Teilprojekt 1 - Magdalena Boschung

Teilprojekt 1 beschäftigt sich mit der Kantatenproduktion Antonio Caldaras für den Fürsten Ruspoli (1672-1731), jenem Mäzen, für den auch Georg Friedrich Händel die meisten seiner römischen Kantaten schrieb. Als Nachfolger Händels war er von 1709-1716 für Fürst Ruspoli tätig und komponierte für ihn ca. 130 Kantaten, von denen ca. 80 erhalten sind.

In Teilprojekt 1 soll im Rahmen der Fragestellung ein konzentrierter Blick auf die Kantatenproduktion eines Komponisten geworfen werden, während in Teilprojekt 2 ein breiterer Ansatz verfolgt wird.

Teilprojekt 2 - Dr. Berthold Over

Teilprojekt 2 untersucht die Repertoires von vier wichtigen römischen Musikmäzenen: Kardinal Benedetto Pamphilj (1653-1730), Kardinal Pietro Ottoboni (1667-1740), Kardinal Carlo Colonna (1665-1739) und Fürst Ruspoli (1672-1731). Diese Repertoire-Untersuchung soll es ermöglichen, den Kontext zu rekonstruieren, in dem Händels römische Kantaten entstanden sind.

Insgesamt sind ca. 300 Kantatenkompositionen aus den Repertoires der genannten Adelshöfe erhalten, die von Komponisten wie Alessandro Scarlatti, Giovanni Bononcini, Carlo Francesco Cesarini und Pietro Paolo Bencini stammen. Sie sollen im Rahmen der Fragestellungen auf textliche und musikalische Codes hin untersucht werden und dadurch zur Klärung der Funktion der Kantate in der römischen Adelsgesellschaft beitragen.