PRISMA Picture Retrieval and Information System of Modern Arts



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Ein Forschungsprojekt der
Johannes Gutenberg-Universität Mainz



Gefördert von der
Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation





Entstehung des PRISMA-Projekts

PARES - Picture Administration and Retrieval System

Das vom Forschungsverbund Medientechnik Südwest (FMS) geförderte und 1995 abgeschlossene PARES-Projekt war Teil des Projekts "Datenreduzierte digitale Speicherung von Musik und Sprache mit Echtzeitzugriff für Archive in Forschung und Rundfunk". Es befaßte sich mit der datenreduzierten Speicherung von Bildstrukturen und Bildfolgen unter Verwendung objektorientierter Datenbanken, der Spezifizierung von Struktur und Dynamik in einer solchen Datenbank mittels Graphgrammatiken, sowie der Recherche in komplex strukturierten Anwendungen. Eine spätere Anwendung für ein solches System könnte etwa ein Redakteursarbeitsplatz für Multimediaverarbeitung im Bereich von Rundfunkanstalten sein. Ein zentraler Untersuchungsgegenstand war auch die Evaluation objektorientierter Datenbanken für dieses Anwendungsgebiet, mit selbstentwickelten graphischen Abfragesystemen, die eine einfache Exploration des Wissens in der Datenbank ermöglichten. Zur Einrichtung des Datenbestandes konnten Untersuchungen von Prof. König, Fachbereich Bildende Kunst der Universität Mainz, über "Formale Strukturen bei den Bildern Pablo Picassos" verwendet werden.


PRISMA - Picture Retrieval and Information System of Modern Arts

Schon bei der Bearbeitung von PARES ergab sich die Fragestellung der Implementation eines graphischen Abfragesystems zur Exploration der Datenbankinformationen. Gerade in diesem Themenbereich liegt eine Vielzahl von Problemen, denn Information ist unnütz bzw. nicht vorhanden, wenn keine übersichtliche Navigation im Datenbestand möglich ist. Auch die Vorgabe von festen Suchstrategien erleichtert dem Anwender eine Recherche im Gesamtdatenbestand von Informationssystemen nicht.

Daher wird PARES durch das von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation geförderte Projekt PRISMA fortgeführt, welches die Erweiterung der bisher erarbeiteten Konzepte auf verteilte objektorientierte Datenbanken vorsieht. Verantwortlich für die Durchführung des Projektes sind Prof. Dr. H. Göttler , Prof. G. König und Dr. F. Wankmüller. Ziel ist hierbei, mit Hilfe von objektorientierten Datenbanken räumlich verteilte und unterschiedlich strukturierte Informationen unter einer einheitlichen, anwenderfreundlichen Benutzeroberfläche zu verwalten. Das Internet soll dabei als Kommunikationsmedium verwendet werden. Es ist das wahrscheinlich größte und vielseitigste Informationsmedium der Gegenwart. Leider sind die großen Datenmengen wenig oder gar nicht strukturiert und die Suche nach Informationen daher sehr zeitaufwendig. Die aktuellen Suchwerkzeuge erlauben zwar eine Stichwortsuche, bieten aber keine weitergehenden Möglichkeiten, gefundene Informationen zu strukturieren. Seine Popularität erlangte das Internet insbesondere durch den weitgehend graphischen Zugriff auf standardisierte Daten über das World Wide Web (WWW). Die Stärke des WWW liegt in der weitgehenden Plattformunabhängigkeit des Zugriffs. Die Informationen können von einer Workstation wie auch vom PC eines Heimanwenders abgerufen werden. Derzeit wachsen die Bestrebungen, Datenbanken an das WWW anzubinden und reine Informationsseiten zu interaktiven Seiten weiterzuentwickeln, die dann als Schnittstelle für Anwendungen dienen können. Plattformunabhängigkeit, Objektorientierung sowie Daten- und Systemsicherheit sind dabei die wesentlichen Designkriterien.

Das PRISMA-System nutzt das Internet sowohl zum Transport von Daten zwischen den verschiedenen Datenbeständen, als auch für den Zugriff auf die Daten selbst, da die Benutzeroberflächen der Software-Werkzeuge den standardisierten Internet-Dienst WWW verwenden. Indem die Benutzerschnittstelle zum Informationssystem durch die Seitenbeschreibungssprache HTML (Hyper Text Markup Language, ein Standard zur Gestaltung von WWW-Seiten) definiert wird, ist eine einfache Handhabung des Systems auf der Benutzerseite sowie weitgehende Plattformunabhängigkeit realisiert.





