Anmerkungen

[1] Der zweitgrößte Internetdienst Compuserve beendete das 2. Geschäftsquartal 1996 mit ca. 30 Millionen Dollar Verlust. Grund hierfür ist wohl der Konkurrenzdruck unter den Internetprovidern und die damit gesunkenen Einnahmen aus Internetanschlüssen. (Macwelt 10/96, S.10).

[2] Diese Konsole ist nur eine Komponente einer "Produktfamilie für das Internet/Intranet" (Macwelt 4/96, S.12).

[3] Das erste deutsche Internet-Online-Radio sendet viermal täglich im Internet. (Macwelt 11/96, S.24).

[4] Eine solche Anwendung ist z.B. die WWW-Schnittstelle der Universitätsbibliothek an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Hier sind Abfrageoptionen der Datenbank auf WWW-Seiten verfügbar.

[5] Hierbei handelt es sich um Softwarewerkzeuge, die bei den marktführenden WWW-Browsern als zuladbare Erweiterungen benutzt werden. So können Datenformate, die keinem WWW-Standard entsprechen, dennoch im Browser angezeigt werden. Diese Entwicklung ist zum einen nützlich, da hier für einen Datenanbieter die Möglichkeit besteht, komplexe Daten, z.B. Filme, in nur einem Datenformat anzubieten. Die Daten werden dann vom WWW-Browser auf Rechnern angezeigt, die ansonsten spezielle Hilfsprogramme verwenden müßten. Andererseits werden nun von vielen Softwareherstellern entsprechende Plug-Ins für ihre Datenformate angeboten, was zum einen den Speicherbedarf für die WWW-Browser der Anwender anwachsen läßt und zum anderen einer angestrebten Vereinheitlichung und Vereinfachung von Daten zugunsten einer plattformunabhängigen Kommunikation im WWW entgegenarbeitet.

[6] PARES ist der Arbeitsname des Teilvorhabens "Autodeskribierende Recherchesysteme" im Rahmen des vom Forschungsverbund Medientechnik Südwest (FMS) geförderten Projekts "Datenreduzierte digitale Speicherung von Musik und Sprache mit Echtzeitzugriff für Archive in Forschung und Rundfunk". Dieses Teilprojekt untersuchte die datenreduzierte Speicherung von regelbasierten Bildreihen an exemplarischen Bildanalysen aus dem Werk Picassos.

[7] Vgl. Abschnitt "Der Webmole - Ein Strukturierungswerkzeug für HTML-Konstrukte" im Kapitel "2.3.2. Die Versant-Verwaltungsebene".

[8] Im Bereich Musikinformatik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stehen für die Erprobung eines solchen Projektes die beiden objektorientierten Datenbanken GemStone und Versant zur Verfügung.

[9] Die Migration eines relationalen Datenbankschemas in das Informationssystem soll im Rahmen einer Diplomarbeit innerhalb des Projekts geleistet werden.

[10] HTML 2.0 ist als Standard für ein SGML-Dokument spezifiziert worden [14] (hier auch andere Spezifikationen).

[11] In den Bereichen der Audio-, Animations- und Videodaten greift das Konzept der Standardisierung von Datenformaten innerhalb des WWW nicht. Es gibt für unterschiedliche Rechnerplattformen unterschiedliche Datenformate. Der von der W3C vorgeschlagene Standard für Videodaten MPEG z.B. kann nicht auf allen Plattformen dargestellt werden. Filmdateien können auf PCs und Macintosh-Rechnern im Quicktime-Format abgespielt werden, Computer mit Unix-Betriebssystem dagegen können lediglich Filme im MPEG-Format darstellen.

[12] Die Firma Netscape z.B. führt einige Funktionen ihres WWW-Browsers "Navigator" als sogenannte HTML-Erweiterungen ein, bevor solche Konzepte dem W3C als Vorschläge für die Aufnahme in den HTML-Standard unterbreitet wurden.

[13] Zumindest für die Eingabe/Änderung von Daten ist diese Lösung komfortabler als die Alternative, für jede Einzeloperation ein eigenes Browserfenster zu öffnen.

[14] Dieses Werkzeug wird unter der Bezeichnung User Dependent Image Designer (UDID) im Rahmen einer Diplomarbeit innerhalb des Projekts erstellt.

[15] Hier bieten leistungsfähige WWW-Browser zwei Möglichkeiten zum Datentransport. Üblicherweise holt sich der Datensuchende komprimierte Dateien über HTTP bzw. FTP. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dem Datensuchenden solche Dateien auf sein Verzeichnis zu übertragen, wenn die Zugriffsrechte dies zulassen.

[16] Die OMG (Object Managment Group) ist ein Zusammenschluß von Hardware- und Softwareherstellern, die sich schon frühzeitig um eine Standardisierung von Objekt-Technologien bemüht haben. Entwickler und Hersteller von objektorientierten Datenbanken bilden in der OMG eine Art Untergruppe, die Object Database Managment Group (ODMG). Sie betreibt speziell die Standardisierung von OODB-Technologien, insbesondere eines Objektmodells.

[17] Diese anschaulichen Begriffe dienen einer einfachen Darstellung. Das Konzept ist aber allgemeiner gehalten. Ähnlich wie in einem "Verzeichnis" bzw. "Dirctory" neben einfachen Dateien auch wieder Verzeichnisse selbst, in beliebiger Rekursion, enthalten sein können, kann ein "Datenmolekül" sich aus "Atomen", aber auch aus anderen "Molekülen" zusammensetzen.

[18] Diese Platzhalter bestehen aus den Attributnamen, die am Beginn und am Ende durch das Zeichen "@" markiert sind.

[19] Zur Demonstration der Datenbankfunktionalität wurden Text-, Audio- und Grafikdaten im Informationssystem eingelesen bzw. abgerufen.

[20] Ein Problem bildete die Festlegung auf eine bestimmte Sprache in der Ausgestaltung der Bedienoberfläche, da die deutschen und englischen Sprachkenntnisse einiger Besucher nicht zum Verständnis der Bedienfunktionen ausreichten. Eine multilinguale Lösung, wie sie für ein kommerzielles Produkt üblich wäre, ist wegen der geringen Personalkapazität des PRISMA-Projekts bei der Erstellung dieses Prototyps nicht zu leisten.

[21] Mitarbeiter des Deutschen Musikarchivs in Berlin beispielsweise sahen als Anwendung eines solchen Systems die Möglichkeit, kurze Klangbeispiele zu erfaßten Musikstücken über das Internet anzubieten.

[22] Die Möglichkeit zur Einbindung relationaler Datenbanken soll ebenfalls innerhalb des Projekts erprobt werden.

[23] Das Einbinden von "flüchtigen" Daten, also etwa Daten, die auf HTML-Seiten enthalten sind, ist auch für ein solches System eine personalintensive Aufgabe. Selbst wenn die Inhalte solcher Seiten automatisch strukturiert werden können, muß die Auswertung der Informationen auf ihre Brauchbarkeit durch einen kundigen Betreuer geleistet werden. Dieser Aufwand ist bei einer Auswertung von Datenbanken geringer.

[24] Derzeit gibt es nach Auskunft der Verwertungsgesellschaft für Bild und Kunst keine verbindlichen Richtlinien zum Erwerb von Vervielfältigungsrechten für Bilder, die im WWW präsentiert werden sollen. Hier fehlt es an internationalen Vereinbarungen.