Sommersemester 2009

Übersichtsplan

Vorlesung - Proseminar - Hauptseminar - Oberseminar - Übung

 

 

Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
8.00

 

  Die Klaviersonate im 18. Jahrhundert Französische Musiktheoretiker-Texte des 18. und 19. Jahrhundert Form und Analyse  
9.00

 

10.00

 

Musikgeschichte im Überblick III: 17. und 18. Jahrhundert Quellen- und Handschriftenkunde Geschichte und Musikwissenschaft bei Carl Dahlhaus Form und musikalischer Satz Einführung in die Musikwissenschaft (Kurs B)
11.00

 

12.00

 

Proseminar zur Vorlesung Musikgeschichte im Überblick III Giuseppe Verdi Einführung in die Musikinformatik Der 'junge' Robert Schumann: Seine Werke bis zur ersten Sinfonie  
13.00

 

14.00

 

14.00-14.45
Gehörbildung III
Aspekte des Werks Claudio Monteverdis „Musik zur Sprache gebracht“. Ausgewählte Texte zur Geschichte der Musikästhetik Oberseminar Digitale Klangsynthese Einführung in die Musikwissenschaft (Kurs A) Italienisch für Musikwissenschaftler II
15.00 14.45-15.30
Kontrapunkt I
16.00

 

15.30-16.15
Formenlehre: Kontrapunktische Formen
Pacman, Mario & Co. - Ton und Musik im Videospiel 16.00-19.00
Generalbass II und Partiturspiel II
Gustav Mahler und die Sinfonie
17.00

 

16.45-17.30
Harmonielehre II
18.00 17.30-18.15
Gehörbildung I
"Shut Up & Sing!" Praxisfelder der Musikwissenschaft: Konzertdramaturgie Notationskunde I  
19.00      

 

Legende:
M.A. = Magister Artium
SE = Staatsexamen Musik
BA-KF = Bachelor of Arts Musikwissenschaft, Kernfach
BA-BF = Bachelor of Arts Musikwissenschaft, Beifach
BEd = Bachelor of Education Musik
DM = Medienmanagement (Diplom)
MM = Medienmanagement (Master)

 

Vorlesungen

Musikgeschichte im Überlick III: 17. und 18. Jahrhundert, A. Beer
2-std., Mo 10-12
M.A., SE, BA-KF [07.114.150.1], BA-BF [07.114.150.1], BEd [07.114.2010 oder 07.114.2020], DM, MM [07.114.1010]

Die Vorlesung schließt sich chronologisch an diejenige des Wintersemesters an, umfasst also den Zeitraum vom Beginn der sogenannten Barockzeit bis hin zur Wiener Klassik. Es geht um die wesentlichen Stationen der mitteleuropäischen Musikgeschichte, um Zusammenhänge, Namen, Gattungen, Institutionen, prägende Zentren und auch um übergreifende kulturgeschichtliche Bezüge, von denen man wenigstens einmal etwas gehört haben muss. Daneben soll die Vorlesung zu selbständiger Vertiefung anregen, zumal in den etwa 12 Sitzungen wirklich nur ein Überblick gegeben werden kann. Der Besuch des sich anschließenden Proseminars zum gleichen Thema wird empfohlen und vor allem denjenigen Studierenden nahegelegt, die sich über die Vorlesung prüfen lassen wollen.

Giuseppe Verdi, U. Kramer
2-std., Di 12-14
M.A., SE, BA-KF [07.114.150.2], BA-BF [07.114.150.2]

Er war nicht nur der bedeutendste italienische Opernkomponist des 19. Jahrhundert, sondern wirkt bis heute als Identifikationsfigur selbst für junge Italiener, die eigentlich gar keinen Bezug zur klassischen Musik haben. Wie kein anderer seiner komponierenden Kollegen vor bzw. nach ihm verstand es Verdi, Kunstmusik und Volk zusammenzuführen.
Aufgrund seines langen Arbeitslebens umspannen Verdis Opern einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahrhundert, und dementsprechend ausgeprägt ist der Wandel, der sich in seinen Werken niederschlug. Die Vorlesung will diesen Prozess entlang der Zeitachse nachzeichnen.
Dabei werden neben den Opern selbst jeweils auch wichtige Aspekte wie die äußeren Produktionsbedingungen von Oper, Zusammenarbeit mit Textdichtern, Rolle der Sänger, Fragen der Librettogestaltung, der Dramaturgie und grundlegenden Werkästhetik, der Zensur, aber auch Fragen der Vermarktung thematisiert.


Proseminare

Proseminar zur Vorlesung Musikgeschichte im Überblick III, A. Beer
2-std., Mo 12-14
M.A. (hist.), SE (hist.), BA-KF [07.114.160.1], BA-BF [07.114.160.1], BEd [07.114.160], DM, MM [07.114.160]

Ziel des Proseminars ist die Vertiefung ausgewählter, in der Überblicksvorlesung (siehe dort!) nur zu streifender Aspekte mit Hilfe des Referats und der anschließenden Hausarbeit. Besonderes Augenmerk wird zudem auf unterschiedliche und grundlegende Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens gelegt.

