Prof. Dr. Dr. h.c. Hellmut Federhofer

Im 103. Lebensjahr verstarb am 1. Mai 2014 der ehemalige Direktor des Musikwissenschaftlichen Instituts der Johannes Gutenberg-Universität, Prof. Dr. Dr. h.c. Hellmut Federhofer. 1911 in Graz geboren, erhielt Federhofer, u.a. bei Alban Berg, dem Liszt-Schüler Emil von Sauer und Alfred Orel, eine umfassende musikalische und musikwissenschaftliche Ausbildung. Neben seiner Tätigkeit als Bibliothekar leitete er seit 1945 das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Graz und übernahm im Jahre 1962 den Mainzer Lehrstuhl, den er bis 1979 innehatte. Bereits im Jahr seiner Übersiedlung nach Mainz trat er, dem musikalische Lokalforschung stets ein zentrales Anliegen war, in die Arbeitsgemeinschaft für mittelrheinische Musikgeschichte ein; 1967 begründete er die Schriftenreihe Mainzer Studien zur Musikwissenschaft. Noch bis in seine letzten Lebenstage hinein zeigte sich Hellmut Federhofer, dessen wissenschaftliche Aktivität erst mit seinem Tod endete, an den Geschicken seines Instituts (nunmehr Abteilung innerhalb des Instituts für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft) in hohem Maße interessiert. Nicht nur die Liebenswürdigkeit des Menschen Hellmut Federhofer wird uns fehlen: Was er als überaus passionierter Wissenschaftler hinterließ, hat unser Fach geprägt und wird weiterhin nachwirken.