Sommersemester 2014

Übersichtsplan

Vorlesung Proseminar Hauptseminar Oberseminar Übung Nicht verfügbar


Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
8.00 Münch
Form und musikalischer Satz
Beer
Aspekte der Musikgeschichte des 16. Jahrhunderts
Beer
Repertoirekunde
   
9.00
10.00 Over
György Ligeti
Beer
Aspekte der Musikgeschichte des 16. Jahrhunderts
Beer
Methoden und Fragestellungen der Musikwissenschaft
Kolb
Geschichte(n) schreiben: Carl Dahlhaus und die Musikhistoriographie
Gräf
Einführung in die Musikinformatik
11.00
12.00 Kramer
Musikgeschichte im Überblick IV: Das 20. Jahrhundert
Kramer
Barockoper
Kramer
Methoden der Musikwissenschaft (Vertiefung)
Hindrichs
Einführung in die Musikwissenschaft
Gräf
Musikinformatik
13.00
14.00 Karthäuser
Form und Analyse
Münch
Historische Satzlehre IV
Over
Oberseminar für Bachelor- und Staatsexamensstudierende
Hindrichs
„Welcome to my Nightmare“: Heavy Metal und Theatralität
Gammert
Mittelrheinische Musik digital
15.00
16.00 Karthäuser
Historische Satzlehre II
Münch
Schema, Muster, Modell, Legende? „Formen formen“ in der Formenlehre am Beispiel der Sonatenhauptsatzform
Münch
Musik und/in/als Rhetorik
Kolb
Geistliche Gesänge im prachtvollen Ornat. Monastische Musik-, Schrift- und Buchkultur des Spätmittelalters
 
17.00
18.00 Kramer
Konzertdramaturgie: Das Schreiben von Programmhefttexten
       
19.00

Proseminar Aspekte der Musikgeschichte des 16. Jahrhunderts, Beer
Di, 10:15 - 11:45

zählt als:
Kurs 07.114.130 in Modul M.07.114.060
Kurs 07.114.130 in Modul M.07.114.060b
Kurs 07.114.610 in Modul M.07.114.160
Kurs 07.114.2030 in M.07.114.130
Kurs 07.114.700 in M.05.610.320
Kurs 07.114.710 in M.05.610.320
Kurs 07.114.350 in M.07.114.410
Kurs 07.114.130 in Modul M.07.114.795

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Vorlesung Aspekte der Musikgeschichte des 16. Jahrhunderts, Beer
Di, 08:15 - 09:45

zählt als:
Kurs 07.114.120 in Modul M.07.114.060
Kurs 07.114.120 in Modul M.07.114.060b
Kurs 07.114.610 in Modul M.07.114.160
Kurs 07.114.2030 in M.07.114.130
Kurs 07.114.700 in M.05.610.320
Kurs 07.114.710 in M.05.610.320
Kurs 07.114.350 in M.07.114.410

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Proseminar Barockoper, Kramer
Di, 12:15 - 13:45

Seit den 1980er Jahren erlebt die Barockoper einen regelrechten Boom und ist heute aus den Spielplänen der meisten Opernhäuser nicht mehr wegzudenken. Das Seminar verfolgt zwei Stränge: 1) Zunächst wenden wir uns dem historischen Phänomen der Oper im Barockzeitalter zu und widmen uns zunächst exemplarischer Beispiele den wichtigsten Typen zwischen 1590 und 1740; darüber hinaus werden deren dramaturgische Konzeption und musikalische Realisation als Reflex barocken Weltverständnisses (Theatrum mundi) wie der jeweiligen Herrschaftsverhältnisse diskutiert. 2) Auf der Suche nach den Gründen für die jüngste Renaissance der Barockoper soll anschließend auch der Gesamtkontext der historisch informierten Aufführungspraxis genauer untersucht werden: Welche Vorstellungen von Barockoper werden heutzutage durch verschiedene Inszenierungsansätze transportiert? Für die Arbeit im Seminar werden folgende Untersuchungsgegenstände relevant sein: musikalische Analyse inklusive sängerischer Praxis, Librettistik; historische Aufführungskontexte (höfisch-öffentlich), Inszenierungsanalyse.
zählt als:
Kurs 07.114.160 in M.07.114.070
Kurs 07.114.165 in M.07.114.081
Kurs 07.114.165 in M.07.114.081
Kurs 07.114.160 in M.07.114.200b
Kurs 07.114.160 in M.07.114.205
Kurs 07.114.1040 in M.11.113.320
Kurs 07.114.356 in M.11.572.017b