Aspekte des Werks Claudio Monteverdis, D.P. Balestrini
2-std., Mo 14-16 (Pfeifferweg 12)
M.A. (hist.), SE (hist.), BA-KF [07.114.160.4], BA-BF [07.114.160.4], BEd [07.114.160], DM, MM [07.114.160]

Einen Überblick über Claudio Monteverdis Person, Werk und Bedeutung im Rahmen einer Lehrveranstaltung zu gewinnen, ist schwierig. Vergleichbar wäre eine literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit etwa Shakespeare oder Goethe im Rahmen einer einzigen Lehrveranstaltung. Dennoch lohnt sich die nähere Beschäftigung mit Monteverdi im Rahmen eines Proseminars. Diese Lehrveranstaltung setzt sich zum Ziel, über die Beschäftigung mit dem Œuvre Monteverdis Zugänge in die Musikgeschichte der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu schaffen. Durch die nähere Beschäftigung mit einer themenorientierten Auswahl seiner Werke sollten die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer sich nicht nur Wesentliches über den Inhalt und die Bedeutung von Monteverdis Schaffen aneignen, sondern zugleich Themen und Begriffe der schriftlich tradierten westeuropäischen Musik dieses Zeitraums beispielbezogen kennenlernen. Obwohl das Thema des Proseminars möglicherweise viel mit bereits angeeignetem musikhistorischem „Basiswissen“ zu tun hat, liegt der Schwerpunkt der Arbeitsweise im Proseminar bei der gründlichen intellektuellen Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen und Sachverhalten.

Quellen- und Handschriftenkunde für Musikwissenschaftler, A. Beer
2-std., Di 10-12
M.A. (hist.), SE (hist.), BEd [07.114.160], DM, MM [07.114.160], BA-KF [07.114.170.2], BA-BF [07.114.170.2]

Der Umgang mit handschriftlichen Quellen gehört ebenso wie Harmonielehre und Kontrapunkt zum musikwissenschaftlichen Handwerkszeug. Allerdings ist die Fähigkeit, alte Handschriften nicht nur lesen, sondern auch verstehen und interpretieren zu können, nicht weit verbreitet. Anhand ausgewählter Schriftstücke vorwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert werden wir uns in die Materie einarbeiten und (erfahrungsgemäß) sehr rasch Fortschritte erzielen. Die Referate bzw. Hausarbeiten sollen eine diplomatisch genaue Übertragung der Texte und vor allem eine ausführliche Interpretation bieten, die es ermöglicht, die Hintergründe des schriftlichen Gedankenaustauschs in allen Details nachzuvollziehen.
Die Referatthemen werden rechtzeitig ausgehängt; Kopiervorlagen (bitte sorgfältig behandeln) sind bei Frau Krell in der Bibliothek hinterlegt.
Am Ende des Semesters findet eine eintägige Exkursion zum André-Archiv in Offenbach statt.

"Shut Up & Sing!" - Mediale (De-)Konstruktionen gesellschaftlicher Rollen in der Musik vom Mittelalter bis zur Gegenwart, T. Hindrichs
2-std., Di 18-20
M.A. (hist.), SE (hist.), BA-KF [07.114.160.2], BA-BF [07.114.160.2], BEd [07.114.160], DM

Nachdem Natalie Maines, Sängerin der Dixie Chicks, im März 2003 während eines Konzerts in London den unmittelbar bevorstehenden Einmarsch US-amerikanischer Truppen in den Irak mit den Worten kritisierte: „We do not want this war, this violence, and we’re ashamed that the President of the United States is from Texas“, brach in den USA ein wahrer Sturm der Entrüstung los: Radiostationen nahmen die Dixie Chicks aus dem Programm, ihre CDs wurden öffentlich verbrannt, Boykottaufrufe gestartet, gar Morddrohungen verfasst.
Kaum drei Jahre später veröffentlichte Pink ihren Song „Dear Mr. President“ und Neil Young brachte seine CD „Living with war today“ heraus, an die er außerdem eine Webseite zum Irakkrieg koppelte, die auch heute noch regelmäßig auf dem neusten Stand gehalten wird – die öffentliche Empörung hielt sich jedoch sowohl bei Pink als auch bei Neil Young in bemerkenswerten Grenzen.
Anhand verschiedenster Beispiele aus der Musikgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart, von Guillaume Dufay bis Luigi Nono soll in diesem Seminar darüber nachgedacht werden, wie, unter welchen Bedingungen und von wem welchen Komponisten und Musikern welche gesellschaftspolitischen Rollen zugeschrieben werden und was geschieht (wie etwa im Fall der Dixie Chicks), wenn gegen diese Rollen verstoßen wird.

Geschichte und Musikwissenschaft bei Carl Dahlhaus, P. Niedermüller
2-std., Mi 10-12
BA-KF [07.114.030], BA-BF [07.114.030]

Einführung in die Musikinformatik, A. Gräf
2-std., Mi 12-14
M.A. (syst.), SE (syst.), BA-KF [07.114.160.6], BA-BF [07.114.160.6], BEd [07.114.190], DM, MM [07.114.190]

Die Musikinformatik beschäftigt sich mit Anwendungen des Computers in Musik und Musikwissenschaft. Das Themenspektrum reicht von der digitalen Signalverarbeitung über die Klangverarbeitung und -synthese mit dem Computer bis hin zur algorithmischen Komposition und musikalischen Analyse. Ziel des Proseminars ist eine Einführung in die wichtigsten Gebiete der Musikinformatik an Hand einschlägiger Literatur und Materialien aus dem Internet.

