Bericht des Interdisziplinären Arbeitskreises „Musik- und Kunstinformatik“

1995 – 1999 

Der vorliegende Bericht gibt einen Überblick über die Aktivitäten des IAK „Musik- und Kunst­informatik“ in den Jahren 1995 bis 1999 gemäß §3 der Senats-Regelung vom 14.1.1994.


1 Der IAK – ein kurzer Überblick

Der Interdisziplinäre Arbeitskreis „Musik- und Kunstinformatik“ wurde im Jahr 1989 ge­gründet und nahm mit der konstituierenden Sitzung vom 6.12.1989 unter dem Vorsitzenden Univ.-Prof. Dr. Christoph-Hellmut Mahling und dem Stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Frank Wankmüller seine Arbeit auf. Primäres Ziel des Arbeitskreises war und ist die Förde­rung interdisziplinärer Lehr- und Forschungsaktivitäten an der Schnittstelle zwischen Musik und Kunst einerseits und der Informatik andererseits. Dieses Themengebiet ist heute, am Vor­abend des 21. Jahrhunderts, so aktuell wie nie zuvor, hängt es doch unmittelbar zusammen mit den neuesten Entwicklungen auf den Gebieten der Informations- und Kommunikations­technologie, wie z.B. der rasanten Fortentwicklung preiswerter Multimedia-Computer, der fortschreitenden weltweiten Vernetzung mittels der Mobilkommunikation und des Internets, sowie den in der Enführungsphase befindlichen neuen digitalen Rundfunkmedien wie z.B. DAB und DVB-T (digitales Radio und Fernsehen).

Gerade der rasche technologische Fortschritt hat dabei ein neues Tätigkeitsfeld für die gei­steswissenschaftlichen und künstlerischen Disziplinen eröffnet: Die Bedeutung des „Con­tent“, der (vor allem nicht-technischen) Inhalte, wächst stetig angesichts immer schnellerer Datennetze und wachsender Speicherkapazitäten einerseits und des exponentiellen Wachs­tums der Zahl der Endnutzer und der entsprechend zunehmenden Nachfrage nach einem viel­fältigen und qualifizierten Informationsangebot andererseits. Um diesem Informationsbedürf­nis im „globalen Dorf“ (Marshall McLuhan) des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden, müssen sowohl die Vertreter der geisteswissenschaftlich/künstlerischen als auch die der tech­nisch/naturwissenschaftlichen Disziplinen gründlich umdenken und ‑lernen. War die Ent­wicklung im 20. Jahrhundert häufig durch eine sich vertiefende Kluft zwischen diesen beiden Richtungen gekennzeichnet, so ist bereits heute eine Tendenz zu mehr Zusammenarbeit zu erkennen. Diese wird von den Interessen (zumindest von Teilen) beider Gruppen getragen: Ohne entsprechende nicht-technische Inhalte und benutzerfreundliche Anwendungen werden sich die neuen Technologien und Medien sicher nicht auf breiter Front durchsetzen; anderer­seits eröffnen Kooperationen den geisteswissenschaftlich/künstlerischen Richtungen die Möglichkeit, bei der Entwicklung der neuen Technologien im Hinblick auf ihre Anforderun­gen und Erkenntnisse mitzuwirken. Der gegenwärtige Boom von „virtuellen“ Archiven, Mu­seen und Verlagen im Internet bietet nur einen Vorgeschmack der kommenden Entwicklun­gen.

Der IAK fördert diesen immer wichtiger werdenden Austausch und die Zusammenarbeit zwi­schen geisteswissenschaftlich/künstlerischen und technisch/naturwissenschaftlichen Diszi­plinen durch seine interdisziplinären Aktivitäten auf dem Gebiet der Musik- und Kunstinfor­matik. Aus der Thematik ergibt sich dabei natürlicherweise auch eine Auseinandersetzung mit medientechnischen Fragestellungen. Am Arbeitskreis nehmen Wissenschaftler und Künstler der verschiedensten Richtungen teil: Musiker, Musikwissenschaftler, Bildende Künstler und Kunstwissenschaftler, Informatiker, Physiker, Mathematiker, Nachrichtentechniker, Biologen, Mediziner u.a. Besonderer Wert wird dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Vertretern der Praxis (Rundfunk, Verlage, IKT-Unternehmen) gelegt. Der Interessentenkreis des IAK um­fasst zur Zeit 162 Personen; die mit dem IAK in Zusammenhang stehende Schriftenreihe „Musikinformatik & Medientechnik“ wird an zahlreiche Bibliotheken und Interessenten ver­sandt.