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Proseminar Einführung in die Musikinformatik, Gräf
Fr, 10:15 - 11:45

Die Musikinformatik beschäftigt sich mit Anwendungen des Computers in Musik und Musikwissenschaft. Das Themenspektrum reicht von der digitalen Signalverarbeitung über die Klangsynthese mit dem Computer bis hin zur algorithmischen Komposition und musikalischen Analyse. Ziel des Proseminars ist eine Einführung in die wichtigsten Gebiete der Musikinformatik an Hand einschlägiger Literatur und Materialien aus dem Internet.
zählt als:
Kurs 07.114.190 in M.07.114.080
Kurs 07.114.190 in M.07.114.082
Kurs 07.114.190 in M.07.114.092
Kurs 07.114.195 in M.07.114.190
Kurs 07.114.196 in M.07.114.195
Kurs 07.114.190 in M.07.114.200
Kurs 07.114.190 in M.07.114.200b
Kurs 07.114.190 in M.07.114.205

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Übung Einführung in die Musikwissenschaft, Hindrichs
Do, 12:15 - 13:45

zählt als:
Kurs 07.114.010 in M.07.114.010
Kurs 07.114.010 in M.07.114.200
Kurs 07.114.010 in M.07.114.200b
Kurs 07.114.010 in M.07.114.205
Kurs 07.114.010 in M.07.114.790

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Übung Form und Analyse, Karthäuser
Mo, 14:15 - 15:45

zählt als:
Kurs 07.114.050 in M.07.114.020

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Übung Form und musikalischer Satz, Münch
Mo, 08:15 - 09:45

Überblick und praktische Übungen zu elementaren Satztechniken der europäischen Musik (mehrstimmiger Satz, Generalbass, Fundamentalbass, Stufen-, Funktions-Theorie etc.); Entwicklung der Fähigkeit, Musik in ihrem formalen Ablauf zu erfassen und mit angemessenem Fachvokabular zu beschreiben; Entwicklung der Fähigkeit, grundlegende formale, harmonische und satztechnische Sachverhalte hörend zu erfassen; Einblick in Aufgabe, Methoden und Grenzen der musikalischen Analyse.
zählt als:
Kurs 07.114.040 in M.07.114.020

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Beer Forschungskolloquium, Forschungskolloquium
Termine werden noch bekannt gegeben

zählt als:
Kurs 07.114.800 in M.07.114.180

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Übung Geistliche Gesänge im prachtvollen Ornat. Monastische Musik-, Schrift- und Buchkultur des Spätmittelalters , Kolb
Do, 16:15 - 17:45

Die Musikkultur des Mittelalters (und unser Wissen über sie) ist maßgeblich bestimmt durch die Klosterkultur dieser Zeit, in der das Musizieren selbst nicht nur eine herausragende Rolle einnahm, sondern die auch der Ort der Verschriftlichung und des Notierens von Musik war. Anhand ausgewählter Beispiele -- insbesondere dem Codex Gisle, einem von der Zisterzienserin Gisela von Kerssenbrock um 1300 geschriebenen, kunstvoll illuminierten und ihrem Konvent Marienbrunn in Rulle bei Osnabrück gestifteten Pracht-Graduale -- wollen wir ebenso nach der Relevanz von Musik und Musikausübung für das monastische Leben fragen, deren Einbettung im liturgischen und außerliturgischen Bereich erörtern und die vielfachen Wechselwirkungen mit der Frömmigkeits- sowie mit der elaborierten Buch-, Schrift- und Lesekultur der verschiedenen Ordensgemeinschaften ergründen.
zählt als:
Kurs 07.114.620 in M.07.114.160
Kurs 07.114.140 in M.07.114.060
Kurs 07.114.140 in M.07.114.060b
Kurs 07.114.080 in M.07.114.040