Themen:
1.Akustische Grundlagen (Was ist Schall?) [Ballou]
2.Psychoakustik (Über die Schallwahrnehmung) [Roads]
3.Digitales Audio (Speicherung und Bearbeitung von Schallwellen) [Roads]
4.MIDI: Grundlagen, Anwendungen (evtl. Programmierung) [Roads, Selfridge-Field]
5.Digitale Klangsynthese [Roads, Dodge/Jerse]
6.Algorithmische Komposition [Miranda]
7.Computer-gestützte Notation [Selfridge-Field]
8.Musikalische Codes [Hewlett/Selfridge-Field]
9.Software für die Musik-Produktion (Ableton Live, Cakewalk Sonar, Cubase etc.)
10.Software-Synthese mit dem PC (Reaktor, SynthEdit, SuperCollider etc.)
11.Notations-Software (Capella, Finale, Lilypond, Sibelius etc.) 12.Grundlagen der mathematischen Musiktheorie [Mazzola]
13.Physikalische Modelle der Schall-Erzeugung [Steiglitz]
14.Digitale Signalverarbeitung: Filter und Effekte [Roads, Dodge/Jerse]
15.Digitale Signalverarbeitung: Fourier-Analyse [Steiglitz]

Literatur:

Ballou (Hrsg.), Handbook for Sound Engineers.

 

Dodge/Jerse, Computer Music.

 

Hewlett/Selfridge-Field (Hrsg.), The Virtual Score.

 

Mazzola, Geometrie der Töne.

 

Miranda, Composing Music with Computers.

 

Roads, Computer Music Tutorial.

 

Selfridge-Field (Hrsg.), Beyond MIDI.

 

Steiglitz, A Digital Signal Processing Primer.

Der 'junge' Robert Schumann: Seine Werke bis zur ersten Sinfonie, P. Niedermüller
2-std., Do 12-14
M.A. (hist.), SE (hist.), BA-KF [07.114.160.3], BA-BF [07.114.160.3], BEd [07.114.160], DM, MM [07.114.160]

Verpflichtender Teil des Proseminars wird voraussichtlich eine Tagesexkursion zur Robert-Schumann-Forschungsstelle e. V. in Düsseldorf sein. Bedenken Sie dies bitte für ihre Terminplanung.


Hauptseminare

„Musik zur Sprache gebracht“. Ausgewählte Texte zur Geschichte der Musikästhetik, U. Kramer
2-std., Di 14-16
M.A. (syst.), SE (syst.)

Die europäische Musikgeschichte war zu keiner Zeit nur eine Geschichte klingender Musik; von Anfang an fand neben der musikalischen Praxis auch eine theoretische Reflexion über wichtige Phänomene statt. Gegenstand des Seminars sind - beginnend mit der Antike - einige der wichtigsten Stationen dieses Nachdenkens über Musik; im Zentrum stehen ausgewählte Schriften, die einer gründlichen Lektüre unterzogen werden sollen.
Die konkrete Auswahl der Texte hängt auch von der Teilnehmerzahl des Seminars ab; es wäre deshalb hilfreich, wenn sich interessierte Studierende bereits vorab mit mir per Mail oder persönlich in Verbindung setzen würden.

Literatur:

Enrico Fubini, Geschichte der Musikästhetik. Von der Antike bis zur Gegenwart, Stuttgart und Weimar 1997.

Pacman, Mario & Co. - Ton und Musik im Videospiel, C. Hust
2-std., Di 16-18
M.A. (hist.), SE (hist.)

Das Seminar untersucht Konzepte und Lösungen von „interaktiver Musik“ im Videospiel (sowohl auf Computer- als auch auf Konsolenplattformen). Dabei soll es - jeweils basierend auf einzelnen Titeln - um ein breites Themenspektrum gehen: So können die Auswirkungen der technischen Möglichkeiten ebenso diskutiert werden wie Funktionen der Musik im Videospiel im Vergleich zur nicht-interaktiven Filmmusik, Musik-Spiele ebenso wie Genres ohne direkten Bezug zur Musik, Kompositionstechniken ebenso wie Zitate und Crossover-Phänomene wie „Spiel zum Film“ oder „Film zum Spiel“, Fragen zur Rolle des Soundtracks im Marketing ebenso wie zur didaktischen Vermittlung. Abrundend ist ein Vortrag des Leiters der Presseabteilung von „Electronic Arts“ vorgesehen.

Literatur:

Karen Collins, Game Sound. An Introduction to the History, Theory, and Practice of Video Game Music and Sound Design, Cambridge und London: MIT Press 2008.

 

From Pac-Man to Pop Music. Interactive Audio in Games and New Media, hrsg. von Karen Collins, Aldershot: Ashgate 2008.

