontext; Akkorde (Akkordaufbau, Akkordverbindungen: Funktionshören); Tonalität in der Melodie (Stufen-Hören).

Literatur zum eigenen Üben:

  • Wolfgang Breuer, Gehörbildung. Arbeitsheft, Literaturbeispiele, Cassetten
  • Clemens Kühn, Gehörbildung im Selbststudium, Kassel/München 1983
  • Roland Mackamul, Lehrbuch der Gehörbildung, Band 1: Elementare Gehörbildung, Kassel 1969
  • Ulrich Kaiser, Gehörbildung. Satzlehre – Improvisation – Höranalyse, 2 Bde., Kassel 1998

Gehörbildung III, St. Münch
1-std., Mo 15.45 - 1630

Erkennen und Beschreiben formaler Gestaltungen; Erfassen harmonischer, metrischer, melodischer und formaler Zusammenhänge an Beispielen klassischer Themen ("Satz" und "Periode"); Verfolgen satzübergreifender harmonischer und thematischer Verläufe; Erkennen häufig wiederkehrender Harmoniemodelle und Sequenzen; Zweistimmigkeit; Besonderheiten in Moll; Klangschärfungen (Dv, Non-Akkorde etc.); Verfolgen chromatisch-enharmonischer Verläufe in Stimme und Akkord, "Verstehen" von Modulationen.
Literatur: siehe Gehörbildung I

Kontrapunkt II, St. Münch
1-std., Mo 14.30 - 15.15

Die in Kontrapunkt I (Zweistimmigkeit) erworbenen Fertigkeiten im strengen Satz, im sog. "Palestrinastil", werden auf dreistimmige Sätze ausgeweitet und vertieft.

Literatur:

  • Dietrich Manicke, Der polyphone Satz. Teil 2: Drei- und Mehrstimmigkeit, Köln 1979
  • Dieter de la Motte, Kontrapunkt
  • Walter Salmen und Norbert J. Schneider (Hrsg.), Der musikalische Satz. Ein Handbuch zum Lehren und Lernen, Innsbruck 1987, S. 41ff.
  • Thomas Daniel, Kontrapunkt. Eine Satzlehre zur Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts, Köln 1997
  • Knud Jeppesen, Kontrapunkt, Wiesbaden 1963 u.ö.

Harmonielehre II, St. Münch
1-std., Kurs A: Mo 13.45 - 14.30, Kurs B: Do 9.15 - 10.00 (Eine Teilnahme ist nur nach schriftlicher Anmeldung möglich, die Listen hängen am Schwarzen Brett aus.)

Erweiterung der Kadenz: Non-, Undezim-, Tredezim-Akkorde, verminderter Septakkord, "Neapolitaner", Gegenklänge und Medianten; Zwischendominanten, Ausweichungen; diatonische/funktionale Modulation; harmonische Analysen ausgewählter Beispiele.

Literatur:

  • Diether de la Motte, Harmonielehre (eine historisch angelegte Harmonielehre)
  • Thomas Krämer, Harmonielehre im Selbststudium, Wiesbaden 1991 (gutes Arbeitsbuch mit Aufgaben- und Lösungsteil)
  • Thomas Krämer, Lehrbuch der harmonischen Analyse, Wiesbaden 1997
  • Walter Salmen und Norbert J. Schneider (Hrsg.), Der musikalische Satz. Ein Handbuch zum Lehren und Lernen, Innsbruck 1987, S. 19-39 u. 143-185.
  • Wilhelm Maler, Einführung in die dur-moll-tonale Harmonielehre (eine systematisch angelegte Harmonielehre)
  • Clemens Kühn, Kompositionsgeschichte in kommentierten Beispielen, Kassel 1998

Harmonielehre III, St. Münch
1-std., Mo 17.15 - 18.00

Alterierte Akkorde; chromatisch-enharmonische Modulationen; Steigerung der Dur-Moll-Harmonik bis zu deren Auflösung; satzübergreifende harmonische Verläufe (formbildende Funktion der Harmonik); Analyse ausgewählter Beispiele.
Literatur: siehe Harmonielehre II.

Formenlehre: Lied- und Rondoformen, St. Münch
1-std., Kurs A: Mo 16.30 - 17.15, Kurs B: Do 10 s.t. - 10.45 (Eine Teilnahme ist nur nach schriftlicher Anmeldung möglich, die Listen hängen am Schwarzen Brett aus.)

Vorgestellt und geübt wird das Zusammenspiel von Motivik, Harmonik, Rhythmik, Taktgruppenbildung und musikalischer Interpunktion in vier-, acht- und sechzehntaktigen »Sätzen«. Diese kurzen musikalischen Formen bilden seit den Formtheorien des 18. Jahrhunderts (z.B. H. Chr. Koch) die Grundlage für das Verständnis aller größeren, zusammengesetzten Formen, also auch der Lied- und Rondoformen. Im Anschluß an diese musiktheoretischen Übungen werden in einem formgeschichtlichen Teil die Besonderheiten der Formbildung (Harmonik, thematisch-motivische Prozesse) im 18., 19. und 20. Jahrhundert erarbeitet.