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Übung Geschichte(n) schreiben: Carl Dahlhaus und die Musikhistoriographie, Kolb
Do, 10:15 - 11:45

In zweierlei Hinsicht hat der Musikwissenschaftler Carl Dahlhaus (1928-1989), dessen Tod sich 2014 zum 25. Male jährt, Geschichte geschrieben: Zum einen als Musikhistoriker, dessen Profession es nun einmal ist, Wissenschaftliches zur Musikgeschichte zu schreiben und zu publizieren; und zum zweiten durch seine ebenso außergewöhnliche wie wegweisende Art und Weise, dies zu tun und damit die Musikforschung bis heute, einem Vierteljahrhundert nach seinem Tod, tiefgreifend und nachhaltig zu prägen, womit er selber als wissenschaftliche Persönlichkeit in die Geschichte eingegangen sein dürfte. Gemeinsam wollen wir erörtern, worin die Besonderheit des Dahlhaus'schen Denkens und Schreibens über Musik und ihre Geschichte besteht und - vor allem - wie sein musikhistoriographisch-wissenschaftlicher Ansatz dabei selbst als historisch geprägt und spürbar durch seine Zeit beeinflusst gelten darf. Eingedenk der von Hayden V. White (übrigens gleichen Jahrgangs wie Dahlhaus) geprägten Einsicht, dass "auch Klio dichtet", dass also Geschichtsschreibung stets und notwendigerweise narrativen Strategien und Modellierungen unterworfen ist, ist Dahlhaus' Konzeption von Musikgeschichte dabei als ein (zweifellos gewichtiger) Entwurf zu verstehen, dessen Bedingtheiten es zu ergründen und dessen Interferenzen mit der (wissenschaftlichen wie allgemeinen) Situation der 1960er-, 70er- und 80er-Jahre es zu reflektieren gilt. Entsprechend wollen wir, wenn wir uns Dahlhaus als historischer Person näheren, an ausgewählten Texten und Beispielen die Hintergründe, Kontexte und Implikationen seiner Musikgeschichtsschreibung ebenso diskutieren wie das Fortwirken seiner Ideen, die Kritik an seinem Denken, zeitgenössische und neuere Gegenentwürfe, Alternativen sowie die verschiedenen wissenschaftlichen Möglichkeiten und Perspektiven, die der Musikwissenschaft - in welcher Richtung auch immer - aus einer Auseinandersetzung mit Dahlhaus erwachsen oder erwachsen können.
zählt als:
Kurs 07.114.520 in M.07.114.120

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Hauptseminar Geste, Form, Klang: Musik-Theater-Komposition im 21. Jahrhundert, zur Nieden, Bachmann, Petersen
Block freitags 14-18, Termine werden noch bekannt gegeben

zählt als:
Kurs 07.114.570 in M.07.114.140
Kurs 07.114.630 in M.07.114.160
Kurs 07.114.1030 in M.11.113.320
Kurs 07.114.1070 in M.07.114.210
Kurs 07.114.1080 in M.07.114.210
Kurs 07.114.570 in M.07.114.420
Kurs 07.114.1030 in M.11.113.320
Kurs 11.643.011 in M.11.643.004
Kurs 11.643.012 in M.11.634.004

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Proseminar György Ligeti, Over
Mo, 10:15 - 11:45