 

Steven L. Kent, The Ultimate History of Video Games, New York: Three Rivers Press 2001.

Digitale Klangsynthese, A. Gräf
2-std., Do 14-16 (Pfeifferweg 12)
M.A. (syst.), SE (syst.)

Gegenstand des Seminars sind die Verfahren der digitalen Klangerzeugung, die heute in den meisten Hardware- und Software-Synthesizern zum Einsatz kommen. Diese wurden seit den grundlegenden Arbeiten von Max Mathews in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts kontinuierlich weiterentwickelt. Die heute zur Verfügung stehende Rechnerleistung erlaubt es, Klänge per Software mit dem PC in Echtzeit zu erzeugen. Im Seminar lernen wir sowohl die grundlegenden theoretischen Konzepte der digitalen Klangerzeugung als auch in praktischen Arbeiten am PC einige Software-Werkzeuge zur Klangsynthese kennen.

Literatur:

Dodge/Jerse, Computer Music.

 

Loy, Musimathics: The Mathematical Foundations of Music.

 

Puckette, The Theory and Technique of Electronic Music.

 

Roads, Computer Music Tutorial.

 

Roads, Microsound.

Gustav Mahler und die Sinfonie, P. Niedermüller
2-std., Do 16-18
M.A. (hist.), SE (hist.)

Geschichte des musikalischen Urheberrechts, V. v. Pechstaedt
2-std., Blockveranstaltung
M.A. (hist.), SE (hist.)

Literatur:

F. Kawohl, Urheberrecht der Musik in Preußen 1820–1840, Tutzing 2002.

 

L. Delp, Kleines Praktikum für Urheber- und Verlagsrecht, 5. Aufl., München 2005.

 

C. Sprang, Grand Opéra vor Gericht, Baden-Baden 1993.

 

V. Movsessian/F. Seifert, Einführung in das Urheberrecht der Musik , 2. Aufl., Wilhelmshaven 1995.

 

E. Schulze, Urheberrecht in der Musik, 5. Aufl., Berlin/New York 1981.


Oberseminar

Besprechung von Examensarbeiten, A. Beer, J. Blume, U. Kramer, L. Striegel
2-std., Mi 14-16
M.A., SE

Einzelne Themen und Termine bitte dem Aushang im Institut entnehmen.


Übungen

Gehörbildung III, St. Münch
1-std., Mo 14.00-14.45
M.A.

Die Teilnahme ist nur Studierenden im Hauptfach möglich, die die beiden Vorgänger-Übungen I und II erfolgreich abgeschlossen haben. Ausnahmen können nur nach persönlicher Absprache mit dem Dozenten gestattet werden. Zum Erwerb des qualifizierenden Scheines führt das Bestehen der Abschlussklausur in der letzten Semesterwoche.

Die Veranstaltung beschäftigt sich mit folgenden Themen: Hörendes Erkennen und verbales Beschreiben großformaler Abläufe; Erfassen harmonischer, metrischer und motivischer Formprinzipien und deren Wechselwirkung bei der klassischen Themen-Bildung („Satz“, „Periode“ und so weiter); Verfolgen satzübergreifender harmonischer und thematischer Verläufe; Erkennen häufig wiederkehrender Harmoniemodelle und Sequenzen; Zweistimmigkeit; Besonderheiten in Moll; Klangschärfungen (verminderter Dominantseptakkord, Non-Akkorde et cetera); chromatisch-enharmonische Stimmverläufe in fortgeschrittener Tonalität und Modulationen.

Literatur:

Wolfram Breuer, Gehörbildung: für Unterricht und Selbststudium; Arbeitsheft – Literaturbeispiele – Cassetten (in der Instituts-Bibliothek verfügbar), Stuttgart: Metzler, 1990.

 

Ulrich Kaiser, Gehörbildung. Satzlehre – Improvisation – Höranalyse (= Bärenreiter Studienbücher Musik, 10/11) 2 Bde. (jeweils mit CD), Kassel u.a.: Bärenreiter, 1998.

 

Clemens Kühn, Gehörbildung im Selbststudium, Kassel, München: dtv, 1983 u.ö.

 

Roland Mackamul, Lehrbuch der Gehörbildung, Bände 1 u. 2: Elementare Gehörbildung, Kassel: Bärenreiter, 1969.

Kontrapunkt I, St. Münch
1-std., Mo 14.45-15.30
M.A.

Die Teilnahme setzt zwingend die in der Studienordnung geforderten Grundkenntnisse in Harmonielehre, Lesen und Schreiben in den gängigen Schlüsseln, sicheres Wissen und Erkennen der Intervalle sowie Spielen eines akkordfähigen Instrumentes voraus. Erwerb des Leistungsnachweises durch mehrere kleinere Hausarbeiten und Abschlussklausur.

Die Übung vermittelt und trainiert die klanglichen und rhythmischen Grundgegebenheiten von Melodiebau und zweistimmiger vokaler Konstruktion nach dem Stilvorbild des 16. Jahrhunderts („Klassische Vokalpolyphonie“, „Palestrina-Stil“). – Laut Studienordnung richtet sich die Übung an Studierende im Hauptfach.