Die Aktivitäten des IAK sind vielfältig. Kernbereiche sind die Vorbereitung und Durchfüh­rung spezieller Lehrveranstaltungen und einer Vortragsreihe, in deren Rahmen Referate zu aktuellen Forschungsthemen und Praxis­erfahrungen angeboten werden. Forschungsergebnisse, Lehrveranstaltungen und Vorträge werden in der Schriftenreihe „Musikinformatik & Medientechnik“ und darüber hinaus auf den WWW-Sei­ten des Bereichs Musikinformatik und des IAK im Internet dokumentiert. Außerdem wurden im Arbeitskreis verschiedene Ideen und Ansätze entwickelt, die zu interdisziplinären Kooperationen geführt haben. Auf Anregung des Arbeitskreises entstanden so durch die Initiative seiner Mitglieder wieder einige interessante Forschungsvorhaben, die ebenfalls in diesem Bericht dokumentiert sind (vgl. Abschnitt 4). Die meisten Akti­vitäten werden in Zusammenarbeit mit externen Partnern durchgeführt. Dazu zählen For­schungsinstitute im In- und Ausland ebenso wie Rundfunkanstalten und privatwirtschaftliche Unternehmen. Durch eine Vereinbarung des Landes Rheinland-Pfalz und der IBM Deutsch­land konnte zudem im Jahre 1994 Dr. Hubert Kupper zunächst als Gastdozent, seit 1997 als Honorarprofessor, gewonnen werden, durch den das Gebiet „Systematische Musikwissen­schaft und Musikinformatik“ nun auch regelmäßig in der Lehre des Musikwissenschaftlichen Instituts vertreten ist. Darüber hinaus arbeitet Prof. Kupper bei verschiedenen Projekten des IAK und des Bereichs Musikinformatik mit.

Mit dem tragischen Tod von Dr. Frank Wankmüller nach kurzer und schwerer Krankheit hat der IAK „Musik- und Kunstinformatik“ im Januar 1998 seinen langjährigen Stellvertretenden Vorsitzenden und den Leiter des assoziierten Bereichs „Musikinformatik“ verloren. Während seiner Tätigkeit hat Dr. Wankmüller eine ganze Reihe von umfangreichen Drittmittelprojek­ten und weiteren Veranstaltungen im Rahmen des IAK initiiert und durchgeführt. Auf einer Sitzung des IAK-Sprecherausschusses im Dezember 1998 wurde Dr. Albert Gräf, Mitarbeiter des Bereichs Musikinformatik seit 1991, zum neuen Stellvertretenden Vorsitzenden des IAK gewählt.


2 Vortragsreihe

Die Vortragsreihe des IAK, in der vor allem externe Gäste über ihre Forschungsarbeiten und Praxiserfahrungen berichten, dient einerseits der Information über allgemeine, sowohl künst­lerisch/geisteswissenschaftlich als auch technisch orientierte, Themen der Musik- und Kunst­informatik, andererseits auch der Präsentation von Forschungsergebnissen und Anwendungs­beispielen, die im Zusammenhang mit den vom IAK durchgeführten Drittmittelprojekten als auch mit der Vorbereitung neuer Forschungsvorhaben zu sehen sind. Ziel ist dabei, möglichst allgemeinverständliche Überblicke über interessante interdisziplinäre Forschungsansätze aus diesem Bereich zu geben, die eine intensive fächerübergreifende Diskussion ermöglichen und so auch Ansatzpunkte für die Kooperation von Mitgliedern des Arbeitskreises untereinander und mit externen Partnern liefern. Dabei wurde in den Jahren 1995-1999, wie auch bereits in den fünf Jahren davor, ein breites Themenspektrum abgedeckt. Entsprechend den durchge­führten und in Vorbereitung befindlichen Forschungsvorhaben des IAK (vgl. Abschnitt 4) reicht dieses Spektrum von systematischen musikwissenschaftlichen Analysen von Komposi­tions- und Interpretationstechniken, über die Eigenschaften moderner multimedialer Rund­funksysteme, bis hin zu mathematischen Modellen und algorithmischen Verfahren bei der Lö­sung komplexer Optimierungsprobleme. Die Abstracts aller Vorträge im Berichtszeitraum finden sich in Anlage A.

Der ursprünglich für das SS 1999 vorgesehene Vortrag von Prof. Enders (Osnabrück) über musikalische Autorensysteme musste wegen terminlicher Probleme auf das WS 1999/2000 verschoben werden; für dieses WS sind darüber hinaus ein Vortrag über die Anforderungen des Rundfunks an die musikwissenschaftliche Ausbildung der Zukunft und zwei Vorträge zum Einsatz des Computers bei kunstwissenschaftlichen und kunstpädagogischen Anwendungen ge­plant.