György Ligeti (1923-2006) kann aufgrund der Tatsache, dass er mit allen wichtigen Strömungen der Neuen Musik in Berührung kam, als Paradigma eines Komponisten des 20. Jahrhunderts angesehen werden. Aufgewachsen in Ungarn, wo er in der Nachfolge Béla Bartóks und Zoltán Kodálys Volksmelodien sammelte und verarbeitete, gelang ihm 1956 die Flucht in den Westen. Dort setzte er sich mit elektronischen Klängen ebenso auseinander wie mit serieller Musik, Cluster-Techniken, Minimal music und experimentellen Besetzungen (Poème symphonique für 100 Metronome). Im Proseminar soll sowohl das Schaffen Ligetis als auch der musikgeschichtliche Kontext, wie er sich in den verschiedenen Strömungen der Neuen Musik manifestiert, erarbeitet werden.
zählt als:
Kurs 07.114.160 in M.07.114.070
Kurs 07.114.165 in M.07.114.081
Kurs 07.114.165 M.07.114.081
Kurs 07.114.160 in M.07.114.200b
Kurs 07.114.160 in M.07.114.205
Kurs 07.114.1040 in M.11.113.320
Kurs 07.114.1050 in M.07.114.210
Kurs 07.114.160 in Modul M.07.114.795

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Übung Historische Satzlehre II, Karthäuser
Mo, 16:15 - 17:45

zählt als:
Kurs 07.114.070 in M.07.114.040

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Übung Historische Satzlehre IV, Münch
Di, 14:15 - 15:45

Analyse und Stilkopie zur Musik des 19. bis 21. Jahrhunderts: Erweiterung der durmolltonalen Harmonik im 19. Jahrhundert, exemplarische Untersuchung von Methoden der posttonalen Harmonik; dabei vertiefte Einblicke in aktuelle Methoden der musikalischen Analyse (mindestens Funktionen und Schichten). Exemplarische Analysen von Werken des Impressionismus, Expressionismus (Strawinsky, Bartók etc.), Freie Atonalität und Zweite Wiener Schule, Serielle Musik, minimal music, Jazz.
zählt als:
Kurs 07.114.100 in M.07.114.050
Kurs 07.114.100 in M.07.114.050b

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Übung Konzertdramaturgie: Das Schreiben von Programmhefttexten, Kramer
Mo, 18:15 - 19:45

Wer bereits Textformate im Bereich der angewandten Musikwissenschaft bedient hat - sei es Zeitung, Verlag, Konzertagentur oder Theater -, weiß, dass es ein großer Unterschied ist, eine wissenschaftliche Hausarbeit im Rahmen eines Seminars oder eben einen Gebrauchstext für Laien bzw. "Kunden" zu verfassen. In dieser Übung geht es um das Thema des Programmheftschreibens; anhand der Lektüre von exemplarischen Beispielen wollen wir herausfinden, was solche Texte lesenswert macht, wie viel exakte analytische Information sinnvoll ist, welche Stilistik man wählt etc. Die Teilnehmer werden im nächsten Schritt selbst Texte schreiben; als Basis dienen Konzertprogramme des Rheingau-Musik-Festivals für den Sommer 2014. Die erarbeiteten Textproben werden von der Dramaturgin des Festivals gegengelesen und im Seminar besprochen. Gelungene Texte aus dem Kreis der Veranstaltung können dann im Rahmen der genannten Konzertveranstaltungen als Programmhefttexte veröffentlicht werden.
zählt als:
Kurs 07.114.230 in Modul M.07.114.083
Kurs 07.114.230 in Modul M.07.114.093
Kurs 07.114.230 in Modul M.07.114.090
Kurs 07.114.240 in Modul M.07.114.100
Kurs 07.114.240 in Modul M.07.114.100b

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Übung Methoden der Musikwissenschaft (Vertiefung), Kramer
Mi, 12:15 - 13:45

Das Fach Musikwissenschaft spielt aufgrund seines spezifischen Gegenstandes (Musik) eine Sonderrolle unter den historischen Disziplinen; dennoch wird sie seit einigen Jahren zu Recht verstärkt in einen umfassenderen Verbund der sie begleitenden und tangierenden historisch-kulturwissenschaftlichen Fächer einbezogen. Damit geht auch eine Erweiterung der Methoden und Fragestellungen im Umgang mit den musikalisch/musikwissenschaftlichen Inhalten einher. Die Veranstaltung wird exemplarisch für verschiedene Epochen und Gattungen diese Verlagerungen von Perspektiven nachvollziehen; sie will damit dazu beitragen, den im Bachelor-Studium angeeigneten Methoden-Fundus in Richtung auf interdisziplinäre Perspektiven zu erweitern.
zählt als:
Kurs07.114.530 in M.07.114.120

