Projektleitung:

Prof. Dr. Klaus Pietschmann (Universität Mainz)
in Verbindung mit Prof. Dr. Laurenz Lütteken (Universität Zürich)

Mitarbeiterinnen:

Dr. Alexandra Nigito (Postdoc-Stelle)
Lebenslauf: nigito.pdf
Lic.phil.hist. Lea Hinden (Doktorandin)
Lebenslauf: hinden.pdf

Kontakte:

Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft - Abteilung Musikwissenschaft
Universität Mainz
Jakob-Welder-Weg 18
55128 Mainz (Postfach 55099)
Tel. (06131) 39-22259
Fax (06131) 39-22993

pietschmann@uni-mainz.de
luetteken@access.uzh.ch
alexandra.nigito@musik.unibe.ch
lea.hinden@musik.unibe.ch

Präsentation:

Das Forschungsprojekt befasst sich mit der Frage nach einer musikalischen Profilbildung der führenden Adelsfamilien im Rom des späten 17. Jahrhunderts. Am Beispiel der beiden Protagonisten Lorenzo Onofrio Colonna und Benedetto Pamphilj, die zwischen 1670 und 1730 in Rom aktiv am musikalischen Geschehen beteiligt waren, soll die Selbstinszenierung im Rahmen musikalischer Praxis und Patronage untersucht werden. Die vernetzende Forschungsarbeit zielt darauf ab, ausgehend von neueren Untersuchungen zum Wirtschafts- und Sozialleben des frühneuzeitlichen Rom, insbesondere nach Kommunikationsformen des Adels sowie nach der Präsentation von Bildung zu fragen.

Das musikalische Engagement der römischen Eliten soll anhand der Opern-, Oratorien- und Kantatenpflege sowie mit Hilfe von neuen unveröffentlichten Dokumenten aus den beiden Familienarchiven untersucht werden. Weiter interessieren öffentliche und private Musikaufführungen an den jeweiligen Theatern, Akademien und Feste der beiden Adelsfamilien sowie die eigene künstlerische Tätigkeit am Hofe – so waren Benedetto Pamphilj und Lorenzo Onofrio Colonna nicht nur Mäzene, Widmungsträger und Kunstförderer, sondern auch selber Autoren, Mitwirkende und Musiker. Es ist anzunehmen, dass die römischen Eliten ihren politischen Ideen und Strategien durch musikalische Anlässe und die Schaffung entsprechender Aufführungsrahmen Ausdruck verliehen und dadurch eine Sonderstellung in der römischen Gesellschaft reklamierten. Diese repräsentativen Patronagesysteme führten zu konkurrenzierenden Tendenzen unter den Adelsfamilien, welche in einem ständigen Wettstreit um Ansehen und Anerkennung im kulturellen Leben der Stadt standen.

Das Projektziel soll durch zwei eng vernetzte Teilprojekte erreicht werden, die im Rahmen einer Promotions- und einer Postdoc-Stelle besetzt sind.

Italiano: presentazione.pdf

Finanzierung und Projektdauer:

Das Forschungsprojekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.

Für das Projekt ist derzeit eine Laufzeit von zwei Jahren vorgesehen. Für 2010 ist eine Tagung zum Projektthema in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Institut in Rom geplant.

Italiano: finanziamento.pdf