3 Weitere Veranstaltungen

Über die Vortragsreihe hinaus wurden wieder einige Veranstaltungen zu speziellen Themen angeboten. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Fort- und Weiterbildung der Johannes Gutenberg-Universität wurden zwei Vorlesungen als Blockveranstaltungen durchgeführt, die jeweils sowohl externen Gästen als auch Studierenden und Mitarbeitern der Universität offen­standen:

· „Komposition: Ästhetik und Algorithmik“ von Prof. Clarence Barlow (WS 1997/98). Mit Prof. Barlow vom Institut für Sonologie Den Haag konnte ein international bekannter Komponist und Pionier der Computer-Musik gewonnen werden, um Ansätze für algo­rithmische Kompositionstechniken und die entsprechenden Software-Werkzeuge theore­tisch und praktisch anhand ausgewählter Werke darzustellen. Die Veranstaltung stieß so­wohl bei Lehrenden und Lernenden als auch bei Musikschaffenden auf großes Interesse, die die besondere Gelegenheit auch nutzten, um aus erster Hand Einblick in die Werkstatt eines zeitgenössischen Komponisten zu erhalten. Auch der Rundfunk war bei der Vorle­sung zugegen: Anfang 1998 wurde über die Veranstaltung ausführlich in einem einstündi­gen Feature der Reihe „Werkstatt“ im Kulturprogramm des SWR berichtet.

· „Musik und Computer“ von Prof. Hubert Kupper (WS 1998/99). Thema der Veranstal­tung von Prof. Kupper waren die neuen Möglichkeiten beim Komponieren, Arrangieren und bei der nachträglichen Bearbeitung von Musikstücken mit dem Computer, insbeson­dere im Hinblick auf den mittlerweile etablierten MIDI- („Musical Instruments Digital Interface“-) Standard.

Die Abstracts der o.g. Veranstaltungen finden sich in Anlage B.

Eine aktualisierte Neuauflage der Veranstaltung von Prof. Barlow ist geplant, wobei diesmal auch Gelegenheit zu praktischen Übungen mit Software-Werkzeugen für die algorithmische Komposition gegeben werden soll. Ein Problem dabei ist jedoch, dass zu diesem Zweck die Software teilweise noch auf PC’s portiert werden muss, und dem IAK bzw. dem Bereich Mu­sikinformatik derzeit keine geeigneten Übungs-PC’s zur Verfügung stehen.

Wie bereits in Abschnitt 7 des letzten Tätigkeitsberichts 1994 vermerkt wurde, ist seit dem SS 1994 Prof. Kupper im Rahmen einer Vereinbarung des Landes Rheinland-Pfalz mit IBM Deutschland als Gastdozent, seit 1997 als Honorarprofessor, für Systematische Musikwissen­schaft und Musikinformatik am Musikwissenschaftlichen Institut der Johannes Gutenberg-Universität tätig. Eine Liste der einschlägigen Veranstaltungen im Berichtszeitraum findet sich ebenfalls in Anlage B.

Außerdem fand am 5.6.1997 eine weitere Exkursion zum Projektpartner SDR in Stuttgart statt, bei der das neue Sendeabwicklungs-System DIMOS und die digitalen Studios des SDR in einem Vortrag erläutert und anschließend vorgeführt wurden. Bei DIMOS handelt es sich um den Nachfolger des SEKAMOS-Systems, das auf Basis eines Kassetten-Hochregallagers die automatische Tonträger-Bereitstellung inkl. Erstellung von Sendeablaufplänen, GEMA-Abrechnung etc. gestattete, und das bereits Gegenstand einer Exkursion war (vgl. Abschnitt 3 des IAK-Tätigkeitsberichts 1994). Im Unterschied zu SEKAMOS werden bei DIMOS die Musik-Aufnahmen zusammen mit zusätzlichen Beschreibungen (z.B. Deskriptoren der Ton­träger) in einem digitalen Optical Disk-Speicher mit großer Kapazität abgelegt. Die Spei­chereinheit ist über schnelle hausinterne Netzwerke mit den Redakteurs-Arbeitsplätzen, digi­talen Schneideplätzen, Studios etc. verknüpft und kann so jederzeit abgerufen werden. Einige wesentliche Komponenten dieses Systems wurden vom SDR im Rahmen des Projekts I.4 des Forschungsverbundes Medientechnik Südwest erarbeitet, in dem die Musikinformatik als Projektpartner des SDR ebenfalls vertreten war (vgl. folgenden Abschnitt).


4 Drittmittelprojekte

Trotz der schwieriger gewordenen öffentlichen Haushaltslage, die sich insbesondere natürlich auch auf die Vergabe von Fördermitteln für universitäre Forschungsvorhaben auswirkt hat, wurden auf Anregung des IAK, wie im letzten Berichtszeitraum auch, wieder einige interdisziplinäre Forschungsvorhaben initiiert, für die in größerem Umfang Drittmittel eingeworben werden konnten. Der erfolgreiche Abschluss der Projekte im Forschungsverbund Medientechnik Südwest (FMS Phase I) im Jahr 1995 lieferte die Grundlage für weitere Vorhaben in den Bereichen der objektorientierten Multimedia-Daten­banken und der Planung von Kommunikationsnetzen, die vom Institut für Informatik und dem Bereich Musikinformatik durchgeführt wurden. So wurden die Projekte „Entwicklung eines Konzepts verteilter objektorientierter Bilddatenbanken im technischen und künstleri­schen Einsatzfeld am Beispiel eines Informationssystems zum Werk Pablo Picassos (PRISMA)“ (das auf den Ergebnissen des im Rahmen von FMS Phase I durchgeführten „PARES“-Projektes aufbaut) und „Algorithmische Grundlagen der Netzplanung“ (mit dem das in der Phase I des FMS erworbene Know-How bei der Planung von Rundfunknetzen auf den Bereich der kabelbasierten Kommunikationsnetze erweitert wird) von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation gefördert.