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Übung Methoden und Fragestellungen der Musikwissenschaft, Beer
Mi, 10:15 - 11:45

zählt als:
Kurs 07.114.020 in M.07.114.010

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Übung Mittelrheinische Musik digital, Gammert
Fr, 14:15 - 15:45

Die Veranstaltung ist Teil des Lehrprojekts ELaM. Nachdem im Wintersemester 2013/14 (in den Lehrveranstaltungen Musikedition - Musik von Rhein und Main herausgeben und Notensatz mit Sibelius) Quellenarbeit, Notensatz und Textkritik im Vordergrund standen, rücken mit Mittelrheinische Musik digital die Darstellung und Vermittlung der erarbeiteten Ergebnisse in den Fokus. Primär werden wir an der Onlinestellung der entstandenen Editionen (Werke von Le Febure, Graupner, Messer und anderen) arbeiten. Das umfasst zahlreiche Bereiche vom Abfassen knapper und präziser Informationstexte bis zur technischen Umsetzung, die wir jeweils exemplarisch kennenlernen und selbst erproben werden. Auch grundlegendere Fragen der "digital Humanities" (z.B. Langzeitspeicherung von Daten) werden - zum Teil durch GastreferentInnen - thematisiert. Im September 2014 steht ein Symposium zum Abschluss des Projekts ELaM an. Die Planung und Realisierung stellt den zweiten Hauptaspekt von Mittelrheinische Musik digital dar. Wir werden Poster zu den einzelnen Teilprojekten erstellen, Beiträge für eine inhaltliche Sektion erarbeiten und ein Konzert organisieren.
zählt als:
Kurs 07.114.250 in M.07.114.100
Kurs 07.114.250 in M.07.114.100b
Kurs 07.114.590 in M.07.114.150

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Übung Musik und/in/als Rhetorik, Münch
Mi, 16:15 - 17:45

Die Verknüpfung von Musik und Sprache stellt in der Geschichte der Musik und der Musiktheorie eine fundamentale Denkfigur dar, die das Schrifttum über Musik seit dem 16. Jahrhundert zahllose Deutungen und Erklärungsansätze musikalischen Komponierens hat hervorbringen lassen und entscheidend war für die Entwicklung der Instrumentalmusik bis hin zur Ästhetik der musikalischen Romantik: musikalische Rhetorik, Musik als "Klang-Rede", Musik "als" Sprache, interpunktische Formtheorie, Figurenlehre, rhetorische Produktionsästhetik usw. Einige dieser Theorien sollen auf der Basis ausgewählter Quellentexte im Studium musikalischer Werke von Schütz, Bach u.a. erarbeitet werden.
zählt als:
Kurs 07.114.540 in M.07.114.120

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Vorlesung Musikgeschichte im Überblick IV: Das 20. Jahrhundert, Kramer
Mo, 12:15 - 13:45