Literatur:

Dietrich Manicke, Der polyphone Satz, Bd. 1: Grundlagen und Zweistimmigkeit, Köln: Gerig 1965.

Formenlehre: Kontrapunktische Formen, St. Münch
1-std., Mo 15.30-16.15
M.A.

Die vorherige Teilnahme an der Formenlehre-Übung „Elementare und Lied-Formen“ (jeweils im Wintersemester) wäre wünschenswert, ist aber nicht zwingend. Die Veranstaltung wird mit einer Klausur in der letzten Semesterwoche abgeschlossenen (selbstständige Form-Analyse an einem neuen Musikbeispiel mit Anwendung der in der Lehrveranstaltung dargestellten Analyse-Parameter).

Die Veranstaltung beschäftigt sich mit folgenden Themen: Kanon, Invention, Fuge, Passacaglia und deren Vorkommen in unterschiedlichen musikalischen Gattungen und Formen. Kontrapunktische Formen und Techniken im 19. Jahrhundert („romantischer Kontrapunkt“ bei Schumann, Wagner und anderen). Formkonstitutive Bedeutung kontrapunktischer Verfahren in der Musik des 20. Jahrhunderts.

Literatur:

Clemens Kühn, Form, in: MGG-Sachteil, Bd. 3, Sp. 607-643.

 

Clemens Kühn, Formenlehre der Musik, Kassel, München: dtv 1987.

 

Clemens Kühn, Kompositionsgeschichte in kommentierten Beispielen (= Bärenreiter Studienbücher Musik 9), Kassel: Bärenreiter 1998.

 

Herwig Knaus und Gottfried Scholz, Formen in der Musik, 2 Bde., Wien: Österreichischer Bundesverlag 1988/89.

Harmonielehre II, St. Münch
1-std., Mo 16.45-17.30
M.A.

Die Teilnahme setzt zwingend die in der Studienordnung geforderten Grundkenntnisse in Harmonielehre, das sichere Lesen und Schreiben in den gängigen Schlüsseln, das Erkennen der Intervalle sowie das Spielen eines akkordfähigen Instrumentes voraus. Für Studierende mit Vorkenntnissen ist die Teilnahme an Kurs II auch ohne Besuch von Harmonielehre I möglich. Mit Bestehen der Klausur in Harmonielehre II wäre der Kurs Harmonielehre I automatisch abgedeckt.
Zum Erwerb des Leistungsnachweises sind während des Semesters mehrere kleinere Hausarbeiten und eine Abschlussklausur am Semesterende zu bewältigen.

Die Veranstaltung beschäftigt sich mit folgenden Themen: Erweiterung der Kadenz: Non-, Undezim-, Tredezim-Akkorde, verminderter Sept­akkord, „Neapolitaner“, Gegenklänge und Medianten; Zwischen­dominanten, Ausweichungen; diatonische/funktionale Modulation; harmonische Analysen an ausgewählten Beispielen.

Literatur:

Thomas Krämer, Harmonielehre im Selbststudium, Wiesbaden: Breitkopf und Härtel 1991.

 

Thomas Krämer, Lehrbuch der harmonischen Analyse, Wiesbaden: Breitkopf und Härtel 1997.

 

Dieter de la Motte, Harmonielehre, München u. Kassel: dtv 1976 u.ö.

 

Der musikalische Satz. Ein Handbuch zum Lehren und Lernen, hrsg. v. Walter Salmen und Norbert J. Schneider, Innsbruck: Helbling 1987, S. 87, S. 19-39 u. 143-185.

Gehörbildung I, St. Münch
1-std., Mo 17.30-18.15
M.A.

Die Teilnahme setzt zwingend die in der Studienordnung geforderten Grundkenntnisse in Harmonielehre, das sichere Lesen und Schreiben in den gängigen Schlüsseln, das Erkennen der Intervalle sowie das Spielen eines akkordfähigen Instrumentes voraus. Abschluss der Veranstaltung mit Klausur am Semesterende.

Hör-Training zum Zwecke des Erkennens wichtiger Strukturelemente in der Musik aus folgenden Bereichen:

  • Metrum / Takt / Rhythmus (Regelmäßiges und Unregelmäßiges)
  • Intervalle (simultan und sukzessiv im nicht-tonalen Umfeld)
  • Akkorde (Akkordaufbau; Akkordverbindungen nach dem Verständnis der Funktionstheorie, Kadenz)
  • Tonalität in der Einstimmigkeit (Diatonik; Stufen-Hören)
  • Literatur:

    Clemens Kühn, Gehörbildung im Selbststudium, Kassel, München: dtv 1983 u.ö.

     

    Wolfram Breuer, Gehörbildung: für Unterricht und Selbststudium; Arbeitsheft – Literaturbeispiele – Cassetten (in der Instituts-Bibliothek verfügbar), Stuttgart: Metzler 1990.

     

    Roland Mackamul, Lehrbuch der Gehörbildung, Band 1: Elementare Gehörbildung, Kassel: Bärenreiter 1969.

     

    Ulrich Kaiser, Gehörbildung. Satzlehre – Improvisation – Höranalyse, (=Bärenreiter Studienbücher Musik, 10/11) 2 Bde. (jeweils mit CD), Kassel u.a.: Bärenreiter 1998.

