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Wiesbeck

Wellenausbreitung

Vortrag von Prof. Dr.-Ing Werner Wiesbeck
(Institut für Höchstfrequenztechnik und Elektronik, Univ. Karlsruhe)

 

In unserer von Rezession geplagten Zeit gehen Innovation und Wirtschaftskraft in der Elektroindustrie von der Kommunikationstechnik aus. Hierbei sind primär die Individualkommunikation, z.B. die Mobilfunknetze D1, D2 und E1, sowie die anstehenden neuen Rundfunk- und Fernsehübertragungsverfahren, z.B. HDTV (High Definition Television) und DAB (Digital Audio Broadcast) zu nennen.

Zu den o.g. Kommunikationsverfahren kommen zahlreiche kleinere öffentliche und private Funknetze. Alle zusammen müssen sich das begrenzte und nicht vermehrbare Frequenzspektrum teilen. Daraus ergibt sich die Erfordernis nach einer effizienten Nutzung dieser kostbaren Resource Frequenzspektrum.


Das Frequenzspektrum ist dann effizient nutzbar, wenn die die Kommunikation tragenden Sender die und nur die Bereiche versorgen, die sie erreichen sollen. Die Basis der Versorgung ist die Wellenausbreitung vom Sender über den freien Raum, aber auch über bewachsene und bebaute Landschaft zum Empfänger. Die hohen Anforderungen an die Versorgung bedingen bei der Berechnung optimale Wellenausbreitungsmodelle unter Berücksichtigung der Topographie und Morphographie.

In einer Übersicht werden strahlenoptische Verfahren zur Wellenausbreitungsmodellierung unter Nutzung digitaler topographischer und morphographischer Daten dargestellt. Neben der quasi optischen Ausbreitung beeinflussen Beugung, Brechung und Reflexion die Versorgung. An Beispielen für ländliches und städtisches Gebiet werden die Wellenausbreitungsmodelle dargestellt und die Einflüsse von Topographie und Morphographie auf die Informationsübertragung diskutiert. Den Abschluß bildet ein Ausblick auf die Rundfunklandschaft im nächsten Jahrhundert.

Eine optimal strukturierte Versorgung läßt größtmögliche Wirtschaftlichkeit und Frequenzökonomie erwarten.