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten zeitgenössische Intellektuelle über die Unüberschaubarkeit der Welt geklagt; dies wurde im Lauf der Jahrzehnte nicht besser, im Gegenteil: das "anything goes", die unendlichen Möglichkeiten nicht nur, aber eben auch des Komponierens und damit der Entfaltung von Musikgeschichte lassen das 20. Jahrhundert im Rückblick als ungleich pluraler und pluralistischer erscheinen als alle älteren Zeiten. Die Vorlesung wird die wichtigsten Strömungen und Tendenzen diskutieren, dabei einerseits der Kompositionsgeschichte in ihrer "Ungleichzeitigkeit des Gleichzeitigen" Rechnung tragen, andererseits aber auch Musikgeschichte als Teil einer umfassenden Historie verorten, für die Ereignisse wie die beiden Weltkriege, die Weimarer Republik, das NS-Regime, die bundesrepublikanische Restauration sowie die immer stärkere Globalisierung entscheidende Verständnisschlüssel darstellen.
zählt als:
Kurs 07.114.150 in M.07.114.070
Kurs 07.114.155 in M.07.114.081
Kurs 07.114.155 in M.07.114.091
Kurs 07.114.580 in M.07.114.150
Kurs 07.114.2030 in M.07.114.130
Kurs 07.114.2010 in M.07.114.200b
Kurs 07.114.2020 in M.07.114.200b
Kurs 07.114.700 in M.05.610.320
Kurs 07.114.710 in M.05.610.320

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Vorlesung Musikinformatik, Gräf
Fr, 12:15 - 13:45

Die Musikinformatik ist ein relativ junges interdisziplinäres Gebiet, das sich mit den musikalischen Anwendungen des Computers auseinandersetzt. Ein Charakteristikum dabei ist die Verknüpfung aktueller Informations- und Medientechnologie mit akustischen und musiktheoretischen Konzepten, die z.T. bis in die Antike zurückreichen. Anwendungen der Musikinformatik findet man heute in allen Bereichen der Musikproduktion, so z.B. beim Notensatz, in der algorithmischen Komposition, bei der Analyse und Synthese musikalischer Klänge und in der modernen Studio-Technik. Die Vorlesung gibt einen Überblick über wichtige Gebiete der Musikinformatik und spannt dazu einen Bogen von der antiken mathematischen Musiktheorie über die physikalischen und psychoakustischen Grundlagen von Musik bis hin zu den Codes, den Programmiersprachen und der neuesten Computer-Software für musikalische Anwendungen.
zählt als:
Kurs 07.114.180 in M.07.114.080
Kurs 07.114.180 in M.07.114.082
Kurs 07.114.180 in M.07.114.092
Kurs 07.114.197 in M.07.114.195

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Oberseminar Oberseminar für Bachelor- und Staatsexamensstudierende, Over
Mi, 14:15 - 15:45

zählt als:
Kurs 07.114.310 in M.07.114.105

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Übung Repertoirekunde: Musikalische Gattungen der europäischen Musikgeschichte, Beer
Mi, 08:15 - 09:45

zählt als:
Kurs 07.114.030 in M.07.114.010

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Hauptseminar Repräsentationsformen des Friedens in der Musik, Ehrmann-Herfort
Block, freitags 10-14, Raum: SB II, Raum 02-146, Termine: 9.5., 23.5., 6.6., 27.6., 18.7.

Dass sich Musik bestens mit Funktionen verknüpft lässt, ist ein bekanntes Faktum. Ein besonders spannender Teilbereich musikalischer Funktionalisierung ist die Rolle der Musik im Kontext von Krieg und Friedensschlüssen. In diesem Hauptseminar sollen Darstellungsmodi des Friedens in der Musik untersucht werden, wie sie sich kontrastierend von musikalischen Repräsentationen des Krieges abheben, reflektieren Musik und Kunst doch vielfach die im Laufe der Jahrhunderte allgegenwärtigen kriegerischen Handlungen und die daran anschließenden Friedensschlüsse. Musikalische Friedensrepräsentationen finden sich in einem breiten Spektrum unterschiedlicher Musikformen. Dazu gehören die geistliche Musik, in der Friedensvorstellungen explizit oder implizit thematisiert werden können; Festmusiken zu Friedens- und Siegesfeiern; politische Propaganda, wie sie beispielsweise von Opern auf die Bühne gebracht wird, bis hin zu Liedern und Songs, in denen sich Friedenssehnsucht artikuliert. Im Zentrum der Veranstaltung stehen ausgewählte musikalische Friedensszenarien, die Analyse ihrer musikalischen Mittel und die emotionalen, religiösen, politischen und sozialen Kontexte. Angesichts einer fast unüberschaubaren Fülle von Beispielen für musikalische Friedensszenarien kann die Thematik nur exemplarisch erarbeitet werden, dabei sind Wünsche der Studierenden sehr willkommen.
zählt als:
Kurs 07.114.600 in M.07.114.150
Kurs 07.114.1070 in M.07.114.210
Kurs 07.114.1080 in M.07.114.210
Kurs 07.114.600 in M.07.114.420
Kurs 07.114.351 in M.07.114.410
Kurs 11.643.011 in M.11.643.004
Kurs 11.643.012 in M.11.634.004