    Die Klaviersonate im 18. Jahrhundert, A. Beer
    2-std., Di 8-10
    BA-KF [07.114.020], BA-BF [07.114.020]

    Vor allem seit der Mitte des 18. Jahrhunderts setzte in ganz Europa eine dichte Produktion von Klaviersonaten in allen nur denkbaren Formen, Spielarten und auch Schwierigkeitsgraden ein. Spätere Epochen verengten ihre Sicht im wesentlichen auf das Schaffen der „Wiener Klassiker“, die selbstverständlich in der Übung auch betrachtet werden sollen. Spannend und gewinnbringend ist es aber, über Wien hinauszublicken, um sich einen Weg durch die vielfältigen Traditions- und Entwicklungslinien zu bahnen und um vor allem Komponisten (vor dem Hintergrund der immer wichtigen Fragestellung nach der Einbindung in ihre spezifische Lebenswelt) und ihre Werke kennenzulernen, sich also ernsthaft auch mit denen auseinanderzusetzen, die vielfach als „Kleinmeister“ abgetan werden.
    Die Referatthemen werden rechtzeitig ausgehängt.

    Literatur: Die entsprechenden Abschnitte aus dem MGG-Artikel Klaviermusik werden als bekannt vorausgesetzt.

    Praxisfelder der Musikwissenschaft: Konzertdramaturgie, U. Kramer
    2-std., Di 18-20
    M.A., SE, BA-KF [07.114.170.1], BA-BF [07.114.170.1], BEd [kein Kursbezug], DM, MM [kein Kursbezug]

    Da die Konzerte des Rheingau-Musikfestivals organisatorisch einen Vorlauf brauchen, für den die normalen Termine des Sommersemesters zeitlich nicht mehr ausreichen, müssen wir zumindest einen Teil der Veranstaltung bereits in der vorlesungsfreien Zeit zwischen Winter- und Sommersemester abhalten. Um die diesbezüglichen Termine zu klären, bitte ich alle Interessierten zu einer Vorbesprechung am 9.2.2009 um 13.45 Uhr in den MuWi-Hörsaal zu kommen.
    Dass es ein erheblicher Unterschied ist, eine wissenschaftliche Hausarbeit im Rahmen eines Seminars oder einen Gebrauchstext für Laien zu verfassen, haben Sie vielleicht selbst schon erfahren. Wir wollen uns deshalb mit dem Genre „Programmheft-Texte“ näher beschäftigen und zunächst anhand der Lektüre von exemplarischen Beispielen herausfinden, was solche Texte lesenswert macht, wie viel exakte analytische Information sinnvoll ist etc. Die Teilnehmer sollen im nächsten Schritt selbst Texte schreiben; als Basis dienen Konzertprogramme des Rheingau-Musikfestivals (Sommer 09) und der Wiesbadener Mozart-Gemeinde (Saison 09/10). Gelungene Texte aus dem Kreis dieses Seminars sollen dann im Rahmen der genannten Konzertveranstaltungen als Programmhefttexte veröffentlicht werden.

    Französische Musiktheoretiker-Texte des 18. und 19. Jahrhunderts, St. Münch
    1-std., Mi 8.30-10
    M.A.

    Voraussetzungen: Hinreichende Kenntnisse in der französischen Sprache, um den Sinn eines französischen Textes zu erfassen. Hilfsmittel wie Lexika usw. werden selbstverständlich mitbenutzt. Ein Romanistik-Studium ist ausdrücklich nicht notwendig (der Leiter der Veranstaltung ist selbst kein Romanist).

    Inhalt: Theoretische, literarisch-belletristische und feuilletonistische Texte der französischen Musikgeschichte: Lehrbücher, Trakte, Anleitungen, Essays, Konzertberichte, Manifeste. Geplant sind Texte aus dem Umfeld der Harmonielehre (Rameau), der Enzyklopädisten, von Rousseau; Texte zur Frage einer „französischen“ Musik im 19./20. Jahrhundert (Debussy u.a.); Texte der „Groupe de Six“ (Satie, Cocteau u.a.). Textvorschläge der Studierenden sind willkommen.

    Eine erste Literatur-Liste und Themen-Vorschläge werden ab ca. Mitte März 2009 am Schwarzen Brett des Instituts ausgehängt.

    Generalbass II, J. Banholzer
    1-std.
    M.A.

    Voraussetzungen: Erfolgreicher Abschluß von Generalbaß I

    In der Plenumssitzung am 22.4. (16h-17h30) findet eine erste theoretische Unterrichtseinheit statt. Danach werde ich eine Einteilung für die Arbeit in Kleingruppen vornehmen (2 bis 4 Studierende pro Gruppe, je nach Andrang). Die Liste wird Anfang der 2. Semesterwoche aushängen. Für den Rest des Semesters wechseln sich die Wochen ab: eine Woche wird Unterricht in Generalbaß erteilt, in der folgenden Woche Partiturspiel. Die Kleingruppen treffen sich zwischen 16h und 19h. In den Generalbaßwochen gibt es über die Kleingruppenarbeit hinaus ein für alle verpflichtendes Plenum, etwa zwischen 18 und 19 Uhr, in dem theoretischer Stoff erklärt wird.