Auch in der 1997 begonnenen Phase II des FMS ist der Bereich Musikinformatik wieder mit einem Projekt zur Pla­nung digitaler Rundfunknetze vertreten. Wie schon in der Phase I des FMS umfasst die zweite Phase Forschungsinstitute, Rundfunkanstalten und Unternehmen der Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, die sich zum Ziel gesetzt haben, die medientechnische Entwicklung im Südwesten Deutschlands voranzutreiben. Dabei geht es insbesondere um die digitale Studiotechnik (Projektbereich I), Frequenzökonomie und digitale Übertragungsver­fahren (Projektbereich II) und die Weiterentwicklung der Zugangsnetze (Projektbereich III). Eine genauere Beschreibung findet sich in Anlage C. Am Projektbereich II ist der Bereich Musikinformatik, zusam­men mit der Abteilung Sendertechnik des SWR Baden-Baden, mit einem Projekt zur Entwicklung von Planungswerkzeugen für digitale Funknetze beteiligt. Die Gesamtleitung dieses Projekts liegt beim Bereich Musikinformatik.

Die Forschungsarbeiten haben auch eine ganze Reihe interessanter Kontakte zu anderen For­schungsinstituten und potentiellen Projektpartnern eröffnet, die zum Teil bereits in konkrete Kooperationen umgesetzt werden konnten. Zu nennen sind hier insbesondere das Institut für Kunstwissenschaft/Bildende Kunst der Universität Koblenz-Landau („PRISMA“-Fortsetzung „Entwicklung pädagogischer Arbeitsplattformen für den Einsatz im Kunstunterricht auf der Basis objektorientierter Datenbanken im Internet“), die Mathematik-Abteilungen der TU Ber­lin und der ETH Lausanne in der Schweiz (Sendernetzplanungs-Projekte), das Musikwissen­schaftliche Institut und das Fachgebiet Praktische Informatik der Universität Osnabrück (ge­plantes Vorhaben im Themengebiet Musikinformatik) sowie die Deutsche Flugsicherung GmbH (Entwicklung von Frequenzplanungsalgorithmen).

Im folgenden geben wir eine Übersicht über die im Rahmen des IAK vom Bereich Musikin­formatik und weiteren Partnern seit 1995 durchgeführten Projekte, sowie über die zur Zeit beantragten und geplanten Vorhaben. Inhaltliche Kurzbeschreibungen der Projekte finden sich in Anlage C.

Im Jahr 1995 wurden folgende Projekte der Phase I des Forschungsverbundes Medientechnik Südwest abgeschlossen:

· „Autodeskriptierende Recherchesysteme (PARES)“ (FMS I-Projekt I.4.2; Laufzeit: 1.11.1991 bis 31.3.1995; Projektpartner: Institut für Informatik und FB Kunst der Johan­nes Gutenberg-Universität, SDR Stuttgart);

· „Färbungsalgorithmen für die Sendefrequenzplanung“ (FMS I-Projekt II.1.2; Laufzeit: 1.10.1991 bis 31.12.1995; Projektpartner: Institut für Informatik der Johannes Gutenberg-Universität, SWF Baden-Baden).

Die Gesamtfördersumme dieser beiden Projekte im Jahr 1995 betrug DM 151.700.

Im Zeitraum von 1995 bis 1999 wurden die folgenden neuen Projekte begonnen:

· „Entwicklung eines Konzepts verteilter objektorientierter Bilddatenbanken im technischen und künstlerischen Einsatzfeld am Beispiel eines Informationssystems zum Werk Pablo Picassos (PRISMA)“ (Projekt 181 der Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation; Laufzeit: 1.8.1995 bis 31.10.1998; Projektpartner: Institut für Informatik und FB Kunst der Johan­nes Gutenberg-Universität; Fördersumme: DM 598.080); für die Präsentation des Projekts auf der Buchmesse in Frankfurt wurde darüber hinaus ein Betrag von DM 5.000 bewilligt;

· „Algorithmische Grundlagen der Netzplanung“ (Projekt 269 der Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation; Laufzeit: 1.1.1997 bis 31.10.1997; Fördersumme: DM 91.250);

· „Graphentheoretische Methoden in der Planung digitaler Sendernetze“ (FMS II-Projekt II.3.2; Laufzeit: 1.11.1997 bis 30.6.2000; Projektpartner: SWR Baden-Baden; Förder­summe: DM 560.500);[1]

· „Studie EUROCONTROL-Netzplanungsproblem“ für die Deutsche Flugsicherung (DFS) GmbH (Mai bis August 1999; Auftragssumme: DM 22.000).

