Der erste Band der Gesamtausgabe der Korrespondenz von Gaspare Spontini ist erschienen.
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Editionsprinzipien

Die Anfänge des Spontini-Projektes reichen in die 90er Jahre zurück. So konnte jetzt bei der Erstellung des ersten Bandes auf die umfangreichen Vorarbeiten aus dieser Zeit zurückgegriffen werden. Als Orientierung dienten die Richtlinien-Empfehlungen zur Edition von Musikerbriefen, wie sie 1997 im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Musikerbriefe vorgelegt worden sind (s. Bibliographie). Ergänzend wurden einige neuere Editionen herangezogen, die Briefwechseln aus dem französischen Sprachraum der napoleonischen Zeit gewidmet sind.

Leitendes Prinzip der Edition ist die weitestgehend diplomatische Wiedergabe der Quellentexte einschließlich orthographischer Fehler und Flüchtigkeiten sowie Eigenheiten der Interpunktion; die Eingriffe des Herausgebers sind so zurückhaltend wie möglich gehalten. Wenngleich in einer wohldosierten integralen Wiedergabe bis zu einem bestimmten Grade eine "partielle Aufhebung der Trennung zwischen Text und Apparat" (Zeller, 2002, S. 38) erfolgt, wie sie sich in den letzten Jahren in den Briefeditionen durchgesetzt hat, wird es hier einen minimalen kritischen Apparat geben. Auch der thematische Kommentar wird denkbar knapp gehalten: Die Edition versteht sich als Mittel zur Erschließung von Quellen, nicht zu deren Interpretation. Abgerundet wird die Ausgabe durch Korrespondentenverzeichnisse sowie ein Personen-, ein Orts- und ein Werkregister.