    Inhalt: Aufbauend auf den in Generalbass I erworbenen Fähigkeiten, werden in diesem Kurs Kenntnis des Akkordvorrats sowie Beherrschung der grundlegenden Akkordverbindungen im deutschen Generalbaß der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erweitert. Neben der satztechnischen Beherrschung eines korrekten vierstimmigen Generalbaßsatzes, die u.a. durch schriftliche Aussetzungen erarbeitet wird, üben wir immer stärker auch das praktische Vermögen, einen Generalbaß spontan am Klavier zu realisieren. Eine Vielzahl zu bearbeitender Literaturbeispiele gibt Gelegenheit, verschiedene satztechnische sowie auch aufführungspraktische Gesichtspunkte zu thematisieren.

    Literatur:

    Jesper Boje Christensen und Jörg-Andreas Bötticher, Artikel Generalbaß, MGG Sachteil, Sp. 1194-1256.

     

    Jesper Boje Christensen, Die Grundlagen des Generalbaßspiels im 18. Jahrhundert, Kassel: Bärenreiter 1992 [BA 8186].

     

    Hermann Keller, Schule des Generalbaßspiels, Kassel: Bärenreiter 1931/55 [BA 490].

    Partiturspiel II, J. Banholzer
    1-std.
    M.A.

    Voraussetzungen: Erfolgreicher Abschluß von Partiturspiel I

    Die Plenumssitzung am 22.4. (17h30-19h) dient der Einführung in den Stoff des Semesters. Danach werde ich eine Einteilung für die Arbeit in Kleingruppen vornehmen (2 bis 4 Studierende pro Gruppe, je nach Andrang). Die Liste wird Anfang der 2. Semesterwoche aushängen. Für den Rest des Semesters wechseln sich die Wochen ab: eine Woche wird Unterricht in Generalbaß erteilt, in der folgenden Woche Partiturspiel. Die Kleingruppen treffen sich zwischen 16h und 19h. In den Generalbaßwochen gibt es über die Kleingruppenarbeit hinaus ein für alle verpflichtendes Plenum, etwa zwischen 18 und 19 Uhr, in dem theoretischer Stoff erklärt wird.

    Inhalt: Im Vordergrund der Arbeit steht die kreative Auseinandersetzung mit immer komplexeren Partiturbildern anhand von schriftlichen wie praktischen Übertragungen auf das Klavier. Beginnend mit Kammermusik des späten 18. Jahrhunderts und hinführend zu komplizierteren Partiturbeispielen Richard Wagners wird das Lesen von transponierenden Instrumenten sowie das Erfassen musikalischer Strukturen und ihrer instrumentalen Einkleidung geübt. Je umfangreicher die Kenntnisse in Generalbaß und Harmonielehre, die Sie als Voraussetzung für diese Übung mitbringen, um so gewinnbringender wird die Arbeit in diesem Kurs für Sie sein können.

    Form und Analyse, C. Hust
    2-std., Do 8-10
    BA-KF [07.114.050], BA-BF [07.114.050]

    Aufbauend auf den Grundlagen aus dem letzten Semester wollen wir im Sommer das Analyse-Repertoire auf zwei Wegen erweitern: Erstens werden wir Musik aus dem 19. Jahrhundert untersuchen (mit Schwerpunkten auf Liedern und Sonaten-/Sinfonie-/Quartettsätzen, vielleicht auch mit Beispielen zum Musiktheater), zweitens aber auch das Wissen um musiktheoretische Grundlagen und Analysemethodik vergrößern (voraussichtlich mit einem Schwerpunkt zur Schichtentheorie). Wenn dann noch Zeit bleibt, könnte ein kurzer Ausblick auf modale Strukturen vor 1600 und nach 1900 die Auseinandersetzung mit der tonalen Musik erweitern.

    Literatur:

    Clemens Kühn, Analyse lernen, Kassel u. a.: Bärenreiter 1993, 3/1999 (Bärenreiter Studienbücher Musik 4).

     

    Allen Cadwallader / David Gagné, Analysis of Tonal Music: A Schenkerian Approach, New York / Oxford: Oxford University Press 1998.

    Form und musikalischer Satz, C. Hust
    2-std., Do 10-12
    BA-KF [07.114.040], BA-BF [07.114.040]

    Einführung in die Musikwissenschaft (Kurs A), P. Niedermüller
    2-std., Do 14-16
    M.A., SE, BA-KF [07.114.010], BA-BF [07.114.010], BEd [07.114.010], DM, MM [07.114.010]

    Neben musikalischen Kenntnissen und Fähigkeiten und einem ausgeprägten Interesse für alle musikalischen Repertoires und die Musikgeschichte, setzt das Studium der Musikwissenschaft auch den selbstverständlichen Umgang mit spezifischen wissenschaftlichen Techniken und Arbeitsweisen voraus. Ziel der Übung ist es, hier die Grundlagen für ein erfolgreiches Grundstudium zu schaffen (der erfolgreiche Besuch ist Voraussetzung für die Teilnahme an einem Proseminar). Inhalte sind eine Einführung in die wichtigsten Hilfsmittel und Methoden des Fachs, Anleitung zur Arbeit in der Bibliothek und zur Recherche, sowie die Form einer schriftlichen wissenschaftlichen Arbeit. Daneben wird ein exemplarischer Einblick in einige Bereiche der Musikgeschichte gegeben. Grundlagen eines erfolgreichen Scheinerwerbs sind: regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit, Anfertigen einer Bibliographie zu einem gestellten Thema und das Bestehen der Abschlußklausur.