Daraus ergibt sich insgesamt für die ab 1995 verausgabten bzw. schon bewilligten Drittmittel eine Summe von DM 1.428.530.

Zur Zeit noch beantragt sind die folgenden beiden Vorhaben:

· „Entwicklung pädagogischer Arbeitsplattformen für den Einsatz im Kunstunterricht auf der Basis objektorientierter Datenbanken im Internet“ (Stiftung Rheinland-Pfalz für Inno­vation; geplante Laufzeit: 1 Jahr; Projektpartner: Institut für Informatik der Johannes Gu­tenberg-Universität, Institut für Kunstwissenschaft/Bildende Kunst der Universität Ko­blenz-Landau; beantragte Fördersumme: DM 155.300)

· Fortsetzung des FMS II-Projekts II.3.2 (4. Projektphase; geplante Laufzeit: 1.7.2000 bis 30.4.2001; Projektpartner: SWR Baden-Baden; beantragte Fördersumme: DM 142.420).

Daraus ergibt sich eine Summe von DM 297.720 für die derzeit beantragten Fördermittel.

Weitere Vorhaben befinden sich in der Planung. Durch die einschlägigen FMS-Projekte wurde umfangreiches Know-How bei der Planung von Rundfunknetzen erworben, das nun auch auf andere Planungsprobleme in der Praxis angewendet werden kann. Die Kontakte zu den Partnern im FMS, insbesondere zum SWR und zum Institut für Höchstfrequenztechnik und Elektronik (IHE) in Karlsruhe haben sich dabei als besonders fruchtbar erwiesen. Kürz­lich konnte der Bereich Musikinformatik durch Vermittlung des IHE mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) GmbH einen weiteren interessanten Partner für zukünftige Projekte auf dem Gebiet der Frequenzpla­nung gewinnen. Eine erste Studie über das umfangreiche Netzplanungsproblem der Flugsi­cherung in Europa (das sämtliche zivilen und militärischen Luftfahrt-Funkdienste umfasst) wurde bereits erstellt (s.o.), die die prinzipielle Anwendbarkeit der in den letzten Jahren vom Bereich Musikinfor­matik entwickelten Planungsverfahren erwiesen hat. Weitere Projekte, z.B. zum Ausbau des Netzes in einem hybriden Frequenzraster und die Planung zusätzlicher digitaler Kommunika­tionsdienste, werden derzeit vorbereitet. Für die Entwicklung eines einsatzreifen Planungsver­fahrens, das auf den von der Musikinformatik entwickelten Methoden aufbaut, sind darüber hinaus noch einige Forschungsarbeiten nötig, insbesondere bei der Berechnung unterer Schranken zur Kontrolle der Lösungsqualität. Eine diesbezügliche Zusammenarbeit mit weiteren europäischen Part­nern der DFS im Rahmen eines größeren Projektes wird derzeit erörtert.

Auch die Forschung im eigentlichen Kerngebiet Musikinformatik soll durch neue Vorhaben intensiviert werden. Konkret planen wir die Durchführung eines Projekts zur automatischen Transkription digitaler Audio-Daten. Dabei handelt es sich um das Problem, ein polyphones (mehrstimmiges) musikalisches Audio-Signal im Hinblick auf seinen Frequenzgehalt zu ana­lysieren und in eine explizite Notations-ähnliche Form (MIDI) zu wandeln. Dies ist eines der prinzipiellen Probleme der digitalen Verarbeitung von Audio-Signalen, das bislang noch nicht befriedigend gelöst ist (die derzeitigen Verfahren sind meistenteils nur zur Erkennung einstimmiger Signale geeignet). Neue Ergebnisse auf diesem Gebiet wären auch für potentielle Anwender in der Lehre und für professionelle wie Hobby-Musiker interessant. Geplant ist hier eine Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftlichen Institut und dem Fachgebiet Praktische Informatik der Universität Osnabrück; als weitere Projektpartner kämen Verlage und Unternehmen für Musik-Software in Frage. Außerdem ist ein Projekt vorgesehen, das sich mit dem Kompositionsverfahren bei Igor Strawinski und damit zusammenhängend der Verwendung einer musikalischen formalen Sprache befasst.