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Übung Schema, Muster, Modell, Legende? "Formen formen" in der Formenlehre am Beispiel der Sonatenhauptsatzform, Münch
Di, 16:15 - 17:45

Im Kontext einer angewandten Formenlehre bei der musikalischen Analyse einzelner Werke ist die Reflexion auf die Grundlagen und Herleitungen der durch die Formenlehre bereitgestellten Grundformen - aus guten Gründen - etwas eher Ungewöhnliches, wenn nicht sogar Störendes. Gerade im Falle eines Formkonstrukts mit extrem langer Bedeutungsgeschichte wie dem der Sonatenhauptsatzform riskiert man dadurch, dass nach der Stichhaltigkeit von Formbegriffen nachgefragt wird, das Anliegen der Formenlehre als Lehrdisziplin zu vereiteln, nämlich Ordnung und Struktur in der verwirrenden Vielfältigkeit der Formlösungen herauszustellen. Wie sieht es jedoch mit der Form der Gattung Sonate noch vor der "Erfindung" dieser Form durch die Formenlehre des 19. Jahrhunderts aus? Welches Formdenken zeigt sich in den zahlreichen Theorien etwa von Anton Reicha, Carl Czerny, A. B. Marx? Wie wird die "Schuldisziplin" Formenlehre dem Spannungsverhältnis von allgemeinem Formbegriff und individueller Werkkonzeption gerecht? Am Beispiel ausgewählter Formanalysen und eingehender eigener Formbetrachtungen will diese Lehrveranstaltung sensibilisieren für unausgesprochene Implikationen und zeitgeschichtlich bedingte Vorgehensweisen einer nur scheinbar "objektiv" verfahrenden Disziplin.
zählt als:
Kurs 07.114.170 in M.07.114.070
Kurs 07.114.170 in M.07.114.070b
Kurs 07.114.175 in M.07.114.081
Kurs 07.114.175 in M.07.114.091

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Proseminar "Welcome to my Nightmare": Heavy Metal und Theatralität, Hindrichs
Do, 14:15 - 15:45

Wiewohl Fragen von Theatralität, Inszenierung und Performativität sämtliche popmusikalischen Genres betreffen, haben sie im Heavy Metal - einschließlich all seiner Sub-Genres - eine ganz eigene Qualität: Masken, Kostüme, das Spiel mit "Monstern & Mayhem" und etliche andere Dinge sind essentielle Aspekte der meisten Metal-Shows. Darüber hinaus scheinen als theatral markierte kulturelle Praktiken auch im Alltagsleben vieler Fans eine andere Rolle zu spielen als in den meisten übrigen popkulturellen Szenen. Seien es Rollen- oder Computerspiele, sei es gar der spektakuläre Fall jenes Skandinaviers, dem von Amts wegen angeblich "Metal-Sucht" attestiert wurde: Spätestens dort, wo die Übergänge zwischen den subjunktiven und den indikativen Ebenen dieser Praktiken verschwimmen, bedeutet Heavy Metal - wenigstens für einen Teil seiner Akteure - mehr als "nur Theater" und konstruiert, fernab von Karnevalisierung und Transgression, möglicherweise ein Second Life bzw. ein "virtuell" anderes Leben.
zählt als:
Kurs 07.114.1020 in M.11.113.212b
Kurs 07.114.220 in M.07.114.090
Kurs 07.114.220 in M.07.114.083
Kurs 07.114.220 in M.07.114.093

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