    Literatur:

    Hans-Heinrich Eggebrecht, Musik im Abendland. Prozesse und Stationen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, München und Zürich 1991.

     

    Joseph Kerman, Musicology (= Fontana Masterguides), London 1985, auch als: Joseph Kerman, Contemplating music. Challenges to musicology, Cambridge/Mass. 1985.

     

    Nicole Schwindt-Gross, Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel. Techniken. Aufgaben (= Bärenreiter Studienbücher Musik 1), 4. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Kassel u. a. 1992.

     

    Alastair Williams, Constructing Musciology, Aldershot 2002.

    Notationskunde I, U. Kramer
    2-std., Do 18-20
    M.A.

    Diese Übung dient der Vermittlung grundlegender Kenntnisse der Modal- und Mensuralnotation, also jenen Notationsformen, die zwischen dem späten 12. und dem 16. Jahrhundert zur Aufzeichnung der mehrstimmigen Musik verwendet wurden.
    Dabei soll es auch darum gehen, Einsichten in den unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Entwicklung von musikalischen Formen und Gattungen auf der einen und der zunehmenden Ausdifferenzierung in der Notationsweise auf der anderen Seite zu gewinnen.

    Literatur:

    Willy Apel, Die Notation der polyphonen Musik 900-1600, Leipzig [3]1982.

     

    Karl Schnürl, 2000 Jahre europäische Musikschriften, Wien 2000.

    Einführung in die Musikwissenschaft (Kurs B), T. Hindrichs
    2-std., Fr 10-12
    M.A., SE, BA-KF [07.114.010], BA-BF [07.114.010], BEd [07.114.010], DM, MM [07.114.010]

    Neben musikalischen Kenntnissen und Fähigkeiten und einem ausgeprägten Interesse für alle musikalischen Repertoires und die Musikgeschichte, setzt das Studium der Musikwissenschaft auch den selbstverständlichen Umgang mit spezifischen wissenschaftlichen Techniken und Arbeitsweisen voraus. Ziel der Übung ist es, hier die Grundlagen für ein erfolgreiches Grundstudium zu schaffen (der erfolgreiche Besuch ist Voraussetzung für die Teilnahme an einem Proseminar). Inhalte sind eine Einführung in die wichtigsten Hilfsmittel und Methoden des Fachs, Anleitung zur Arbeit in der Bibliothek und zur Recherche, sowie die Form einer schriftlichen wissenschaftlichen Arbeit. Daneben wird ein exemplarischer Einblick in einige Bereiche der Musikgeschichte gegeben. Grundlagen eines erfolgreichen Scheinerwerbs sind: regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit, Anfertigen einer Bibliographie zu einem gestellten Thema und das Bestehen der Abschlußklausur.

    Literatur:

    Hans-Heinrich Eggebrecht, Musik im Abendland. Prozesse und Stationen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, München und Zürich 1991.

     

    Joseph Kerman, Musicology (= Fontana Masterguides), London 1985, auch als: Joseph Kerman, Contemplating music. Challenges to musicology, Cambridge/Mass. 1985.

     

    Nicole Schwindt-Gross, Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel. Techniken. Aufgaben (= Bärenreiter Studienbücher Musik 1), 4. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Kassel u. a. 1992.

     

    Alastair Williams, Constructing Musciology, Aldershot 2002.

    Italienisch für Musikwissenschaftler II, A. Krüger
    4-std., Fr 14-18
    BA-KF [07.114.330]

    Exkursionen

    Düsseldorf: Robert-Schumann-Forschungsstelle, eintägig

    Die Exkursion wird im Rahmen des Proseminars „Der 'junge' Robert Schumann: Seine Werke bis zur ersten Sinfonie“ durchgeführt.

    Offenbach: André-Archiv, eintägig, A. Beer

    Die Exkursion wird im Rahmen des Proseminars „Quellen- und Handschriftenkunde“ durchgeführt. Einzelne Interessierte, die nicht am Seminar teilnehmen, jedoch die Exkursion gerne begleiten möchten, wenden sich bitte an den Dozenten.

    Köln: Präsentationswoche und „Computing Music“, A. Gräf

    Vorbesprechung: Mittwoch, 13.5.2009 – 14.00 Uhr in den Räumen der Musikinformatik (Pfeifferweg 12)
    Teilnahme KHM Jahresausstellung 2009 Köln (2-tägig, vorauss. Mitte Juli, genauer Termin wird noch bekanntgegeben)
    Teilnahme GIMIK Computing Music 2009 Köln (1-tägig, vorauss. Mitte November, genauer Termin wird noch bekanntgegeben)