5 Publikationen
Hier sind zunächst einige Anmerkungen zu dem in Abschnitt 5 des vorhergehenden Tätig­keitsberichts 1994 erwähnten „IAK-Sammelbandes“ angebracht. Eine „0-Serie“ dieses Sam­melbandes (mit einer Auswahl von Beiträgen zu Referaten aus der Anfangszeit der IAK-Vor­tragsreihe) wurde unter großem Einsatz wie vorgesehen auf der Computeranlage des Bereichs Musikinformatik erstellt. Da einer der Beiträge dieses Bandes jedoch erst nach mehrfacher Überarbeitung um Jahre verspätet fertiggestellt wurde, waren andere, technisch orientierte Beiträge des Bandes inzwischen veraltet, so dass die entsprechenden Autoren zu unserem Bedauern ihre Einwilligung zur Publikation der Beiträge zurückzogen, und auch Verlag und Druckerei nicht mehr an der Herausgabe des Bandes interessiert waren, dessen Produktion wegen der zahlreichen Farbabbildungen und des Umfangs große Kosten verursacht hätte. Stattdessen wurde eine in der Produktion kostengünstigere Auswahl der Beiträge des Sam­melbandes als Bericht Nr. 34/98 in der Reihe „Musikinformatik & Medientechnik“ veröffent­licht. Die Erfahrungen mit der 0-Serie des Sammelbandes haben uns dazu bewogen, in Zu­kunft auf die zeit- und kostenintensive Produktion solcher Sammelbände zu verzichten und stattdessen die schriftlichen Ausfertigungen der Vorträge, soweit die Autoren solche zur Ver­fügung stellen, einzeln in der Reihe „Musikinformatik & Medientechnik“ zu veröffentlichen. Auf diese Weise kann die zeitige Publikation dieser Beiträge garantiert werden, und selbst drucktechnisch aufwendigere Veröffentlichungen mit Farbseiten sind für die üblichen Klein­auflagen wesentlich kostengünstiger.

So dient die Berichtsreihe „Musikinformatik & Medientechnik“ des Bereichs Musikinforma­tik dem doppelten Zweck der Publikation von aus den Drittmittelprojekten hervorgegangenen Forschungsarbeiten und der Dokumentation der Vortragsreihe und weiterer Sonderveranstal­tungen des IAK. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 19 Berichte veröffentlicht, darunter auch einige mit den Forschungsprojekten in Zusammenhang stehende Dissertationen von Projektmitarbeitern. Ein Skript zur Veranstaltung von Prof. Barlow (s.o.) mit Klangbeispielen auf CD, das ebenfalls in der Berichtsreihe erscheinen soll, befindet sich zur Zeit noch in Be­arbeitung. Eine komplette Liste der veröffentlichten Bände und einige ausgewählte Berichts-Exemplare finden sich in Anlage D.

Über die Berichtsreihe hinaus wurden die Ergebnisse der Forschungsarbeiten natürlich auch wieder von Mitgliedern des IAK auf Fachkonferenzen dargestellt und in verschiedenen Fach­zeitschriften, Tagungsbänden und Monographien publiziert. Eine Auswahl solcher Veröffent­lichungen ab 1995 ist im folgenden aufgelistet. Wir haben diese Liste thematisch gegliedert in Arbeiten zu den abgeschlossenen „PARES“- und „PRISMA“-Projekten, den Netzplanungs-Projekten und zum Themengebiet Musikinformatik.

PARES/PRISMA 

· B. Himmelreich. PARES - Ein Bildinformationssystem, in: Forschungsmagazin der Johan­nes Gutenberg-Universität Mainz, Sonderausgabe aus Anlaß der Hannover Messe, 1995.

· B. Himmelreich. PARES - Ein Bildinformationssystem, in: Objektspektrum, Nr 4/95, ISSN 0945 - 0491.

· S. Dupont-Christ, H. Göttler, R. Heyen, U. Kuballa, F. Wankmüller. "Ein Bildre­cherche-und Informationssystem für Moderne Kunst oder Die Vermei­dung des 'Lost-in Cyber­space'-Syn­droms". Forschungsmagazin der Johannes Gu­tenberg-Universität Mainz, Son­derausgabe März/April 1997. S. 9-16. 

· S. Dupont-Christ, U. Kuballa. "PRISMA – Picture Retrieval and Information System for Mo­dern Arts". Reihe Mu­sikinformatik & Medientechnik des Musikwissen­schaftlichen In­stituts der Johan­nes Gutenberg-Universität Mainz, Nr. 31, 1997.

· S. Dupont-Christ, H. Göttler, J. Krimm, R. Heyen, U. Kuballa, M. Schönhaber. PRISMA – Picture Retrieval and Information System for Modern Arts". Chr. Steig­ner (Hrsg.): APS'97 Arbeitsplatz-Rechensysteme. Anwendungen, Architekturen, Betriebssy­steme und Netz­werke. Koblenz, 1997. S. 37 - 45.

· S. Dupont-Christ, H. Göttler, R. Heyen, U. Kuballa, M. Schönhaber. PRISMA – Ein In­formationssystem für Moderne Kunst im Internet. Proc. der 27. Jahrestagung der Gesell­schaft für Informatik (GI'97) "Informatik '97 - Informatik als Innovations­motor", 24. - 27.09.97, RWTH Aachen, M. Jarke / K. Pasedach / K. Pohl (Ed.), Sprin­ger-Verlag, Reihe "Informatik aktuell", Berlin, 1997, S. 297 - 306.

