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Italiano Projekt "Die Korrespondenz von Gaspare Spontini"  
   
 
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Das Projekt
Das Projekt zur Gesamtausgabe der Korrespondenz von Gaspare Spontini (1774-1851) wird geleitet von Prof. Dr. Christoph-Hellmut Mahling, Prof. Dr. Klaus Pietschmann und Prof. Dr. Axel Beer. Insgesamt wurden bislang etwa 2600 Briefe aus Archiven, Bibliotheken und Privatsammlungen zusammengetragen; aufgrund von Hinweisen aus der Korrespondenz ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Anzahl an geschriebenen Briefen deutlich höher liegt.

Der erste Band (herausgegeben von Frau Dr. Christine Mundt-Espin) wird ca. 350 Briefe von Juli 1804 bis Mai 1820 enthalten, umfasst also ziemlich genau Spontinis Pariser Jahre. Die Korrespondenzpartner in dieser Zeit sind neben den in Italien lebenden Geschwistern Spontinis Komponisten wie Salieri, Cherubini und Boieldieu, Sänger wie Nicola Tacchinardi und Rosa Morandi sowie Librettisten wie De Jouy und Constance de Pipelet de Leury, die spätere Fürstin zu Salm-Reifferscheidt-Dyck. Daneben stehen die herausragenden politischen Figuren der Zeit wie Napoléon Bonaparte, Kaiserin Joséphine, Prinz Eugène de Beauharnais, Vizekönig von Italien, Friedrich Wilhelm III. König von Preußen sowie verschiedene Minister der napoleonischen und postnapoleonischen Administration; hinzu kommen Musikverleger wie Weissenbruch, Schlesinger und Breitkopf & Härtel, Musikkritiker wie Amar Du Rivier, Duviquet und Sauvan sowie die führenden Persönlichkeiten der Grand Opéra und des Théâtre Italien.

Die Brieflektüre gestattet Einblicke in das kulturelle Leben der napoleonischen Ära, wie es sich aus den Produktionsvorgängen der Pariser Musikbühnen ablesen lässt; Fragen der Aufführungspraxis, die im Zusammenhang mit dem von Spontini freudig begrüßten Mälzelschen Metronom diskutiert werden, werfen auch ein interessantes Licht auf Spontinis Werkverständnis sowie seine Konzeption des Musikwerks geistiges Eigentum. Briefe an berühmte Sänger der Zeit illustrieren sein Bemühen, während seiner Leitung des Théâtre Italien (1810 bis 1812) an dem Haus ein erstklassiges Ensemble von Sängern zu installieren. Der Briefwechsel mit den Geschwistern illustriert höchst anschaulich die praktischen Folgen der Weltpolitik für die Bewohner der Marchen, einer Region, die als Teil des Kirchenstaates die unmittelbaren Folgen der napoleonischen und postnapoleonischen Politik zu tragen hatte.

Der Band wird voraussichtlich im Frühjahr 2011 erscheinen (Hainholz, Göttingen). Zwei weitere Bände (herausgegeben von Herrn Dr. Giuliano Castellani und Frau Dr. Christine Mundt-Espin) befinden sich bereits in Vorbereitung.

 
   
 


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