Möglichkeiten des Informationssystems

"Multimedialer Karteikasten" - Optimierung der Datensuche

Mit zunehmender kommerzieller und öffentlicher Nutzung der Netzwerkdienste im WWW wird die Internet-Verbindung zwischen Datenanbieter und -suchendem zu einer knappen Ressource, da die zur Verfügung stehenden Übertragungswege zunehmend ausgelastet werden. Der Zugang zu gesuchten Daten wird in dem Maße schwieriger, wie das Datenangebot zunimmt. Eine kurzfristige Entlastung könnte hier durch Optimierung des Datentransportes erreicht werden. Dazu gehört das Vernetzen verschiedener Datenträger über Recherchesysteme innerhalb von Informationssystemen. Mehrfache Datenhaltung, und so auch mehrfacher Transfer identischer und damit redundanter Daten an einen Datensuchenden, wird durch solche Systeme verhindert. Über die Benutzerschnittstellen von Informationssystemen werden unterschiedlichste Datenformate plattformübergreifend und weltweit zugünglich.


"Wissen ohne Grenzen" - plattformunabhängiges Arbeiten

Durch eine Kooperation von Medienanbietern, Softwarehäusern, Universitäten und Fachhochschulen kann über Informationssysteme eine effiziente Plattform zum Wissensaustausch entstehen. Die im Projekt entwickelten Methoden und Anwendungen können in Bereichen wie CAD (Computer Aided Design), Produktbetreuung, Online-Kundendiensten sowie in Forschung und Lehre eingesetzt werden. Doch auch private Anwender können die volle Funktionalität des Systems nutzen. Durch die Übertragung der Bedienoberfläche auf HTML-Standard genügt ein Internet-Zugang und ein grafikfähiger WWW-Browser, um ohne Einschränkungen auf der Datenbank arbeiten zu können.


"Neue Medien, neue Wege" - Nutzung als Autorensystem

Ein denkbares Eisatzgebiet für ein solches System ist die Adaption auf einem Multimedia-Arbeitsplatz bei einer Rundfunkanstalt. Hier erhält ein Redakteur die Möglichkeit, zum einen Recherchen auf dem Gesamtdatenbestand der angeschlossenen Archivdatenbanken durchzuführen, zum anderen kann er aus den gefundenen Daten direkt einen Beitrag konzipieren und zusammenstellen. Dieser Beitrag läßt sich rundfunkgerecht bearbeiten, kann aber auch über WWW ausgegeben oder über CD-ROM vertrieben werden. Registrierte Benutzer des Informationssystems können auch eigene Daten auf dem Informationssystem speichern und ggf. anderen zur Nutzung überlassen.





Dateneingabe im PRISMA-Informationssystem

Die gespeicherten Objekte (Daten) können durch die intuitive Benutzungsoberfläche für Update und Recherche anwenderfreundlich bearbeitet werden.





Datenausgabe über Internet/WWW

Die Benutzeroberfläche des PRISMA-Informationssystems ist über herkömmliche WWW-Browser aufrufbar. Datenbankoperationen wie Recherchen auf dem Datenbestand, Eingabe und Änderung von Daten können über Internet durchgeführt werden.

Durch die Möglichkeit, gefundene Daten beliebig neu zu strukturieren und deren Ausgabe über eigene Methoden neu zu definieren, kann das Informationssystem auch als Autorensystem genutzt werden.





Die Adressen der am Projekt beteiligten Einrichtungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz:

Johannes Gutenberg-
Universität Mainz
Bereich Musikinformatik/
FB16
D - 55099 Mainz
Johannes Gutenberg-
Universität Mainz
Institut für Informatik /
FB 17
D - 55099 Mainz
Besucheranschrift:

Johann-Friedrich-von-
Pfeiffer-Weg 12
D - 55128 Mainz

Besucheranschrift:

Staudinger Weg 9

D - 55128 Mainz

Telefon: 06131/ 39-5142

Fax: 06131/ 39 4717

Telefon: 06131/ 39-2923

Fax: 06131/39-3534