Literatur:

  • Clemens Kühn, Kompositionsgeschichte in kommentierten Beispielen, Kassel 1998
  • Clemens Kühn, Formenlehre der Musik, Kassel 1987
  • Wolfgang Budday, Grundlagen musikalischer Formen der Wiener Klassik, Kassel 1983
  • Herwig Knaus / Gottfried Scholz, Formen in der Musik, 2 Bde., Wien 1988 bzw. 1989

Einführung in die Tonstudiotechnik, T. Untucht
1-std., Di 13 - 14

Wer heute als Musikwissenschaftler bei Rundfunk, Fernsehen, Theater oder in der Schallplattenindustrie beschäftigt ist, könnte dabei sowohl mit der Produktion von Musik als auch mit der dazu notwendigen Tonstudiotechnik in Berührung kommen. Auch wenn diese in der Regel von speziell ausgebildetem Personal bedient wird, so ist es doch möglich, daß man - wie z.B. beim Rundfunk im sogenannten Selbstfahrerbetrieb - selbst Hand anlegen muß. Auch können Grundkenntnisse um die Möglichkeiten einer Tonproduktion ein produktives Arbeiten erleichtern.
In den ersten Sitzungen sollen Funktionsweise und Einsatzbereich verschiedener Geräte, die sich in einem Tonstudio befinden können (z.B. Mischpult, Mikrofone, Regelverstärker), erläutert werden. In einem weiteren Schritt sollen die Studenten selbst den Ablauf einer Produktion erarbeiten und ihn in kleinen Gruppen praktisch umsetzen, wobei der Umgang mit den technischen Geräten erprobt werden soll.

Instrumentieren, arrangieren, notieren mit dem Computer
2-std., ???, Prof. Dr. H. Kupper

Die Teilnehmer erhalten die Gelegenheit, mit einem PC-Sequenzer und -Notationsprogramm individuell gewählte Stücke zu realisieren. Dazu stehen Computer im Haus der Musikinformatik nach terminlicher Vereinbarung zur Verfügung.
Näheres wird in der ersten Übungsstunde bekanntgegeben.

Tutorien

Tutorium "Internet für Muwis", T. Feilen
Di 06.04., Mi 07.04., jew. 9-14

Allgemeine Voraussetzungen: Grundbegriffe des Internets: Konfiguration eines Modems, einer ISDN-Verbindung. Browsen: Wie ist eine Internet-Adresse aufgebaut? Wie erkenne ich unmögliche Adressen? Wie gehe ich mit Fehlermeldungen um? Mailen: Wie ist eine e-mail-Adresse aufgebaut? Netiquette. Wie funktioniert der Netscape Communicator 4.5? Browser: Eingeben einer Adresse bzw. eines keywords. Festlegen der Startseite. Lesezeichen einfügen, ordnen, verwalten. Vor- und Zurückblättern (rechte Maustaste). Wann breche ich ab und lade neu? Paralleles Browsen. E-mail: Konfiguration des Zugangs zum POP3-Server. Aufbau der Inbox. Anlegen eines Adressbuchs. Verwalten von e-mails, Unterverzeichnisse, Filterregeln. Unterschriften. Attachments. Newsgroups: Abonnement. Unterschiede zu mailing-lists.
Basiswissen für Muwis: Online-Angebote von Universitäten. Möglichkeiten der "Personen-Recherche", Kontaktaufnahme. Verbesserte Kommunikation der Hochschulen untereinander? Was bringen studentische Angebote? Recherche im Internet: Methoden, Tricks. Suchmaschine (quick and dirty, Boulesche Formeln) vs. Thematischer Katalog, Meta-Suchmöglichkeiten (Argus-Clearinghouse). Bibliotheksrecherche: Einzelne Bibliotheken, Verbünde, kombinierte Suchmöglichkeiten (Karlsruher Virtueller Katalog u.a.).Zitieren von Internetquellen, Quellenkritik. Periodika im Netz: Mehr als nur eine elektronische Version der Print-Ausgabe? Was bringen mailing lists und newsgroups? Sind die Diskussionen wirklich gehaltvoll oder wird nur ein wenig Werbung für die eigene Sache betrieben? Kann man vielleicht Kontakte für eine spätere Karriere knüpfen? Für Muwis interessante Software im Internet.
Anwendung: Learning by doing: Erstellen einer Linkseite zu interessanten Homepages von Komponisten und Neuer Musik.

Musikwissenschaft und Nationalsozialismus, Th. Hindrichs
2-std., Z. u. O. n. V., erstes Treffen am 12.04.99, 18 c.t.

Das Erscheinen der deutschen Übersetzung des Buches "Sonderstab Musik - Organisierte Plünderungen in Westeuropa 1940 - 45" von Willem de Vries im Herbst 1998 hat für beträchtlichen Wirbel in der deutschen Musikwissenschaft gesorgt. Wegen seiner Aktivitäten im "Sonderstab Musik" wurde schließlich einer der "Protagonisten" dieses Buches, der Musikwissenschaftler Professor Wolfgang Boetticher, Anfang Dezember ‘98 von seinem Lehrauftrag an der Universität Göttingen entbunden.
Damit der "Fall Boetticher" nicht das Ende, sondern vielmehr der Anfang einer intensiven Diskussion um "Musikwissenschaft und Nationalsozialismus" ist, haben sich im Januar ‘99 SudentInnen und DozentInnen des Musikwissenschaftlichen Instituts zusammengefunden, die sich mit der Geschichte unseres Fachs in und um den Nationalsozialismus auseinadersetzen wollen.
Im Rahmen dieses Tutoriums sollen diejenigen Aspekte von "Musikwissenschaft und Nationalsozialismus" näher untersucht und erörtert werden, die sich in den beiden Veranstaltungen im WS 98/99 als besonders diskussionsbedürftig herausgestellt haben. Eine genaue Themenübersicht wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Literaturhinweise:

  • Potter, Pamela: "Most German of the arts - musicology and society from the Weimar Republic to the end of Hitler’s Reich", New Haven & London 1998.
  • Prieberg, Fred K.: "Musik im NS-Staat", Frankfurt 1982.
  • de Vries, Willem: "Sonderstab Musik - Organisierte Ölünderungen in Westeuropa 1940-45", Köln 1998.
  • Wulf, Joseph: "Musik im Dritten Reich: Eine Dokumentation", Gütersloh 1963.