Music Migration in the Early Modern Age: the Meeting of the European East, West and South
Musik- und Musikermigration in der Frühen Neuzeit: Begegnungen zwischen Ost-, West- und Südeuropa

Projektpartner:





Kooperationen:

Mainzer Projektgruppe:

Kontakt:

www.heranet.info
musmig.hypotheses.org: (Projektblog)

Jun.-Prof. Dr. Gesa zur Nieden
Institut für Kunstgesch. u. Musikwiss.
Abteilung Musikwissenschaft
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Jakob-Welder-Weg 18
55128 Mainz
Tel.: 06131-39-20098
znieden@uni-mainz.de
Dr. Berthold Over
Institut für Kunstgesch. und Musikwiss.
Abteilung Musikwissenschaft
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Jakob-Welder-Weg 18
55128 Mainz
Tel.: 06131-39-22781
over@uni-mainz.de

Präsentation:

Das Projekt untersucht Migrationswege von Musikern und musikalischen Artefakten im Europa der Frühen Neuzeit, um einen Einblick in musikalisch-kulturelle Begegnungen verschaffen – in räumlicher Hinsicht (Ost,- West- und Südeuropa) wie in zeitlicher Hinsicht (17. bis 18. Jahrhundert). Hierbei sollen nicht nur Komponisten, Ausführende und Autoren von musikbezogenen Schriften einbezogen werden, sondern auch andere mit Musik in Verbindung stehende Berufe.

Die zentrale These des Projekts lautet, dass Wanderbewegungen und Migrationsprozesse von Musikern im 17. und 18. Jahrhundert wesentlich zum Kräftespiel und den Synergieeffekten auf der kulturellen Bühne Europas beitrugen, indem durch sie Neuerungen, Stilwechsel und neue Modelle musikalischen und sozialen Verhaltens vorangetrieben und die Herausbildung einer gemeinsamen kulturellen Identität Europas befördert wurden.

Erste, grundlegende Untersuchungen sollen konkrete Daten über die migrierten Musiker innerhalb einer theoretischen Konzeption liefern, die unterschiedlichste Informationen miteinander verbindet: über migrierte Musiker (Einzelne und Gruppen) und deren Reiserouten und Ziele, weltliche und geistliche Zentren mit besonderer Anziehungskraft, den kulturellen Transfer bestimmter musikalischer Formen und Stile sowie die individuellen und gesellschaftlichen Migrationsmotive (ideologisch, wirtschaftlich, politisch, etc.). Nach der kollektiven Sammlung dieser Daten werden konkrete Schilderungen und Argumente anhand ausgewählter Fallstudien diskutiert. Auf dieser Grundlage soll ein tieferes Verständnis der Beziehungen zwischen übergreifenden musikalischem Kategorien und individuellen, regionalen und nationalen Besonderheiten generiert werden.

Ziel des Projekts ist es, den wissenschaftlichen Forschungskreisen neue, bisher unbekannte, kritisch auf Relevanz überprüfte Daten und Ideen für weitere, übergreifende Studien in den Musik- und Kulturwissenschaften bereitzustellen. Dies soll mittels einer gemeinsamen Datenbank samt interaktiver Karten geschehen, die von den deutschen Projektpartnern aus Berlin und Mainz koordiniert wird. Zudem soll in unterschiedlichen Veranstaltungsformen wie einer Konzertreihe, einer Ausstellung, Tagungen und Workshops über die Forschungsergebnisse informiert werden. Monographien, kritische Texteditionen, Beiträge in Zeitschriften und die Veröffentlichung von musikalischem Material samt einführender Analysen und zum praktischen Gebrauch runden die geplanten Darstellungen der Forschungsergebnisse ab.

Neuigkeiten

Jetzt online: Die Projekthomepage www.musmig.eu.