· S. Dupont-Christ, H. Göttler, J. Krimm, R. Heyen, U. Kuballa, M. Schönhaber. PRISMA – Ein Informationssystem für Multimediadaten. In: W. Gens (Hrsg.) "42. In­ter­nationales Wis­senschaftliches Kolloquium . 22. bis 25. September 1997. In­formatik und Automatisie­rung im Zeitalter der Informationsgesellschaft". (Tagungsband) Ilmenau, 1997. Bd.1, S. 333 - 338.

· S. Dupont-Christ, H. Göttler, J. Krimm, R. Heyen, U. Kuballa, M. Schönhaber. PRISMA – Eine Basis für multimediale Informationssysteme im Internet. In: N. Fuhr / G. Dittrich / K. Tochtermann (Hrsg.): "Hypertext – Information Retrieval – Mul­timedia '97. Theorien, Modelle und Implementierungen integrierter elektronischer Informationssy­steme. Procee­dings HIM '97". Univ.-Verlag Konstanz 1997. S.337-348.

· U. Kuballa. Entwicklung kunstwissenschaftlicher und kunstpädagogischer Arbeits­platt­formen auf der Basis objektorientierter Datenbanken am Beispiel eines Informations­sy­stems zum Kubismus. Dissertation. Universität Koblenz-Landau. Musikin­formatik & Medientechnik 37/99, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 1999.

Netzplanungsprojekte 

· A. Gräf. Coloring and Recognizing Special Graph Classes. PhD thesis, Musikinformatik & Medientechnik 20/95, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 1995.

· A. Gräf. Generalized unit disk graphs: the tree metric case. Musikinformatik & Medien­technik 28/96, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 1996.

· A. Gräf. Über das DAB-Blockzuweisungsproblem. Musikinformatik & Medientechnik 32/97, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 1997.

· A. Gräf. Frequenzökonomische Planung von digitalen Sendernetzen. DAB-Display, 6, 1997, pp. 6-7. 

· A. Gräf. Combined coloring/packing problems in the planning of digital broadcast net­works. 16th European Conference on Operational Research (EURO XVI), Brussels, Bel­gium, 1998. 

· A. Gräf, M. Stumpf, G. Weißenfels. On coloring unit disk graphs. Algorithmica, 20, 1998, pp. 277-293.

· E. Malesinska, S. Piskorz, G. Weißenfels. On the chromatic number of disk graphs. Net­works: An International Journal, 32, 1998. 

· A. Gräf. On Distance Graphs and the T-Coloring Problem. Discrete Mathematics, 196, 1999, pp. 153-166. 

· G. Weißenfels. Unit Disk Graphen als Testklasse für Graphfärbungsheuristiken. Musikin­formatik & Medientechnik 36/99, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 1999.

· A. Gräf. Algorithmic Foundations of Network Optimization. Musikin­formatik & Me­dientechnik 38/99, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 1999.

Musikinformatik 

· H. Kupper. Der allezeit fertige Polonoisen- und Menuettencomponist von Johann Philipp Kirnberger. Musikin­formatik & Medientechnik 14/94, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 1994 (2. überarbeitete Auflage 1995).

· H. Kupper. Methode Sonaten aus ‘m Ermel zu schüddeln von Johann Philipp Kirnberger. Musikin­formatik & Medientechnik 24/95, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 1995.

· H. Kupper. Zufall und Intuition : Mathematische Strukturen in der Musik. Das Schöne : Mainzer Universitätsgespräche Wintersemester 1995/96 und Sommersemester 1996. Univer­sität Mainz, 1996, S. 31-39.

· F. Wankmüller. Digitale Medien und Informatik. Neue Musiktechnologie II, Tagungsband KlangArt 1993. Schott, Mainz, 1996, S. 254-264.

· H. Kupper, F. Wankmüller. „Pazifik“ – Musikalische Umsetzung eines Eisenbahnmythos bei Honegger und Hindemith. In: A. Beer, K. Pfarr, W. Ruf (Hrsg.). Festschrift Chri­stoph-Hellmut Mahling zum 65. Geburtstag. 2 Bände. Hans Schneider, Tutzing, 1997, Band 1, S. 737-748. (Mainzer Studien zur Musikwissenschaft Band 37.)

· A. Gräf. Terrestrisches Digitales Radio : Grundlagen, Anwendungen und Planungspro­bleme. Erscheint in: Neue Musiktechnologie V, Tagungsband KlangArt 1999.

· M. Gieseking, A. Gräf. Global village – global brain – global music : Report on the 5th KlangArt Congress “New Music Technology” at the University of Osnabrück, Ger­many, June 10-13, 1999. To appear in: Computer Music Journal, 1999. 


