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Kuerschner

Algorithmische Komposition und computergesteuerte Klangbewegung im Raum

Vortrag von Martin Kürschner
(Fachbereich Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 
Akademie für Tonkunst Darmstadt

 

So sehr auch der Computer als Werkzeug bei der Aufzeichnung von Musik, beim Notendruck oder bei der Klangsynthese elektronischer Musik zum selbstverständlichen Hilfsmittel für viele geworden ist, so argwöhnisch betrachten dennoch gerade viele Musiker noch immer den Einsatz von Rechnern beim Kompositionsvorgang.

Am Beispiel der am IRCAM in Paris entwickelten objektorientierten Programmiersprache „MAX“ soll gezeigt werden, auf welch unterschiedliche und ästhetisch keineswegs festgelegte Weise Musik nach algorithmischen Verfahren komponiert werden kann.

 

Im Zentrum des Vortrags stehen Demonstrationen von:

·      computergenerierten kompositorischen Strukturen

·      interaktiven Gestaltungsmöglichkeiten zwischen Instrumentalist und Computer

·      computergesteuerter Klangbewegung im Raum durch einen Spacial-Processor

 

Ausschnitte aus folgenden Kompositionen von Martin Kürschner werden in Echtzeit vorgeführt:

·      „In solchen Momenten...“ für computergesteuerte Sprachklänge

·      „Abnehmendes Licht“ Verlöschungen aus Traumlandschaft 17c für computergesteuerte Cello-Klänge

·      „Entropie im Ströher Flügel“ Eine algorithmische Klanginstallation für Musik-Computer mit zwei Eingriffen durch lebende Musiker

·      „Le Carrousel des Carillons pour Carin“ für Flöte und Computer

 

Im Anschluß an den Vortrag besteht die Möglichkeit zum Besuch des Antrittskonzerts von Prof. Anne Shih, Donnerstag den 20. Mai, 19.30 Uhr, Konzertsaal, FB Musik, Binger Straße 26

Werke von Beethoven, Bartók, Liszt, Sarasate u.a.