6 Außenwirkung

Wie bereits in der Vergangenheit haben die Arbeiten des IAK „Musik- und Kunstinformatik“ auch in den letzten fünf Jahren ein positives Echo in der Öffentlichkeit gefunden. Über die verschiedenen Projekte und einzelne Veranstaltungen des IAK wurde in Presse, Radio und Fernsehen berichtet. Zu nennen sind insbesondere Artikel über die Projekte I.4.2 und II.1.2 des FMS I in der Allgemeinen Zeitung vom 11.3.1997 und der Rheinzeitung vom 21.8.1996, einen Beitrag über das Projekt I.4.2 in der Landesschau des S3 im April 1995, die Präsenta­tion der FMS I-Projekte in einem einstündigen Fernsehbeitrag in S3 (Okt. 1996), und der Be­richt über die Barlow-Veranstaltung in der Werkstatt-Reihe von SWR2 (Feb. 1998). Eine Darstellung der Projekte der zweiten FMS-Phase im SWR-Landesfunkhaus Mainz wird derzeit vorbereitet und soll im Dezember 1999 stattfinden. Das Frequenzplanungs-Projekt II.1.2 wird außerdem im Band „Beispielsweise : Wissenschaft an der Schwelle zum 21. Jahrhundert“, der aus Anlass des 50. Jahrestages der Wiederbegründung der Universität Mainz herausgegeben wurde, vorgestellt.

Mit dem FMS I-Projekt I.4.2 („PARES“) und dem von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Inno­vation geförderten Nachfolgeprojekt „PRISMA“ waren wir wieder auf verschiedenen Messen vertreten, auf denen die Ergebnisse der Forschungsarbeiten mit großem Interesse sowohl vom Fachpublikum als auch von Laien aufgenommen wurden:

· CeBit ’95 in Hannover (März 1995)

· 48. Frankfurter Buchmesse 1996 (Oktober 1996)

· CeBIT ‘97 in Hannover (März 1997)

· 49. Frankfurter Buchmesse 1997 (Oktober 1997)

Einen wesentlichen Anteil an der Präsentation der Aktivitäten des IAK in der Öffentlichkeit hat auch die Berichtsreihe „Musikinformatik & Medientechnik“, die auf großes Interesse stößt, wie auch durch Bestellungen über den Buchhandel dokumentiert wird. Einige Bände der Reihe erfreuen sich einer derart starken Nachfrage, dass sie bereits mehrfach neu aufge­legt wurden. Mit den neuen WWW-Seiten des IAK (siehe http://www.musikwissenschaft.uni-mainz.de/Musikinformatik/IAK.html), die seit Dezember 1998 „online“ sind, werden nun auch die Vortragsreihe und die Titel der Berichtsreihe ausführlich dokumentiert. Außerdem können zusätzliche Computer-lesbare Materialien zu den Vorträgen (z.B. PowerPoint-Prä­sentationen, Software) auf diese Weise für Interessenten bereitgestellt werden. In Zukunft sollen auch PostScript-Versionen der Berichtsbände auf diese Weise verfügbar gemacht wer­den.


7 Zusammenfassung und Ausblick

Wie die oben angeführten Aktivitäten der letzten fünf Jahre belegen, konnte die Ende 1989 begonnene Arbeit des Interdisziplinären Arbeitskreises „Musik- und Kunstinformatik“ erfolg­reich fortgesetzt werden. Gemäß seiner Zielsetzung hat der IAK durch seine Veranstaltungen und Publikationen seine wichtige Rolle als Forum der interdisziplinären Zusammenarbeit in Musik- und Kunstinformatik sowie der damit eng verknüpften Medientechnik fortgeführt und ausgebaut. Darüber hinaus wur­den Drittmittel in erheblichem Umfang eingeworben und in zukunftsweisende Forschungs­projekte umgesetzt, die sowohl in der Fachwelt als auch in der Öffentlichkeit großes Interesse gefunden haben. Weitere Forschungsvorhaben sind in der Pla­nung oder bereits beantragt. Diese sollen dazu dienen, das vorhandene umfangreiche Know-How anzuwenden und auszubauen. Mit einer neuen Schwerpunktsetzung im Bereich der di­gitalen Klangverarbeitung sollen auch die seinerzeit im Projekt „COMES“ (vgl. letzten Tätig­keitsbericht) begonnenen Arbeiten im Kerngebiet Mu­sikinformatik wieder intensiviert wer­den. Wir denken, dass der IAK „Musik- und Kunstin­formatik“ durch die Förderung der inter­disziplinären Forschung und Lehre auch in der Zu­kunft, an der Schwelle zum 21. Jahrhundert, wesentliche Beiträge in diesen zukunftsträchti­gen und für die sich entfaltende Informationsge­sellschaft so bedeutsamen Bereichen leisten kann. Auch das Umfeld ist dazu bestens geeignet: der Medienstandort Mainz, und eine Uni­versität, deren Name für einen der wohl bekanntesten Medientechniker des bald endenden Jahrtausends steht.



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[1] Die Laufzeit für das FMS II-Projekt II.3.2 war ursprünglich auf 1.11.1997 bis zum 31.12.1999 angesetzt, das Projekt wurde jedoch kurzfristig um ein halbes Jahr verlängert, um den Weggang eines Projektmitarbeiters zum 30.6.1999 auszugleichen.